Malheur

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Malheur (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural 1 Plural 2
Nominativ das Malheur die Malheurs die Malheure
Genitiv des Malheurs der Malheurs der Malheure
Dativ dem Malheur den Malheurs den Malheuren
Akkusativ das Malheur die Malheurs die Malheure

Worttrennung:

Mal·heur, Plural 1: Mal·heurs, Plural 2: Mal·heu·re

Aussprache:

IPA: [maˈløːɐ̯]
Hörbeispiele: —
Reime: -øːɐ̯

Bedeutungen:

[1] Unglücksfall, (peinliches) Missgeschick, Unfall, Pech (immer in Verbindung mit einem Ereignis)

Herkunft:

Lehnwort (18. Jahrhundert) aus dem gleichbedeutenden französischen malheur → fr, seinerseits ein Kompositum aus malschlecht“ und heurGlück[1]

Synonyme:

[1] Fauxpas, Missgeschick

Sinnverwandte Wörter:

[1] Patzer, Schnitzer, Versehen

Gegenwörter:

[1] Bonheur (ungebräuchlich)

Oberbegriffe:

[1] Fehler

Beispiele:

[1] Mir ist letztens ein Malheur passiert.
[1] „Vielleicht besänftigte es sie, dass das Malheur in unmittelbarer Nähe der königlichen Familie geschehen war.“[2]
[1] »Melde gehorsamst, Herr Lajtnant«, antwortete Schwejk gemütigt lachend, »dass mir unterdessen, was ich auf den nächsten Zug gewartet hab, das Malheur passiert ist, dass ich am Tisch ein Bier nach dem anderen getrunken hab.«[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Malheur
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Malheur
[1] Duden online „Malheur
[1] canoo.net „Malheur
[1] Meyers Lexikon Online „Malheur
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMalheur

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9 „Malheur“, Seite 829 f.
  2. Annette Birschel: Mordsgouda. Als Deutsche unter Holländern. Ullstein, Berlin 2011, Zitat Seite 91. ISBN 978-3-548-28201-5.
  3. Jaroslav Hašek: Die Abenteuer des braven Soldaten Schweik. Übersetzer: Grete Reiner