Klitoris

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Klitoris (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural 1 Plural 2

Nominativ die Klitoris

die Klitoris die Klitorides

Genitiv der Klitoris

der Klitoris der Klitorides

Dativ der Klitoris

den Klitoris den Klitorides

Akkusativ die Klitoris

die Klitoris die Klitorides

[1] Eine Klitoris

Worttrennung:

Kli·to·ris, Plural 1: Kli·to·ris, Plural 2: Kli·to·ri·des

Aussprache:

IPA: [ˈkliːtoʁɪs]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Anatomie: kleiner aufrichtbarer Teil der weiblichen Geschlechtsorgane am oberen Zusammenstoß der kleinen Schamlippen

Abkürzungen:

Klit.

Herkunft:

Fachsprachliche Entlehnung aus dem Lateinischen clitoris → la im 18. Jahrhundert, seinerseits von altgriechisch κλειτορίς (kleitorís) → grc = „kleiner Hügel[1][2] (neugriechisch κλειτορίδα (klitorída) → el); die altgriechische Bedeutung geht auf eine griechische Jungfrau namens Klytoris zurück, der der Göttervater Zeus in Gestalt einer Ameise erschien und die er schwängerte.

Synonyme:

[1] Kitzler; (regional, umgangssprachlich) Perle

Gegenwörter:

[1] Penis, Eichel

Oberbegriffe:

[1] Körperteil, Geschlechtsorgan

Beispiele:

[1] Die Klitoris ist stark mit Nervenenden versorgt und daher besonders berührungsempfindlich und empfänglich für sexuelle Reize.
[1] „Danach begrub man meine Vorhaut hinter dem Haus und wickelte die Klitoris meiner Schwester in ein Stück Stoff und warf sie in den Nil: ein Brauch, der seit der Pharaonenzeit bekannt ist.“[3]
[1] „Auch die barbarische rituelle Beschneidung - also die Verstümmelung der Klitoris der Frau - ist im Nordsudan noch gang und gäbe.“[4]
[1] „Nachdem Dora mich mehrmals aufgefordert hatte, mit ihr zu schlafen, und irgendwann begriffen hatte, dass ich zu nichts nutze war, öffnete sie die Schublade ihres Nachtkästchens, holte zwei Vibratoren heraus, schob den mächtigeren in ihre Scheide und legte den anderen auf ihre Klitoris.“[5]

Wortbildungen:

klitoridal, Klitoridektomie, Klitorisbeschneidung, Klitoriseichel, Klitorishypertrophie, Klitorismus, Klitorisvorhaut

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Klitoris
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Klitoris
[1] canoo.net „Klitoris
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKlitoris
[1] The Free Dictionary „Klitoris

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 498.
  2. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 718, Eintrag „klitoral“.
  3. Hamed Abdel-Samad: Mein Abschied vom Himmel. Aus dem Leben eines Muslims in Deutschland. Knaur Taschenbuch Verlag, München 2010, Seite 80. ISBN 978-3-426-78408-2.
  4. Asfa-Wossen Asserate: Afrika. Die 101 wichtigsten Fragen und Antworten. C. H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-60096-9, Seite 94.
  5. Andreas Altmann: Frauen. Geschichten. Piper, München/Berlin/Zürich 2015, ISBN 978-3-492-05588-8, Seite 57f.