Idealsprache

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Idealsprache (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Idealsprache

die Idealsprachen

Genitiv der Idealsprache

der Idealsprachen

Dativ der Idealsprache

den Idealsprachen

Akkusativ die Idealsprache

die Idealsprachen

Worttrennung:

Ide·al·spra·che, Plural: Ide·al·spra·chen

Aussprache:

IPA: [ideˈaːlˌʃpʁaːxə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Idealsprache (Info)
Reime: -aːlʃpʁaːxə

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Sprache, die von Unregelmäßigkeiten und Widersprüchlichkeiten frei ist

Herkunft:

Determinativkompositum aus ideal und Sprache

Synonyme:

[1] ideale Sprache

Oberbegriffe:

[1] Sprache

Beispiele:

[1] „Auch Freges Hoffnung, mit einer Idealsprache die sprachbedingten ‚Täuschungen‘ aufzudecken und die ‚Herrschaft des Wortes über den menschlichen Geist‘ zu brechen…, schließlich Wittgensteins Aufforderung, die ‚Verhexung unsres Verstandes durch die Mittel unserer Sprache‘, mittels der Philosophie zu bekämpfen…, liegen auf der Linie von Francis Bacons Warnungen von 1620 (und später der Mitglieder der naturwissenschaftlichen Royal Society), eine unpräzise Sprache behindere das Denken und verführe die Menschen zu verstiegenen Disputen und Hirngespinsten…“[1]
[1] „Damit wird die Widerspruchsfreiheit der leitende Gesichtspunkt bei der Überführung der für wissenschaftliche Zwecke unexakten Gebrauchssprache in eine als Wissenschaftssprache geeignete Idealsprache, obwohl dieser Grund allein durchaus nicht zum Aufbau einer formalen Sprache verpflichtet, die der in ihr verwirklichten Kalkülisierung einer inhaltlichen Theorie wegen zusätzlich noch der Forderung nachkommt, die Semantik einer Sprache möglichst vollständig in ihrer Syntax zu repräsentieren.“[2]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Idealsprache
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Idealsprache
[1] Helmut Glück (Hrsg.), unter Mitarbeit von Friederike Schmöe: Metzler Lexikon Sprache. Dritte, neubearbeitete Auflage, Stichwort: „Idealsprache“. Metzler, Stuttgart/ Weimar 2005. ISBN 978-3-476-02056-7.

Quellen:

  1. Andreas Gardt: Geschichte der Sprachwissenschaft in Deutschland vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert. de Gruyter, Berlin/New York 1999, Seite 324. ISBN 3-11-015788-8
  2. Kuno Lorenz: Sprachphilosophie. In: Lexikon der germanistischen Linguistik. 2., vollständig neu bearbeitete und erweiterte Auflage. Hrsg. v. Hans Peter Althaus, Helmut Henne, Herbert Ernst Wiegand. Niemeyer, Tübingen 1980, Seite 1-28; Zitat Seite 20. ISBN 3-484-10389-2. Idealsprache im Original gesperrt..