Inkasso

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Inkasso (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural 1 Plural 2
Nominativ das Inkasso die Inkassos die Inkassi
Genitiv des Inkassos der Inkassos der Inkassi
Dativ dem Inkasso den Inkassos den Inkassi
Akkusativ das Inkasso die Inkassos die Inkassi

Anmerkung:

Laut Duden ist in Österreich ausschließlich die Pluralform »Inkassi« gebräuchlich.[1][2]

Worttrennung:

In·kas·so, Plural 1: In·kas·sos, Plural 2: In·kas·si

Aussprache:

IPA: [ˌɪnˈkaso]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] Bankwesen; Finanzwesen: das Eintreiben, der Einzug von fälligen Geldforderungen (bei Banken, Behörden, Betrieben)
[2] Gastronomie, Österreich: Einkassierung

Herkunft:

Entlehnung aus gleichbedeutend italienisch incasso → it, das seinerseits ein Deverbativ zu incassare → it = einkassieren, „Geld einziehen“ ist; dieses ist ein Erbwort aus den mittellateinischen Formen incassare → la, incapsare → la = „in einen Heiligenschrein aufnehmen“; letzteres ist eine Ableitung zu capsa → la = Behältnis; vergleiche »Kassa«[1][2]

Gegenwörter:

[1] Exkasso

Beispiele:

[1] Das anwaltliche Inkasso unterscheidet sich grundsätzlich vom Inkasso durch Inkassounternehmen.
[1] Die Kosten des Inkassos durch das Inkassounternehmen stellen als Verzugsschaden die Inkassokosten dar und sind vom Schuldner zu erstatten.

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] zum Inkasso
[2] mit Inkasso

Wortbildungen:

[1] inkassobevollmächtigt, Inkassobüro, Inkassoindossament, Inkassoprovision, Inkassoverfahren

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Inkasso
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Inkasso
[(1, 2)] Duden online „Inkasso
[*] canoo.net „Inkasso
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonInkasso
[1] The Free Dictionary „Inkasso
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 881
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 625
[2] Ulrich Ammon et al. (Herausgeber): Variantenwörterbuch des Deutschen. Die Standardsprache in Österreich, der Schweiz und Deutschland sowie in Liechtenstein, Luxemburg, Ostbelgien und Südtirol. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2004, ISBN 978-3-11-016574-6, DNB 972128115, Seite 366

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 625
  2. 2,0 2,1 Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 881