Kärnten

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Kärnten (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Kärnten
Genitiv (des Kärnten)
(des Kärntens)

Kärntens
Dativ (dem) Kärnten
Akkusativ (das) Kärnten
[1] geografische Lage Kärntens in Österreich

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Kärnten“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Kärn·ten, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈkɛʁntn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Kärnten (Österreich) (Info)
Reime: -ɛʁntn̩

Bedeutungen:

[1] ein Bundesland der Republik Österreich

Abkürzungen:

[1] Ktn.

Herkunft:

einer Theorie zufolge aus dem Keltischen kärn zu indoeuropäisch *(s)kar-o-nt „Gestein, steinige Gegend“, abgeleitet vom indoeuropäischen Wortstamm *(s)kar- „hart, hart sein“; Carontani „Karantanen“ wird durch den Geographen von Ravenna um 700 erwähnt; über Carantanum berichtete der langobardische Geschichtsschreiber Paulus Diaconus um 800[1]

Gegenwörter:

[1] Burgenland, Niederösterreich, Oberösterreich, Salzburg, Steiermark, Tirol, Vorarlberg, Wien

Oberbegriffe:

[1] Bundesland, Teilstaat

Unterbegriffe:

[1] Nordkärnten, Ostkärnten, Südkärnten, Westkärnten

Beispiele:

[1] Kärnten gilt als Land der Berge und Seen: 93 seiner Berggipfel sind über 3.000 Meter hoch, der Großglockner ist mit 3.798 Metern der höchste Berg Österreichs, die rund 1.270 Seen und anderen stehenden Gewässer haben durchwegs Trinkwasserqualität.[2]
[1] Dass die Welt noch in Ordnung ist, wenigstens hier im hintersten Winkel Kärntens, unterm mächtigsten Gletscher der Ostalpen, in greifbarer Nähe zum höchsten Berg Österreichs, merkt man vor allem an der Stille.[3]
[1] Dass die Küche einiges zu bieten hat, liegt auf der Hand, weil sich im Dreiländereck Spezialitäten aus Friaul, Slowenien und Kärnten vermischen.[4]
[1] Der Volksgruppenkonflikt in Kärnten reicht bis ins 19. Jahrhundert zurück.[5]
[1] Seine Heimatliebe äußert sich prosaisch: »Es gibt nur zwei Dinge, die man an Kärnten vermissen kann: die Berge und die Seen.«[6]
[1] Denn gerade das Kärnten des 16. Jahrhunderts hat die Anwendung der CCC lange Zeit trotz gewisser Konzessionen beharrlich abgelehnt.[7]

Wortbildungen:

[1] kärntisch, Kärntner

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Kärnten
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Kärnten
[1] canoo.net „Kärnten
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonKärnten
[1] The Free Dictionary „Kärnten

Quellen:

  1. Land Kärnten: Landesgeschichte, abgerufen am 14. November 2011.
  2. Land Kärnten: Geographie, abgerufen am 14. November 2011.
  3. Evelyn Finger: Vom Winter verweht. In: Zeit Online. Nummer 03, 11. Januar 2007, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 14. November 2011).
  4. Robert Benedikt: Sommerreich: Kärnten. In: DiePresse.com. 9. Mai 2008, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 14. November 2011).
  5. Martin Fritzl: Kärnten als Tummelplatz der Spione. In: DiePresse.com. 5. April 2010, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 14. November 2011).
  6. Stefan Schlögl: Leiden an Kärnten. In: Zeit Online. Nummer 42, 8. Oktober 2009, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 14. November 2011).
  7. Hermann Baltl: Die Kärntner Landgerichtsordnung von 1577. Repertorium digitaler Quellen zur österreichischen Rechtsgeschichte in der Frühen Neuzeit, 2014, abgerufen am 3. Oktober 2015 (Transkription Speer).