Kosten

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Kosten (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ
die Kosten
Genitiv
der Kosten
Dativ
den Kosten
Akkusativ
die Kosten
[1] unterschiedliche Arten von Kosten, die sich in Abhängigkeit von der Menge entwickeln

Worttrennung:

kein Singular, Plural: Kos·ten

Aussprache:

IPA: kein Singular, Plural: [ˈkɔstn̩]
Hörbeispiele: kein Singular, Plural: Lautsprecherbild Kosten (Info)
Reime: -ɔstn̩

Bedeutungen:

[1] allgemein: finanzielle Ausgaben oder Aufwendungen
[2] negative Konsequenzen einer Aktion angesichts eines bestimmten Planes und Entscheidungsfeldes
[3] Wirtschaftswissenschaften: in Geldeinheiten bewerteter Güterverbrauch

Herkunft:

seit dem 13. Jahrhundert bezeugt; mittelhochdeutsch: koste; althochdeutsch kosta; aus mittellateinisch: costa , costus = Wert, Aufwand, Ausgaben; Substantivbildung zu vulgärlateinisch: *costare = „zu stehen kommen“ [1][2]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Gebühren, Preis
[2] Preis
[1, 3] Aufwand, Aufwendungen, Ausgaben, Auslagen, Belastungen, Zahlungen

Gegenwörter:

[1, 3] Erlös
[1] Ertrag, Gewinn
[3] Leistung

Oberbegriffe:

[1] Aufwendung
[2] Konsequenz
[3] Aufwand

Unterbegriffe:

[1] Anwaltskosten, Beerdigungskosten, Endlagerkosten, Fahrtkosten, Folgekosten, Gerichtskosten, Heizkosten, Krankheitskosten, Kurkosten, Lebenshaltungskosten, Mahnkosten, Mietkosten, Nebenkosten, Polizeikosten, Prozesskosten, Reisekosten, Renovierungskosten, Sonderkosten, Spesenkosten, Staatskosten, Therapiekosten, Transportkosten, Umzugskosten, Verfahrenskosten, Versandkosten, Werbungskosten
[1, 3] Betriebskosten, Erzeugungskosten, Gestehungskosten, Herstellungskosten, Lagerkosten, Opportunitätskosten, Personalkosten, Produktionskosten, Selbstkosten, Wiederbeschaffungskosten
[3] Fixkosten, variable Kosten, Grenzkosten

Beispiele:

[1] Die Kosten für den Schaden wird er übernehmen müssen.
[1] Wir sind auf eigene Kosten mitgefahren.
[1] „Indem er auf eigene Kosten einen 28 Meter langen Kai hatte bauen lassen, von dem aus Korn in kleine Leichter verladen werden kann, hatte Robert Billy dokumentiert, wie sehr ihm daran gelegen war, dass der Getreidehandel der Stadt Vannes weiter expandierte.“[3]
[2] Diese Lebensweise geht auf Kosten deiner Gesundheit.
[2] Sie ist nicht auf ihre Kosten gekommen.
[3] Die Bahn selbst will die volkswirtschaftlichen Kosten eines Streiks [bei der Deutschen Bahn AG (DB)] im Güterverkehr übrigens nicht beziffern. Sie verweist auf Berechnungen des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung, nach denen mit Kosten von einer halben Milliarde Euro zu rechnen ist. Pro Tag.[4]
[3] Die Folgekosten der Atomkraft, die Kosten für Kraftwerksrückbau und Atommüllendlagerung rücken deshalb ebenfalls zunehmend in den Fokus. Der Pariser Rechnungshof schätzte die Kosten für den Rückbau der 58 Reaktoren 2010 auf 32 Milliarden Euro und die Kosten für die Endlagerung 2005 auf 17 Milliarden Euro. Experten halten diese Kalkulationen für viel zu niedrig.[5]

Redewendungen:

Die besten Kosten sind die Kosten die nichts kosten.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] Kosten in Rechnung stellen, auf eigene Kosten
[1] die anfallenden Kosten, die direkten Kosten, einmalige Kosten, hohe Kosten, indirekte Kosten, individuelle Kosten, niedrige Kosten, tatsächliche Kosten, zusätzliche Kosten, ökonomische Kosten
[1, 2] weder Kosten noch Mühen scheuen, auf Kosten anderer
[1, 3] Kosten ansetzen als ..., die Kosten belaufen sich auf ..., die Kosten beziffern, Kosten bilanzieren als ..., etwas deckt die Kosten, Kosten einsparen, die Kosten reduzieren, Kosten schätzen, die Kosten senken, Kosten veranschlagen, etwas verursacht Kosten, die Kosten übernehmen, Kosten umlegen (auf Produkte)

Wortbildungen:

Kosten-Nutzen-Verhältnis, Kostendämpfung, Kostendruck, Kostenexplosion, Kostenfaktor, Kostenfrage, Kostenfunktion, Kostenkontrolle, Kostenmerkblatt, Kostenmiete, Kostenpunkt, Kostenrechnung, Kostenstelle, Kostenvoranschlag

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Wikipedia-Artikel „Kosten (Begriffsklärung)
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kosten
[1, 2] canoo.net „Kosten
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKosten
[1, 2] The Free Dictionary „Kosten
[3] Gabler Wirtschaftslexikon

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 531.
  2. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Seite 722, Eintrag „kosten“.
  3. Robert Harms: Das Sklavenschiff. Eine Reise in die Welt des Sklavenhandels. C. Bertelsmann Verlag, ohne Ort 2004, ISBN 3-570-00277-2, Seite 115f.
  4. Rolf Wenkel (rri): Wirtschaft - Bahnstreik auch im Güterverkehr erlaubt. Die Lokführer dürfen nun auch im Güter- und Fernverkehr streiken. Ein Streik im Güterverkehr könnte zu erheblichen volkswirtschaftlichen Schäden führen. Der Imageverlust der Bahn dürfte auch einen Börsengang belasten. In: Deutsche Welle. 2. November 2007 (URL, abgerufen am 19. Mai 2015).
  5. Gero Rueter: Atompolitik - Nebenkosten von Atomkraft unterschätzt. Lange Zeit galt Atomstrom als günstig. Nicht nur in Deutschland wird zunehmend über bisher unbeachtete Nebenkosten debattiert. Werden alle Kosten mit eingerechnet, wird Atomkraft äußerst teuer. In: Deutsche Welle. 16. Mai 2014 (URL, abgerufen am 19. Mai 2015).

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Kasten, Kästen, Kisten, Kost koten, Küsten, Osten, Pfosten, rosten




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