Karriereknick

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Karriereknick (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural 1 Plural 2

Nominativ der Karriereknick

die Karriereknicke die Karriereknicks

Genitiv des Karriereknickes
des Karriereknicks

der Karriereknicke der Karriereknicks

Dativ dem Karriereknick

den Karriereknicken den Karriereknicks

Akkusativ den Karriereknick

die Karriereknicke die Karriereknicks

Worttrennung:

Kar·ri·e·re·knick, Plural 1: Kar·ri·e·re·kni·cke, Plural 2: Kar·ri·e·re·knicks

Aussprache:

IPA: [kaˈʁi̯eːʁəˌknɪk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Karriereknick (Info)

Bedeutungen:

[1] Gebrauch des Plurals ist selten: Abschwung/Unterbrechung/Rückschlag in der beruflichen Laufbahn

Herkunft:

strukturell: Determinativkompositum aus den Substantiven Karriere und Knick

Beispiele:

[1] Wer sich gegen den Parteivorsitzenden stellt, muss mit einem Karriereknick rechnen.
[1] Die Geburt eines Kindes bedeutet in Deutschland für Frauen häufig einen Karriereknick.
[1] [Diskriminierung: Kaum Ärztinnen an der Spitze] […] Der Karriereknick kommt meistens, wenn die Familienplanung losgeht.[1]
[1] Fast alle Männer schuften dauerhaft Vollzeit. Auch jene, die gerne wegen ihrer Kinder früher das Büro verlassen würden. Doch sie fürchten einfach den Karriereknick.[2]
[1] Estevez […] erlitt im Verlaufe der 1990er Jahre als Erwachsener einen empfindlichen Karriereknick.[3]
[1] […] ausgerechnet „Black and Proud“, sein Signatursong, beschert James Brown einen Karriereknick.[4]
[1] [Aretha Franklin:] Nach einem Karriereknick ab Mitte der Siebziger katapultierte sie der Wechsel zum Label Arista wieder in alte Sphären des Erfolgs.[5]
[1] [Martin Schulz] hatte keine Lust, als einfacher Abgeordneter in Straßburg oder Brüssel zu versauern. Den möglichen Karriereknick vor Augen, organisierte Schulz rechtzeitig seinen Wechsel nach Berlin.[6]
[1] [2002 wurde Winona Ryder] wegen wiederholten Ladendiebstahls von Kleidern im Wert von 5000 US-Dollar zu einer Bewährungszeit von drei Jahren und einer Arbeitsauflage von 480 Stunden verurteilt. Der Vorfall verursachte einen Karriereknick.[7]
[1] „So spielt er wieder recht den Teufel und erzählt abgefeimt-ironisch seine Erfolgsstory, kleine und größere Niederlagen und Karriereknicke eingeschlossen.“[8]
[1] „Mit einem Schwips kommen Menschen auf komische Ideen. Sie wollen dem Kollegen endlich mal richtig die Meinung sagen - das kann zu fatalen Karriereknicks führen.“[9]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Verb: etwas bedeutet einen Karriereknick, einen Karriereknick erleiden, einen Karriereknick fürchten, einen Karriereknick hinnehmen, einen Karriereknick verursachen
[1] mit Adjektiv: drohender Karriereknick
[1] in Kombination: Angst vor einem Karriereknick

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Karriereknick
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalKarriereknick
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Karriereknick
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Karriereknick
[1] The Free Dictionary „Karriereknick
[1] Duden online „Karriereknick
[*] canoonet „Karriereknick
[*] Deutsche Welle, Deutsch lernen - Wort der Woche: Felix Forberg: Der Karriereknick. In: Deutsche Welle. 29. April 2016 (Text und Audio zum Download, Dauer: 01:42 mm:ss, URL, abgerufen am 27. September 2018).

Quellen:

  1. Jenny Witte: Diskriminierung: Kaum Ärztinnen an der Spitze. ndr.de, Norddeutscher Rundfunk, Anstalt des öffentlichen Rechts, Hamburg, Deutschland, 12. November 2013, abgerufen am 27. September 2018 (Deutsch).
  2. Alexander Hagelüken: IG-Metall-Forderung nach 28-Stunden-Woche – Von mehr Flexibilität profitieren alle. In: Deutschlandradio. 13. Januar 2018 (Deutschlandfunk Kultur / Berlin, Sendereihe: Kommentar, URL, abgerufen am 27. September 2018).
  3. Deutscher Wikipedia-Artikel „Emilio Estevez“ (Stabilversion)
  4. Klaus Walter: Biografie über James Brown – Das Bilderbuch des amerikanischen Traums. In: Deutschlandradio. 12. August 2017 (Deutschlandfunk / Köln, Sendereihe: Corso, URL, abgerufen am 27. September 2018).
  5. Julia Hitz: Soul-Legende – "Queen of Soul" Aretha Franklin ist tot. In: Deutsche Welle. 16. August 2018 (URL, abgerufen am 27. September 2018).
  6. Bernd Riegert: Europa – Abschied vom EU-Parlament: Schulz startet durch. In: Deutsche Welle. 14. Dezember 2016 (URL, abgerufen am 27. September 2018).
  7. Deutscher Wikipedia-Artikel „Winona Ryder“ (Stabilversion)
  8. Thomas Zenke: Luther, Goethe & IM „Sekretär“. In: Zeit Online. 11. November 1994, abgerufen am 27. September 2018.
  9. Rüdiger Klepsch: Hurra, wir haben Betriebsfeier!. In: Spiegel Online. 10. August 2012, abgerufen am 27. September 2018.