Kolonialgesellschaft

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Kolonialgesellschaft (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Kolonialgesellschaft

die Kolonialgesellschaften

Genitiv der Kolonialgesellschaft

der Kolonialgesellschaften

Dativ der Kolonialgesellschaft

den Kolonialgesellschaften

Akkusativ die Kolonialgesellschaft

die Kolonialgesellschaften

Worttrennung:
Ko·lo·ni·al·ge·sell·schaft, Plural: Ko·lo·ni·al·ge·sell·schaf·ten

Aussprache:
IPA: [koloˈni̯aːlɡəˌzɛlʃaft]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:
[1] Bevölkerung einer Kolonie
[2] Institution/Organisation in/für eine Kolonie/Kolonien

Herkunft:
Determinativkompositum, zusammengesetzt aus dem Adjektiv kolonial und dem Substantiv Gesellschaft

Oberbegriffe:
[1] Gesellschaft

Beispiele:
[1] „Äußerlich bunt gemischt, herrschte innerhalb der Kolonialgesellschaft dennoch eine diskriminierende »Pigmentokratie«, wie die Historiker Stefan Rinke und Frederik Schulze schreiben: Wert und Stellung des Einzelnen bemaß sich nach der Helligkeit seiner Hautfarbe.“[1]
[2] „Das Wort für Abhang ist portugiesisch barranca wie ‚Ranke‘ - es wurde bald ‚die Barranke‘ draus, und mancher alte Kolonist (der Mann, der ein Stück Land von der Kolonialgesellschaft kaufte, nannte es ‚seine Kolonie‘, sich selbst den ‚Kolonisten‘) erzählt, wie das zu Beginn war: man hatte keine richtigen Öfen, um aus Maismehl und Carafrüchten Brot zu backen, so machte man eine tiefe Öffnung in die Barranke und oben einen Abzug, und wenn man vorher tüchtig Wald geschlagen hatte, so schmeckte so ein Brot schon richtig!“[2]
[2] „Nach seiner Rückkehr nach Deutschland wurde er der Spezialist für das Hinterland von Kamerun und bot im Auftrag der deutschen Kolonialgesellschaft und sonstiger Koloniallobbys Vorträge an.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2] Wikipedia-Artikel „Kolonialgesellschaft
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kolonialgesellschaft
[*] canoonet „Kolonialgesellschaft
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKolonialgesellschaft

Quellen:

  1. Annette Bruhns: Ein Reich aus Zucker und Gold. In: SPIEGEL GESCHICHTE. Nummer Heft 1, 2016, Seite 20-29, Zitat Seite 29.
  2. Alexander Lenard: SIEBEN TAGE BABYLONISCH. Abgerufen am 18. Juli 2019.
    Im Originalsatz ist das Wort »barranca« kursiv gesetzt.
  3. Albert Gouaffo: Wissens- und Kulturtransfer im kolonialen Kontext. Das Beispiel Kamerun - Deutschland (1884 - 1919). Königshausen & Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3754-2, Seite 58.