Irdenware

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Irdenware (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Irdenware

die Irdenwaren

Genitiv der Irdenware

der Irdenwaren

Dativ der Irdenware

den Irdenwaren

Akkusativ die Irdenware

die Irdenwaren

[1] Ravensburger Kachelofen aus bleiglasierter Irdenware

Worttrennung:

Ir·den·wa·re, Plural: Ir·den·wa·ren

Aussprache:

IPA: [ˈɪʁdn̩ˌvaːʁə]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] bei relativ niedriger Temperatur gebrannte, poröse Tonware

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus dem Adjektiv irden und dem Substantiv Ware

Synonyme:

[1] Irdengut, Steingut

Oberbegriffe:

[1] Keramik, Tonware

Unterbegriffe:

[1] Fayence, Römertopf

Teilbegriffe:

[1] Feldspat, Kalk, Ton

Beispiele:

[1] Die Irdenware ist ein weiterer typischer Vertreter silikatkeramischer Werkstoffe, zu denen auch das Steingut und die Töpferware zu zählen sind.[1]
[1] Irdenware hat farbigen, porösen, also wasserdurchlässigen Scherben.[2]
[1] Bis zur Entwicklung von Steinzeug und Porzellan wurde jahrtausendelang ausschließlich Irdenware hergestellt.[2]
[1] Die graue Irdenware verdrängte seit den ersten Jahrzehnten des 13. Jahrhunderts die ältere farbuneinheitliche Irdenware, zu der auch die spätslawische Keramik gehört.[3]
[1] Dieser Krug kopiert den Stil der berühmten Irdenware aus dem sächsischen Annaberg, die ihren Höhepunkt schon im 16. und 17. Jahrhundert hatte.[4]
[1] Es handelt sich um farbuneinheitliche Irdenware, also Keramiken, bei denen während des Brands noch nicht die Sauerstoffzufuhr geregelt wurde.[5]
[1] Für einen Teil der bemalten hellen Irdenwaren des 13. Jahrhunderts aus Horno – für die Grob- wie auch die Feinkeramik – ließ sich als Herstellungsort Neupetershain identifizieren. Damit kann erstmals bemalte Irdenware in Brandenburg einem konkreten lokalen Hersteller zugegeordnet werden.[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] bemalte, bleiglasierte, farbuneinheitliche, gelbe, glasierte, graue, helle, weiße Irdenware

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Irdenware
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Irdenware
[1] canoonet „Irdenware
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch „Irdenware
[1] The Free Dictionary „Irdenware
[1] Duden online „Irdenware

Quellen:

  1. Andreas Kalweit, Christof Paul, Sascha Peters, Reiner Wallbaum: Handbuch für Technisches Produktdesign. Material und Fertigung, Entscheidungsgrundlagen für Designer und Ingenieure. 2. Auflage. Springer, 2011, ISBN 9783642026423, Seite 154 (zitiert nach Google Books).
  2. 2,0 2,1 Keramikgattungen und ihre Herstellung in Oberösterreich. www.ooegeschichte.at, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  3. Heinz-Dieter Heimann, Klaus Neitmann, Uwe Tresp (Herausgeber): Die Nieder- und Oberlausitz: Mittelalter. Lukas Verlag, 2013, Seite 294 (zitiert nach Google Books).
  4. Pseudo-Annaberg-Krug: Zum Kopieren schön. Bayrischer Rundfunk, 22. Dezember 2012, abgerufen am 13. Dezember 2017.
  5. 5,0 5,1 Jens Henker, Thorsten Schifer: Neutronenaktivierungsanalyse an mittelalterlicher Keramik aus Horno. Universität Heidelberg, Seite 144, 157, abgerufen am 13. Dezember 2017.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

Anagramme: wardieren