Lateingrammatik

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Lateingrammatik (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Lateingrammatik

die Lateingrammatiken

Genitiv der Lateingrammatik

der Lateingrammatiken

Dativ der Lateingrammatik

den Lateingrammatiken

Akkusativ die Lateingrammatik

die Lateingrammatiken

Worttrennung:

La·tein·gram·ma·tik, Plural: La·tein·gram·ma·ti·ken

Aussprache:

IPA: [laˈtaɪ̯nɡʁaˌmatɪk]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Regelsystem der lateinischen Sprache
[2] Werk, das versucht, das Regelsystem der lateinischen Sprache abzubilden

Herkunft:

Determinativkompositum aus Latein und Grammatik

Oberbegriffe:

[1, 2] Grammatik

Beispiele:

[1] „Die Lateingrammatik und die dazu entwickelte Terminologie waren zunächst die allgemeine Grundlage für die nationalsprachlichen Grammatiken, auch die des Deutschen.“[1]
[1] „Einen Eindruck vom Einfluss der Lateingrammatik - hier vor allem des Ablativus absolutus - auf das frühe Schriftdeutsch gibt eine Passage über den zwölfjährigen Jesus im Tempel: […].“[2]
[1] „Auroux […] thematisiert die Möglichkeiten einer thematisiert die Möglichkeiten einer solchen Herangehensweise am Beispiel der Sprachbeschreibung nach dem Modell der Lateingrammatik.[3]
[1] „Die wenigen Grammatiken des Deutschen aus dem 16. Jh. orientieren sich hinsichtlich der Syntax ganz am Modell der Lateingrammatik; […].“[4]
[2] „Zu den bekanntesten Grammatiken gehörte die im vierten nachchristlichen Jahrhundert verfasste Lateingrammatik des Donat Aelius.“[5]
[2] „Die Tatsache, daß von Priscians Werk ‚nicht weniger als tausend Handschriften‘ erstellt wurden, zeugt von der großen Beliebtheit, deren sich seine Lateingrammatik erfreute.“[6]
[2] „Melchior Tschümperlin (1801—1879), der auf der Grafenmatt am Fuße des großen Mythen (Kanton Schwyz) aufwuchs, nahm eine alte Lateingrammatik von Einsiedeln in den Wald und auf die Weide mit, wo die Geißen gehütet werden mußten.“[7]
[2] „Die Lateingrammatik des Aelius Donatus, ein reines Textbuch für den Schulunterricht, war das am meisten verbreitete Buch des 15. Jahrhunderts und schon vor Gutenberg als Blockbuch in Gebrauch.“[8]
[2] „Erfreulicherweise blieben in Neuberg viele Kodizes erhalten, die für den Unterricht gedacht waren, etwa viele grammatikalische Texte, darunter Priscians Lateingrammatik, zwei Abecedarien, mehrere Artes dictandi, ein lateinischdeutsches Vokabular, Memorierhilfen, zahlreiche Exzerpte verschiedener antiker Autoren, Schulkomödien […].“[9]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Artikel „Lateingrammatik
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Lateingrammatik

Quellen:

  1. Andreas Gather/Heinz Werner (Herausgeber): Semiotische Prozesse und natürliche Sprache. Festschrift für Udo L. Figge zum 60. Geburtstag. Steiner Verlag, Stuttgart 1997, ISBN 3-515-06902-X, Seite 19 (zitiert nach Google Books)
  2. Wolfgang Krischke: Was heißt hier Deutsch?. Kleine Geschichte der deutschen Sprache. Beck Verlag, München 2009, ISBN 978-3-406-59288-1, Seite 27 (zitiert nach Google Books)
  3. Iris Bachmann: Die Sprachwerdung des Kreolischen. Eine diskursanalytische Untersuchung am Beispiel des Papiamentu. Narr Verlag, Tübingen 2005, ISBN 3-8233-6146-5, Seite 21 (zitiert nach Google Books)
  4. Peter Schmitter (Herausgeber): Geschichte der Sprachtheorie. Band 5 Sprachtheorien der Neuzeit II. Narr Verlag, Tübingen 1996, ISBN 3823350110, Seite 332 (zitiert nach Google Books)
  5. Matthias Granzow-Emden: Deutsche Grammatik verstehen und unterrichten. Narr Verlag, Tübingen 2013, ISBN 979-3-8233-6656-0, Seite 7
  6. Werner Welte: Die englische Gebrauchsgrammatik. Teil 1. Geschichte und Grundannahmen. Narr Verlag, Tübingen 1985, ISBN 3-87808-661-X, Seite 50 (zitiert nach Google Books)
  7. Alfred Messerli: Lesen und Schreiben 1700 bis 1900. Untersuchung zur Durchsetzung der Literalität in der Schweiz. de Gruyter Verlag, Tübingen 2002, ISBN 3-484-31229-7, Seite 352 (zitiert nach Google Books)
  8. Marion Janzin, Joachim Güntner: Das Buch vom Buch. 5000 Jahre Buchgeschichte. 3., überarbeitete und erweiterete Auflage. Schlütersche Verlag, Hannover 2007, ISBN 978-3-89993-805-0, Seite 115f. (zitiert nach Google Books)
  9. Anton Schwob, Karin Kranich-Hofbauer (Herausgeber): Zisterziensisches Schreiben im Mittelalter. Das Skriptorium der Reiner Mönche. Peter Lang Verlag, Bern u.a. 2005, ISBN 3-03910-416-0, Seite 97 (zitiert nach Google Books)