Kanzlei

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Kanzlei (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Kanzlei

die Kanzleien

Genitiv der Kanzlei

der Kanzleien

Dativ der Kanzlei

den Kanzleien

Akkusativ die Kanzlei

die Kanzleien

Worttrennung:
Kanz·lei, Plural: Kanz·lei·en

Aussprache:
IPA: [kant͡sˈlaɪ̯]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kanzlei (Info)
Reime: -aɪ̯

Bedeutungen:
[1] Büro, einer Behörde, eines Rechtsanwalts oder eines Notars

Herkunft:
mittelhochdeutsch: kanzelie; aus lateinisch: cancelli = Schranken; Bedeutung von mittellateinisch: cancellaria = „Schreibstube des Kanzlers“ übertragen [1][2]

Synonyme:
[1] Amtsräume, Anwaltsbüro, Behörde, Dienststelle, Notariat, Verwaltungsbehörde
schweizerisch: Office
umgangssprachlich: Kanzleistube
veraltet: Kanzellariat

Unterbegriffe:
[1] Advokaturskanzlei, Amtskanzlei, Anwaltskanzlei, Bundeskanzlei, Gemeindekanzlei, Gerichtskanzlei, Hofkanzlei, Immobilientreuhandkanzlei, Notariatskanzlei, Parteikanzlei, Realkanzlei, Rechtsanwaltskanzlei, Reichskanzlei, Rektoratskanzlei, Staatskanzlei, Treuhandkanzlei

Beispiele:
[1] Er betreibt seine Kanzlei gemeinsam mit zwei Kollegen.
[1] „Mitte der achtziger Jahre des 15. Jahrhunderts übernahm er als Protonotar die Leitung der städtischen Kanzlei in Erfurt.“[3]

Wortbildungen:
[1] Kanzleiausdruck, Kanzleibeamte, Kanzleibote, Kanzleibrauch, Kanzleideutsch, Kanzleidiener, Kanzleidirektor, Kanzleifeder, Kanzleigebühr, Kanzleiknecht, Kanzleileiter, Kanzleiordnung, Kanzleipapier, Kanzleisprache, Kanzleistil, Kanzleistube, Kanzleivorsteher

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Kanzlei
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Kanzlei
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kanzlei
[1] canoonet „Kanzlei
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKanzlei
[1] The Free Dictionary „Kanzlei
[1] Duden online „Kanzlei

Quellen:

  1. Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Herkunftswörterbuch. Etymologie der deutschen Sprache. In: Der Duden in zwölf Bänden. 4. Auflage. Band 7, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04074-2, Seite 388, Eintrag „Kanzel“.
  2. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742 Seite 467.
  3. Dem Vergessen entrissen!. Spätmittelalterliche Bücherschätze aus Duderstädter Sammlungen. Von Butterbriefen, Aderlass und Seelenheil. Herausgegeben im Auftrag der Propstei St. Cyriakus Duderstadt, der Stadt Duderstadt und des Heimatvereins Goldene Mark e.V. von Sandra Kästner, Frank-Joachim Stewing, Monika Suchan und Monika Tontsch; Auswahl und Texte Frank-Joachim Stewing. Mecke, Duderstadt 2018, ISBN 978-3-86944-184-9, Seite 18.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Kanzel