Lützel

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Lützel (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Lützel
Genitiv (des Lützel)
(des Lützels)

Lützels
Dativ (dem) Lützel
Akkusativ (das) Lützel

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Lützel“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Lüt·zel, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈlʏt͡sl̩]
Hörbeispiele:
Reime: -ʏt͡sl̩

Bedeutungen:

[1] der Koblenzer Stadtteil „Lützel“

Herkunft:

- von lützel, im heutigen Deutsch „klein“. Das oberdeutschen Adjektiv „lützel“ reicht nur in einigen Toponymen und Eigennamen in die aktuelle deutsche Sprache.[1]
[1] Der Ort Lützel wurde erstmals 1052 im Zusammenhang mit dem Weinbau erwähnt. Im Jahr 1070 wurde er mit dem Namen minor Confluentia (Klein-Koblenz) genannt. Der Ort war Brückenkopf der südlich der Mosel gelegenen Stadt Koblenz. Eingedeutscht ist 1242 erstmals von Weinbergen in Lützel Coblentz die Rede.[2]

Synonyme:

[1] Confluentia minor, Lützel Koblenz, Koblenz-Lützel

Beispiele:

[1] „Schon 1827 kam ein Karnevalszug zustande, dessen genaues Programm vom Stramberg im Rheinischen Antiquarius mitteilt. Der Zug ging am Fastnachtsdienstag […] von Lützel auf das Moseltor zu, das mit Papier verklebt war.“[3]
[1] „In Lützel steckte Papa Stöpsel in die Steckdosen, damit Wiebke da nicht reinfassen konnte.“[4]
[1] „In Lützel an der Trierer Straße gab es beispielsweise Häuser, deren Fenster durch die Sprengungen der Feste Franz zu Bruch gingen und deren Mauerwerk rissig wurde.“[5]

Wortbildungen:

Lützeler, Lützelerin

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Lützel
[1] Wikipedia-Artikel „Koblenz-Lützel
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Lützel
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalLützel

Quellen:

  1. nach: Wilfried Seibicke: Wie sagt man anderswo? Landschaftliche Unterschiede im deutschen Sprachgebrauch. 2. Auflage. Bibliographisches Institut, Mannheim/Wien/Zürich 1983, ISBN 3-411-01978-6, Seite 94, Artikel „klein“, dort auch das ausgestorbene oberdeutsche Adjektiv „lützel“
  2. nach: Wikipedia-Artikel „Koblenz-Lützel
  3. Heinrich Denzer: Kulturleben, Die preußische Zeit bis 1870, in: Ingrid Bátori: Geschichte der Stadt Koblenz, Band 2, Von der französischen Revolution bis zur Gegenwart, Stuttgart 1993, ISBN 3-8062-1036-5, Seite 491
  4. Gerhard Henschel: Kindheitsroman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, ISBN 3-455-03171-4, Seite 37.
  5. Ortwin Reich: Fort Konstantin und Koblenzer Kartause. Fölbach, Koblenz 2015, ISBN 978-3-95638-406-6, Seite 113.