Kopfsprung

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des Jahres 2019 das Wort der Woche.

Kopfsprung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Kopfsprung

die Kopfsprünge

Genitiv des Kopfsprunges
des Kopfsprungs

der Kopfsprünge

Dativ dem Kopfsprung
dem Kopfsprunge

den Kopfsprüngen

Akkusativ den Kopfsprung

die Kopfsprünge

[1] rücklings ausgeführter Kopfsprung eines Badegastes im öffentlichen Schwimmbad von Almargen, Provinz Málaga, Spanien;
Aufnahme von Samu am 7. August 2005
[1] Kopfsprung der 14-jährigen brasilianischen Nachwuchsschwimmerin Gisele Neres;
Aufnahme von Zé Carlos Barretta am 24. Mai 2012 in São Paulo

Worttrennung:

Kopf·sprung, Plural: Kopf·sprün·ge

Aussprache:

IPA: [ˈkɔp͡fˌʃpʁʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kopfsprung (Info)

Bedeutungen:

[1] Sprung (ins Wasser), bei dem der Absprung kopfüber erfolgt

Herkunft:

Determinativkompositum aus den Substantiven Kopf und Sprung

Synonyme:

[1] bundesdeutsch salopp: Köpfer
[1] bundesdeutsch landschaftlich umgangssprachlich: Köpper, Stecher
[1] süddeutsch, österreichisch, schweizerisch: Köpfler

Sinnverwandte Wörter:

[1] Tauchsprung

Gegenwörter:

[1] Fußsprung
[1] Sport (Wasserspringen): Delfinsprung, Kerze
[1] derb: Arschbombe

Oberbegriffe:

[1] Sprung

Unterbegriffe:

[1] Kopfweitsprung, Seemannskopfsprung
[1] Sport (Schwimmen): Hechtsprung
[1] umgangssprachlich: Bauchklatscher, Indianerköpper

Beispiele:

[1] „In den prächtigen römischen Ruinen hinter der alten Abtei sieht man die Spur, die die Soldaten Vespasians mit der Zeit in den weichen Stein prägten, als sie von diesem Sockel aus ihre Kopfsprünge in das Bassin mit dem gesundheitbringenden warmen Wasser taten.“[1]
[1] „Wir haben durch das Interview erfahren, daß Sie erst seit zwei Jahren diese Lähmung haben, durch einen Kopfsprung von einem Balkon in einen viele Meter hohen Schneehaufen, der dann innen aus gefrorenen Quadern bestand, am Lake Tahoe, wo Ihre Eltern dieses Häuschen haben.“[2]
[1] „Und dann das Eintauchen, der möglichst flache, langgestreckte Kopfsprung und das Eintauchen ins Naß, die ersten Meter unter einer dünnen Schicht von Wasser, das sich noch gar nicht anfühlt wie Wasser, sondern trocken wirkt im Moment des Aufpralls und wie ein Nesselbrand über die Haut gleitet.“[3]
[1] „Wenn in diesem Sommer irgendwer vom Steg der öffentlichen Badestelle einen Kopfsprung ins Wasser macht, kann es nur ein Fremder sein, der von dem Unglück nichts weiß.“[4]
[1] „Nur mit einem solchen Kopfsprung zurück in die Verhältnisse könnte ihnen jetzt geholfen werden.“[5]
[1] „Mögen die Wessis Oskar Lafontaines bittere Warnungen vor den finanziellen und wirtschaftlichen Folgen des Kopfsprungs in den Einheitsstaat und den Einheitskapitalismus als mißgünstiges Schüren im Sozialneid mißdeuten, und die Ossis glauben, der Saarländer liebe sie nicht (ob er sie denn versteht?).“[6]
[1] „Es muss ein anderer Peter Steinbrück gewesen sein. Nicht der angeschlagene Altstar, der jetzt mit größter Hartnäckigkeit Kopfsprünge in Fettnäpfe vorführt.“[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] einen Kopfsprung (ins Wasser) machen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Kopfsprung
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kopfsprung
[*] canoonet „Kopfsprung
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Kopfsprung
[1] The Free Dictionary „Kopfsprung
[1] Duden online „Kopfsprung
[1] wissen.de – Wörterbuch „Kopfsprung
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Kopfsprung
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKopfsprung
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-05508-1, Stichwort »Kopfsprung«, Seite 1049.

Quellen:

  1. Robert Lucas: Indian Summer in England. Die Halbmonde von Bath, die Grabstätte des Königs Artus und der Apfelwein von Somerset. In: DIE ZEIT. Nummer 33, 11. August 1961, ISSN 0044-2070, Seite 27 (DIE ZEIT Archiv-URL, abgerufen am 3. November 2018).
  2. Martin Walser: Brandung. Roman. 1. Auflage. Suhrkamp, Frankfurt am Main 1985, ISBN 3-518-03570-3, Seite 219.
  3. John von Düffel: Vom Wasser. Roman. Sonderausgabe, Deutscher Taschenbuch-Verlag, München 2006 (dtv ; 8615), ISBN 3-423-08615-7, Seite 20.
  4. Jenny Erpenbeck: Gehen, ging, gegangen. Roman. 1. Auflage. Pinguin Verlag, [München] 2017, ISBN 978-3-328-10118-5, Seite 11 (Erstausgabe im Albrecht Knaus Verlag, München 2015).
  5. Botho Strauß: Der junge Mann. Roman. 2. Auflage. Carl Hanser Verlag, München/Wien 1984, ISBN 3-446-14134-0, Seite 104 (Zitiert nach Google Books).
  6. Erich Böhme: Ab Sonntag, 18 Uhr, regieren die Fakten. In: Berliner Zeitung. Nummer 281, 1./2 Dezember 1990, ISSN 0947-174X, Seite 3.
  7. Steinbrücks Interview-Ausfälle. Kopfsprünge in die Fettnäpfchen. In: Hamburger Morgenpost. 31. Dezember 2012, Seite 02.