Italianismus

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Italianismus (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Italianismus die Italianismen
Genitiv des Italianismus der Italianismen
Dativ dem Italianismus den Italianismen
Akkusativ den Italianismus die Italianismen

Worttrennung:

Ita·li·a·nis·mus, Plural: Ita·li·a·nis·men

Aussprache:

IPA: [itali̯aˈnɪsmʊs]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Italianismus (Info)
Reime: -ɪsmʊs

Bedeutungen:

[1] Linguistik: ein Wort oder sonstiger sprachlicher Ausdruck der italienischen Sprache als Entlehnung (zum Beispiel als Fremd- oder Lehnwort) in einer anderen Sprache

Herkunft:

Ableitung zum Wortstamm Italian- (zum Beispiel in Italianist) mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -ismus.[1]

Gegenwörter:

[1] Anglizismus‎, Arabismus‎, Gallizismus, Gräzismus‎, Hebraismus, Hispanismus‎, Hungarismus‎, Japanismus, Jiddismus, Katalanismus‎, Latinismus, Sinismus‎, Slawismus‎, Turzismus

Oberbegriffe:

[1] Fremdwort/Lehnwort, Wort

Beispiele:

[1] Seit der Renaissance bereichern Italianismen wie Fresko, Pastell, Sgraffito, Secco und Tempera die deutsche Sprache.
[1] „Seine eigenhändig verfassten Texte sind durchweg Kastilisch, versetzt mit Italianismen und Lusitanismen.“[2]
[1] „Der Autor setzt Wörter aus allen Komponenten des Jiddischen ebenso wie eine Reihe Italianismen mit viel Sinn für Metrum und Konnotationen ein.“[3]
[1] „Man kann nun zusammenfassend feststellen, dass die Italianismen sich sowohl in ihrer historischen Entwicklung als auch in der Verteilung, die sich durch diesen Sprachwandelprozess ergibt, gesetzmäßig verhalten.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Italianismus
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Italianismus
[1] Duden online „Italianismus
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Italianismus“ auf wissen.de

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „Italianismus“.
  2. Pim den Boer u.a. (Herausgeber): Europäische Erinnerungsorte 3. Europa und die Welt. Oldenbourg Verlag, München 2012, ISBN 978-3-486-70822-6, Seite 71 (Zitiert nach Google Books, Google Books)
  3. Marion Aptroot, Roland Gruschka: Jiddisch. Geschichte und Kultur einer Weltsprache. Originalausgabe, C.H. Beck, München 2010, ISBN 978-3-406-52791-3, Seite 71
  4. Karl-Heinz Best: Italianismen im Deutschen. In: Göttinger Beiträge zur Sprachwissenschaft 13, 2006, 77–86, Zitat S. 85.