Hinterbrühl

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Hinterbrühl (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular 1 Singular 2

Plural

Nominativ die Hinterbrühl (das) Hinterbrühl

Genitiv der Hinterbrühl (des Hinterbrühl)
(des Hinterbrühls)

Hinterbrühls

Dativ der Hinterbrühl (dem) Hinterbrühl

Akkusativ die Hinterbrühl (das) Hinterbrühl

[1] der Lindenbaum Franz Schuberts bei der Höldrichsmühle in Hinterbrühl

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

„Hinterbrühl“ kann sowohl feminines als auch neutrales Genus haben. Der Artikel wird bei „Hinterbrühl“ als Femininum stets gebraucht, bei „Hinterbrühl“ als Neutrum nur dann, wenn „Hinterbrühl“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ausdrücke wie „in der Hinterbrühl“ beziehen sich eigentlich auf die enge Klamm des Mödlingbaches. Es kommt jedoch häufig vor, dass das weibliche Genus als „pars pro toto“ für den Ort verwendet wird.

Worttrennung:

Hin·ter·brühl, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈhintɐˌbʁyːl][1]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] niederösterreichische Marktgemeinde südwestlich von Wien

Abkürzungen:

[1] Postleitzahl: A-2371, A-2393 (Sparbach)

Herkunft:

Die Bezeichnung Brühl oder Brül bezeichnete früher eine „sumpfige, mit Büschen bestandene Wiese“.[2] 1182 wurde ein „Gerungus de průle“ als erster namentlich bekannter Hinterbrühler urkundlich erwähnt. Die Erhebung zur Marktgemeinde erfolgte 1963.[3] Der derzeit gültige Ortsname Hinterbrühl ist durch Landesgesetz mit Wirksamkeit vom 1. Januar 2015 festgelegt.[4]

Oberbegriffe:

[1] Marktgemeinde

Holonyme:

[1] Bezirk Mödling, Niederösterreich

Teilbegriffe:

[2] Katastralgemeinden: Hinterbrühl, Sparbach, Weißenbach bei Mödling

Beispiele:

[1] Im Westen führt eine Straßenverbindung durch die Vorderbrühl, die früher ein eigener Ort war, in die Hinterbrühl.[5]
[1] Im Jahr 1957 gründete Hermann Gmeiner in der niederösterreichischen Gemeinde Hinterbrühl das SOS-Kinderdorf Hinterbrühl.[6]
[1] Hinterbrühls Seegrotte ist ein einmaliges Naturschauspiel.[7]
[1] Die Marktgemeinde Hinterbrühl veranstaltet einen Fotowettbewerb unter dem Motto „Schönste Ortsbilder Hinterbrühls“.[8]
[1] Es habe gelegentlich in der Hinterbrühl Senkungen gegeben, die auf darunterliegende Hohlräume hinweisen, aber lediglich kleinere Fälle.[9]
[1] Insgesamt stehen dir in der Region Hinterbrühl 55 abwechslungsreiche Wanderungen zur Auswahl.[10]
[1] „Der Haupttheil des Hinterbrühls liegt am Abhange des Halterkogels an den Ufern des Medlinger- oder Altbaches, etwas tiefer im Thale.“[11]

Wortbildungen:

Adjektiv: Hinterbrühler
Substantiv: HinterbrühlerHinterbrühlerin

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Hinterbrühl
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalHinterbrühl
[1] Wikivoyage-Eintrag „Hinterbrühl

Quellen:

  1. Rudolf Muhr: Österreichisches Aussprachewörterbuch, österreichische Aussprachedatenbank (Adaba). Peter Lang; Internationaler Verlag der Wissenschaften, Frankfurt am Main 2007, ISBN 978-3-631-55414-2, DNB 986461431, Seite 239.
  2. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Brül
  3. Hinterbrühler Geschichte. Marktgemeinde Hinterbrühl, abgerufen am 1. Juli 2018.
  4. Gliederung des Landes Niederösterreich in Gemeinden. Bundeskanzleramt (AT), abgerufen am 1. Juli 2018.
  5. Wikipedia-Artikel „Mödling“ (Stabilversion).
  6. SOS-Kinderdorf Hinterbrühl. SOS Kinderdorf, abgerufen am 1. Juli 2018.
  7. Hinterbrühl: Europas größte Unterseewelt. In: NÖN.at. 4. Januar 2018 (Online, abgerufen am 1. Juli 2018).
  8. Aufruf Fotowettbewerb „Schönste Ortsbilder Hinterbrühls“. Marktgemeinde Hinterbrühl, abgerufen am 1. Juli 2018.
  9. Gaby Schätzle-Edelbauer: Vorsichtsmaßnahme: Warnung in Hinterbrühl! Bausperre fast im gesamten Ort. In: NÖN.at. 8. Februar 2017 (Online, abgerufen am 1. Juli 2018).
  10. Wanderungen in Hinterbrühl. www.outdooractive.com, abgerufen am 1. Juli 2018.
  11. Adolf Schmidl: Wien's Umgebungen. Mit einem Plane, einer Karte und zwei Tafeln. Dritter Band, Carl Gerold, Wien 1839, Seite 309 (Zitiert nach Google Books)