Kauffahrtei

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Kauffahrtei (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Kauffahrtei

Genitiv der Kauffahrtei

Dativ der Kauffahrtei

Akkusativ die Kauffahrtei

Worttrennung:

Kauf·fahr·tei, kein Plural

Aussprache:

IPA: [kaʊ̯ffaːɐ̯ˈtaɪ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kauffahrtei (Info)
Reime: -aɪ̯

Bedeutungen:

[1] Seehandel, Handelsschifffahrt

Synonyme:

[1] Seehandel, Handelsschifffahrt

Oberbegriffe:

[1] Handel

Unterbegriffe:

[1] Kauffahrteischiff, Kauffahrteiflotte, Kauffahrteiflagge

Beispiele:

[1] Matrosen, Seeleute, die alle im Schiffsdienst notwendigen Arbeiten besorgen. Die M. stehen auf Handelsschiffen unter dem Schiffsführer (Kapitän) und den Steuerleuten; die Kauffahrtei unterscheidet: vollbefahrene M., die durch längere Seefahrten allen seemännischen Arbeiten gewachsen sind und außer dem Splissen, Knoten etc. von Tauwerk das Steuern eines Schiffes, das Loten und Segelnähen, Bootsrudern und Bootssegeln verstehen müssen (Vollmatrosen); halbbefahrene M., auch Leichtmatrosen oder Jungmannen genannt, die noch nicht die gehörige Übung in diesen Arbeiten haben; unbefahrene M. oder Schiffsjungen, die zum erstenmal in See gehen und die Arbeiten erst erlernen müssen.[1]
[1] Und so verkehrt denn der Neger Afrika’s mit dem Berber, dieser mit dem Türken und Christen, der Perser mit dem Russen und Engländer, der Chinese mit Letzterem, der Lappe mit dem Schweden, der Däne mit Grönland, fast alle Kauffahrtei treibende Staaten Europa’s mit Nordamerika, Brasilien, dem Cap und den Antillen.[2]
[1] Der Ausschuss der Berufsgenossenschaft für Transport und Verkehrswirtschaft zur Festsetzung der seemännischen Durchschnittsheuern in der KAUFFAHRTEI hat in der Sitzung am 13. März 2015 neue Durchschnittsheuern für Seeleute in der Kauffahrtei (Abschnitt L der Beitragsübersicht) beschlossen.[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Deutsches Rechtswörterbuch „Kauffahrtei
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Kauffartei
[1] Joachim Heinrich Campe: Wörterbuch der deutschen Sprache. Zweiter Theil. F bis K, Braunschweig 1808 (Internet Archive), Seite 902, Stichwort „Kauffahrtei“
[1] Friedrich Kluge, bearbeitet von Walther Mitzka: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 21., unveränderte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 1975, ISBN 3-11-005709-3, DNB 821257900, Seite 360

Quellen:

  1. Matrosen in: Meyers Großes Konversations-Lexikon, Band 13. Leipzig 1908, S. 439–440
  2. Handel in: Damen Conversations Lexikon, Band 5. [o.O.] 1835, S. 154–156
  3. Durchschnittsheuern für Seeleute in der Kauffahrtei in: Bekanntmachungen 2015 der BG Verkehr