Heteronym

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Heteronym (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Heteronym die Heteronyme
Genitiv des Heteronyms der Heteronyme
Dativ dem Heteronym den Heteronymen
Akkusativ das Heteronym die Heteronyme

Worttrennung:

He·te·r·o·nym, Plural: :He·te·r·o·ny·me

Aussprache:

IPA: [heteʁoˈnyːm]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Heteronym (Info)
Reime: -yːm

Bedeutungen:

[1] Linguistik: Wörter des gleichen Sachbereichs, aber verschiedenen Wortstammes und verwandter Bedeutung, zum Beispiel Vater/Mutter/Kind; Januar/Februar/…
[2] Linguistik: Wörter verschiedener Sprachen bzw. Mundarten mit gleicher Bedeutung, zum Beispiel Sonnabend/Samstag, Porree/Lauch; mensa/table/Tisch; cheval/horse/Pferd

Oberbegriffe:

[1, 2] Bedeutungsbeziehung

Beispiele:

[1] Heteronyme gehören zum gleichen Wortfeld.
[2] „Unter Heteronymen verstehen wir Dubletten mit identischer Bedeutung, die jedoch aus verschiedenen regionalen Varietäten stammen.“[1]
[2] „Obwohl die Distinktion von Synonym als systemimanenter und Heteronym als systemtranszendenter Erscheinung einen Fortschritt darstellt, betrifft sie nicht die Voraussetzung der Sememidentität als solche, die in partiellem Widerspruch zu den Möglichkeiten des onomasiologischen Verfahrens steht.“[2]

Wortbildungen:

Heteronymie

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1, 2] Wikipedia-Artikel „Heteronym
[1, 2] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort: „Heteronym“

Quellen:

  1. Thea Schippan: Lexikologie der deutschen Gegenwartssprache. Niemeyer, Tübingen 1992, S. 12f. ISBN 3-484-73002-1.
  2. Oskar Reichmann: Germanistische Lexikologie, Zweite, vollständig umgearbeitete Auflage von »Deutsche Wortforschung«. Metzler, Stuttgart 1976, ISBN 3-476-12082-1, Seite 80.