Groden

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Groden (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Groden

die Groden

Genitiv des Grodens

der Groden

Dativ dem Groden

den Groden

Akkusativ den Groden

die Groden

Worttrennung:
Gro·den, Plural: Gro·den

Aussprache:
IPA: [ˈɡʁoːdn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Groden (Info)
Reime: -oːdn̩

Bedeutungen:
[1] veraltet: angeschwemmtes Neuland vor dem Deich, manchmal auch: versandende Teile eines Flusses hinter dem Deich

Herkunft:
mittelhochdeutsch gruot „das Grünen, das grün sein“,[1][2] von germanisch *grōan „grünen, gedeihen“[3]
von groien wachsen[4]

Sinnverwandte Wörter:
[1] Butenland, Koog, Polder, Sand, Vorland, Würp

Unterbegriffe:
[1] Andelgroden, Quendelgroden
[1] Außengroden, Augustgroden, Ellensergroden

Beispiele:
[1] „Die Groden der Leybucht werden durch das Nordertief in 2 Theile getheilt; gehören daher theils zum Amte Norden, theils zu Greetsiel. Nördlich vom Tief sind seit 1551 6 Groden, südlich seit 1604 9 Groden entstanden.“[5]
[1] „Die Kosten der Eindeichung dieser drei Groden werden etwa 140,000 Rthlr. betragen.“[6]
[1] „Ist ein solcher Anwachs noch sehr neu weich und niedrig, daß er erst anfänget zu begrünen, so heisset er ein junger Anwachs, Quendelgroden. Hingegen, wenn er schon hoch und feste mit Gras oder Andel bewachsen ist, ein Groden, Andelgroden.“ (1770)[7]

Wortbildungen:
Groden-Deich, Grod-Richter

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Groden
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGroden

Quellen:

  1. Lexer: Mittelhochdeutsches Handwörterbuch „gruot
  2. Benecke/Müller/Zarncke: Mittelhochdeutsches Wörterbuch „gruot
  3. Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Groden
  4. Oeconomische Encyclopädie, oder allgemeines System der Staats-Stadt, Band 20, Johann Georg Krünitz. Abgerufen am 18. Dezember 2017.
  5. Beschreibung des Königreichs Hannover, Band 4, Heinrich Daniel Andreas Sonne. Abgerufen am 18. Dezember 2017.
  6. Handbuch einer historisch-statistisch-geographischen Beschreibung, Band 1. Abgerufen am 18. Dezember 2017.
  7. Practische Anleitung zum Deich- Siel- und Schlengen-Bau, Band 1, Johann Wilhelm Anton Hunrichs. Abgerufen am 18. Dezember 2017.