Krimskrams

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Krimskrams (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Krimskrams

Genitiv des Krimskrams
des Krimskramses

Dativ dem Krimskrams

Akkusativ den Krimskrams

Worttrennung:

Krims·krams, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈkʁɪmsˌkʁams]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Krimskrams (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich: Ansammlung nutzloser Objekte

Herkunft:

Das Wort ist seit Ende des 18. Jahrhunderts belegt.[1]
Es handelt sich wohl um eine Reduplikation (speziell: Ablautdoppelung) zu Kram.[2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Kleinkram, Nippes, Plunder, Ramsch, Schnickschnack, Tand, Tinnef, Trödel

Beispiele:

[1] „Normalerweise hat man ein Fahrrad, die ausrangierte Kaffeemaschine und allerlei Krimskrams im Keller.“[3]
[1] „In die Ecke hinter ihrer Kasse hat sie Krimskrams gestellt: Fotos, Herzchen, eine Plastikbüste Kleopatras, einen Weihnachtsmann.“[4]
[1] „Der Junglehrer hatte sich wieder einmal über mich lustig gemacht, daraufhin raffte ich den ganzen Krimskrams, der vor mir auf dem Tisch lag, zusammen und warf ihn wie lästiges Geröll in meinen Ranzen.“[5]
[1] „Nur ihren ultimativen Krimskrams wollen sie loswerden, dessen Erwerb die Glücksspanne von fünf Minuten nicht überschreitet.“[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] in Kombination: eine Box / Kiste / Schublade voller Krimskrams
[1] mit Verb: Krimkrams entstauben / loswerden / sortieren / verkaufen / wegschmeißen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Krimskrams
[1] Wikipedia-Artikel „Krimskrams
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Krimskrams
[*] canoo.net „Krimskrams
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKrimskrams
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Krimskrams
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Krimskrams
[1] The Free Dictionary „Krimskrams
[1] Duden online „Krimskrams
[1] wissen.de – Wörterbuch „Krimskrams
[1] Deutsche Welle, Deutsch lernen – Wort der Woche: Raphaela Häuser: Der Krimskrams. In: Deutsche Welle. 2014 (Text und Audio zum Download, Dauer 01:32 mm:ss, URL, abgerufen am 27. Januar 2019).
[1] Deutsche Welle – Word of the Week: Raphaela Häuser: Krimskrams. In: Deutsche Welle. Englischsprachige Ausgabe. 9. Juli 2015 (Text und Hörbeispiel des Wortes, Dauer 00:01 mm:ss, URL, abgerufen am 27. Januar 2019).

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Krimskrams“.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Krimskrams“, Seite 540.
  3. Redensarten – Wo ist eigentlich der Holzweg?. In: Bayerischer Rundfunk. 13. Oktober 2017 (URL, abgerufen am 27. Januar 2019).
  4. Carsten Kühntopp: Bagdads erste Buchhändlerin. In: Norddeutscher Rundfunk. 6. September 2018 (URL, abgerufen am 27. Januar 2019).
  5. Hanns-Josef Ortheil: Die Erfindung des Lebens. Roman. btb, München 2011, ISBN 978-3-442-73978-3, Seite 126.
  6. Andreas Altmann: Gebrauchsanweisung für die Welt. 8. Auflage. Piper, München/Berlin/Zürich 2016, ISBN 978-3-492-27608-5, Seite 12. Erstauflage 2012.
  7. Oxford English Dictionary „knick-knack
  8. Cambridge Dictionaries: „knickknack“ (britisch), „knickknack“ (US-amerikanisch)
  9. Oxford English Dictionary „ornament