Knechtschaft

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Knechtschaft (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Knechtschaft

die Knechtschaften

Genitiv der Knechtschaft

der Knechtschaften

Dativ der Knechtschaft

den Knechtschaften

Akkusativ die Knechtschaft

die Knechtschaften

Anmerkung zum Plural:

Der Plural Knechtschaften ist ungebräuchlich.

Worttrennung:

Knecht·schaft, Plural: Knecht·schaf·ten

Aussprache:

IPA: [ˈknɛçtʃaft]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Zustand der Rechtlosigkeit und Ausbeutung

Herkunft:

Das Wort ist seit dem 16. Jahrhundert belegt.[1]
Ableitung von dem Substantiv Knecht mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -schaft

Gegenwörter:

[1] Herrschaft

Oberbegriffe:

[1] Unfreiheit

Beispiele:

[1] Ihr Leben in Knechtschaft als rechtlose und abgabepflichtige Heloten, eine Art an das Land gebundene Staatssklaven, wurde besiegelt.[2]
[1] „Denn kaum irgendwo auf dem Kontinent ist zu dieser Zeit die Knechtschaft verboten.“[3]
[1] „Der Turban der Juden oder Christen ist dunkel und von grobwollenem Stoff zum Zeichen ihrer Knechtschaft; in Persien ist es diesen Parias überhaupt verboten, den Turban zu tragen.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Knechtschaft
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Knechtschaft
[1] canoo.net „Knechtschaft
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKnechtschaft

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1995, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Knecht“.
  2. Freiheit durch Mauern: Vom Stein geworden Schutz der antiken Messenier (Freie Universität Berlin)
  3. Sebastian Kretz: Küste der Verdammten. In: GeoEpoche: Afrika 1415-1960. Nummer Heft 66, 2014, Seite 58-71, Zitat Seite 71.
  4. Knut Hamsun: Im Märchenland. Rütten & Loening, Berlin 1990 (übersetzt von Cläre Greverus Mjoën, Gertrud Ingeborg Klett), ISBN 3-352-00299-1, Seite 190. Norwegisches Original 1903.