Märtyrer

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Märtyrer (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Märtyrer die Märtyrer
Genitiv des Märtyrers der Märtyrer
Dativ dem Märtyrer den Märtyrern
Akkusativ den Märtyrer die Märtyrer

Nebenformen:

Martyrer

Worttrennung:

Mär·ty·rer, Plural: Mär·ty·rer

Aussprache:

IPA: [ˈmɛʁtyʀɐ], Plural: [ˈmɛʁtyʀɐ]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] eine (männliche) Person, die für ihren (religiösen) Glauben freiwillig den Tod, verursacht durch Außenstehende, erduldet

Herkunft:

mittelhochdeutsch marterære, marterer, merterer, althochdeutsch martirari, über kirchenlateinisch martyr → laBlutzeuge, Glaubenszeuge“ von griechisch μάρτυρ (mártyr) → grcZeuge“ entlehnt;[1] das Wort ist seit dem 10. Jahrhundert belegt, in der heutigen Form seit dem 16. Jahrhundert[2][3]

Synonyme:

[1] Blutzeuge

Weibliche Wortformen:

[1] Märtyrerin, Märtyrin

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Märtyrer der Bewegung

Beispiele:

[1] „Der Heilige Alban von England war der erste christliche Märtyrer in Britannien.“[4]
[1] „Es heißt, als später das Christentum zur römischen Staatsreligion erhoben wurde, sei auf dieser Anhöhe eine Memoria errichtet worden, in der die Gebeine der Märtyrer aufbewahrt und verehrt wurden.“[5]

Wortbildungen:

Märtyrertod

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Märtyrer
[1] Deutsches Wörterbuch von Jacob und Wilhelm Grimm. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Martyrer, Märtyrer
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Märtyrer
[1] canoo.net „Märtyrer
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonMärtyrer
[1] The Free Dictionary „Märtyrer
[1] Duden online „Märtyrer

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 852.
  2. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. neu bearbeitete 5. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Berlin/Mannheim/Zürich 2013, ISBN 978-3-411-04075-9, Stichwort Marter.
  3. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Marter“.
  4. Wikipedia-Artikel „Alban von England“ vom 04.07.2008 01:44 Uhr
  5. Ortwin Reich: Fort Konstantin und Koblenzer Kartause. Fölbach, Koblenz 2015, ISBN 978-3-95638-406-6, Seite 18.