Kaland

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Kaland (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Kaland die Kalande
Genitiv des Kalands
des Kalandes
der Kalande
Dativ dem Kaland den Kalanden
Akkusativ den Kaland die Kalande

Worttrennung:

Ka·land, Plural: Ka·lan·de

Aussprache:

IPA: []
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kaland (Info)

Bedeutungen:

[1] historisch: mittelalterliche, ursprünglich religiös motivierte Gemeinschaft/Bruderschaft, der auch Geistliche angehörten, zur Abhaltung von Praktiken wie dem Gebet, deren Treffen sich im Laufe der Zeit aber zu Trinkgelagen und Ausschweifungen entwickelte
[2] historisch: Versammlung/Treffen von [1]
[3] historisch: Haus, in welchem [1] stattfand

Beispiele:

[1] „Die Kalande übten wohl nicht unwesentlichen Einfluß auf die Besetzung der geistlichen Pfründen und den Pfarrernachwuchs.“[1]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Kaland
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Kaland
[1–3] Johann Christoph Adelung: Grammatisch-kritisches Wörterbuch der Hochdeutschen Mundart mit beständiger Vergleichung der übrigen Mundarten, besonders aber der oberdeutschen. Zweyte, vermehrte und verbesserte Ausgabe. Leipzig 1793–1801 „Kaland
[1–3] D. Johann Georg Krünitz: Oekonomische Encyklopädie, oder allgemeines System der Staats- Stadt- Haus- und Landwirthschaft in alphabetischer Ordnung. 242 Bände, 1773–1858, Stichwort „Kaland“.

Quellen:

  1. Johannes Schultze: Die Prignitz. Aus der Geschichte einer märkischen Landschaft. In: Reinhold Olesch/Walter Schlesinger/Ludwig Erich Schmitt (Herausgeber): Mitteldeutsche Forschungen. 1. Auflage. Bd. 8, Böhlau Verlag, Köln/Graz 1956, Seite 163.