Konglomerat

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Konglomerat (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Konglomerat

die Konglomerate

Genitiv des Konglomerats
des Konglomerates

der Konglomerate

Dativ dem Konglomerat

den Konglomeraten

Akkusativ das Konglomerat

die Konglomerate

Worttrennung:

Kon·glo·me·rat, Plural: Kon·glo·me·ra·te

Aussprache:

IPA: [kɔŋɡlomeˈʁaːt], [kɔnɡlomeˈʁaːt]
Hörbeispiele:
Reime: -aːt

Bedeutungen:

[1] Gemisch oder Zusammenballung von verschiedenartigen Dingen
[2] Geologie: ein Sedimentgestein aus gerundeten und miteinander verkitteten Komponenten, deren Korndurchmesser 2 Millimeter übersteigt

Herkunft:

von französisch: conglomérat im 18. Jahrhundert entlehnt; fachsprachliche Ableitung zu conglomérer = zusammenballen; von gleichbedeutend lateinisch: conglomerare; aus dem Präfix con- = zusammen und dem Verb glomerare = „zu einem Knäuel zusammenballen“, sammeln; zu dem Substantiv glomus = Knäuel, Kloß gebildet[1][2]

Synonyme:

[1] Gemisch, Gemenge
[2] Sedimentgestein

Oberbegriffe:

[1] Menge

Beispiele:

[1] Zu dem Konglomerat gehören neben dem Automobilbau auch Banken, Versicherungen oder Bauunternehmen.
[1] „Auch nach der Unterzeichnung der argentinischen Verfassung im Jahre 1853 gingen die Konflikte weiter und führten schließlich zu einem Konglomerat weitgehend autonomer Provinzen.“[3]
[2] Konglomerat ist ein Gestein, das so ähnlich aussieht wie natürlich gewachsener Beton.
[2] „Die hierbei entstandenen Ablagerungen setzen sich an einigen Stellen des Alpenrandes aus groben. stark verkitteten Konglomeraten, der Nagelfluh, an andren aus Sandsteinen und Mergeln zusammen.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] ein Konglomerat abbauen, schrämen

Wortbildungen:

[2] Konglomerathöhle

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Konglomerat
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Konglomerat
[2] canoo.net „Konglomerat
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKonglomerat

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 435.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Seite 519.
  3. Björn Berge: Atlas der verschwundenen Länder. Weltgeschichte in 50 Briefmarken. dtv, München 2018 (übersetzt von Günter Frauenlob, Frank Zuber), ISBN 978-3-423-28160-7, Seite 25. Norwegisches Original 2016.
  4. In Verbindung mit der Verlagsredaktion herausgegeben von Professor Dr. Ernst Neef (Herausgeber): Das Gesicht der Erde Band 1. VEB F. A. Brockhaus Verlag, Leipzig 1970, ISBN ohne, Seite 94