Kryptowissenschaft

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Kryptowissenschaft (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Kryptowissenschaft

die Kryptowissenschaften

Genitiv der Kryptowissenschaft

der Kryptowissenschaften

Dativ der Kryptowissenschaft

den Kryptowissenschaften

Akkusativ die Kryptowissenschaft

die Kryptowissenschaften

Worttrennung:

Kryp·to·wis·sen·schaft, Plural: Kryp·to·wis·sen·schaf·ten

Aussprache:

IPA: [ˈkʁʏptoˌvɪsn̩ʃaft]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Wissenschaft mit Erkenntnisansprüchen, die sich am Rande oder außerhalb der akademischen Wissenschaften befinden[1]

Herkunft:

Determinativkompositum aus dem gebundenen Lexem krypto- und dem Substantiv Wissenschaft

Synonyme:

[1] Grenzwissenschaft, Parawissenschaft

Beispiele:

[1] „Jenes ist seit lange das Ziel einer Kryptowissenschaft gewesen, die früherhin glaubte sich verbergen zu müssen, nun aber die Larve abnimmt, um ihr Primat, das Primat der Schule über Kirche und Staat, über Theologie und Politik behaupten zu können.“[2]
[1] „Zwar hatte sich in den 20er Jahren das, wofür 1914 Ithaka stand, allmählich aus der poetischen Vision in eine nur noch poetisch kaschierte Ideologie umgewandelt, die den gängigen Irrationalismus und viel Kryptowissenschaft aufnahm, und […]“[3]
[1] „Die Warnung, aus Talmud-Übersetzungen zu zitieren, bedient ein klassisches antisemitisches Klischee, nämlich die Vorstellung, es handle sich beim Talmud um eine rätselhafte Kryptowissenschaft, [...]“[4]

Wortbildungen:

Kryptowissenschaftler, kryptowissenschaftlich

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Grenzwissenschaft“, dort auch das synonyme „Kryptowissenschaft“

Quellen:

  1. Definition nach: Wikipedia-Artikel „Parawissenschaft
  2. Allgemeiner Religions- und Kirchenfreund und Kirchencorrespondent: eine theol. u. kirchenhist. Zeitschr, Band 11, 1838, Verlag Stahel, Spalte 93 f.
  3. Nationale Forschungs- und Gedenkstätten der Klassischen Deutschen Literatur in Weimar: Weimarer Beiträge, 1968, Aufbau Verlag, Seite 151
  4. Wolfgang Benz, Kommission für Zeitgeschichte: Veröffentlichungen der Kommission für Zeitgeschichte: Forschungen, Band 62, 1994, M. Grünewald