Granat

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Granat (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Granat

die Granate

Genitiv des Granates
des Granats

der Granate

Dativ dem Granat
dem Granate

den Granaten

Akkusativ den Granat

die Granate

Worttrennung:
Gra·nat, Plural: Gra·na·te

Aussprache:
IPA: [ɡʁaˈnaːt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Granat (Info)
Reime: -aːt

Bedeutungen:
[1] kleine Garnele der Nordsee
[2] Oberbegriff für eine Gruppe von künstlich hergestellten Mineralien, die sich optisch, physikalisch und chemisch ähnlich sind, wie Pyrop, Almandin, Spessartin, Grossular, Andradit, Uwarowit, Goldmanit, Hydrogrossular, Calderit, Knorringit und Skiagit.
[3] österreichisch (umgangssprachlich, Wiener Gaunersprache): Betrüger, Falschspieler
[4] Kurzbezeichnung für Granatapfel und Granatapfelbaum

Herkunft:
aus dem Niederdeutschen entlehnt, das auf flämisch grenat zurückgeht[1] von lateinisch granatus (körnig) → la

Synonyme:
[1] Krabbe, Nordseegarnele
[2] Granatoid
[3] (österreichisch): Strizzi, Unterweltler

Gegenwörter:
[2] Diamant, blauer Saphir, Tansanit, gelber Citrin, Topas, grüner Peridot, Smaragd, violetter Diamant, Amethyst, Strass, Zirkonia, Rubin, roter Spinell, roter Topas, Turmalin, Hessonit, Andalusit, Dioptas, Chromdiopsid, Vesuvian, Smaragd, Titanit, Demantoid, Chrysoberyll[2]
[3] (österreichisch): Kieberer

Oberbegriffe:
[1] Meerestier
[2] Mineral
[3] Krimineller
[4] Pflanze

Beispiele:
[1] „Abends wurden Krabben ausgepult, die Granat hießen.“[3]
[2] „Ob es sich bei einem Mineral um einen Granat handelt oder eine Verwechslung vorliegt, lässt sich mittels der mineraleigenen Eigenschaften bzw. Bestimmung der Zusammensetzung, bspw. via Atomabsorptionsspektometrie klären.“[2]
[3] Was ist ein Granat? Im gaunersprachlichen Sinn haben wir es mit einem Unterweltler zu tun, der unter Seinesgleichen über ein hohes Ansehen verfügt. Der Vergleich mit einem früher weit verbreiteten Halbedelstein soll dies zum Ausdruck bringen.
[3] Im „Granatentanz“ erfahren wir auch, was einen erfolgreichen Strizzi ausmacht. ,,Wer a Granat wui sei, / der derf si ned genieren, / der muas käulen nausgeh, / derf ned die Schneid verlieren ...‘ Er muss also fortwährend unredliche Geschafte anleiern, kleine Gaunereien begehen.[4]
[4] „Für Pflanzen der Gattung Granatapfel (lat. Punica granatum) gehören zwei Arten von Pflanzen aus der Familie der Granat.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:
[2] Yttrium-Aluminium-Granat

Wortbildungen:
Granatapfel, Granatapfelbaum, Granatbaum, Granatblüte, Granatkern, Granatsaft, Granatschale, Granatentanz, Granatsplitter

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Granat (Begriffsklärung)
[4] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Granat
[*] canoonet „Granat
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGranat
[*] The Free Dictionary „Granat
[2, 3] Duden online „Granat

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 7. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2011, ISBN 978-3-411-05507-4, Stichwort: „1Granat“.
  2. 2,0 2,1 Granatoid, YAG und Granat, der keiner ist, steine und minerale.de. Abgerufen am 25. Mai 2019.
  3. Gerhard Henschel: Kindheitsroman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, ISBN 3-455-03171-4, Seite 143.
  4. Robert Sedlaczek: Wiener Wortgeschichten. Haymon Verlag, 2012, ISBN 978-3-709-97538-1 Google Books
  5. Zimmerpflanze Granaten, Altarta. Abgerufen am 25. Mai 2019.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Granate, Granit
Anagramme: Antrag, Garant