Gottscheeber

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Gottscheeber (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Gottscheeber

die Gottscheeber

Genitiv des Gottscheebers

der Gottscheeber

Dativ dem Gottscheeber

den Gottscheebern

Akkusativ den Gottscheeber

die Gottscheeber

Worttrennung:

Gott·schee·ber, Plural: Gott·schee·ber

Aussprache:

IPA: [ˈɡɔtʃeːbɐ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] ein Bewohner der ehemaligen deutschen Sprachinsel Gottschee

Herkunft:

von dem Toponym Gottschee

Beispiele:

[1] „Da gab es die sogenannten „Gottscheeber", die aus einer deutschsprachigen Enklave Krams im heutigen Slowenien stammten und mit „welschen Früchten" und Süßwaren handelten.“[1]
[1] „Wie aber sollte man da über primitive Methoden hinaus den Anschluss an den modernen Standard empirischer Forschung gewinnen, da man in stundenlangen Fußmärschen zur nächsten Bahnstation wanderte und von dort aus in überfüllten, ungeheizten, fensterlosen Zügen zwischen Kassel, Borken und Korbach pendelnd, den „pädagogischen Bauchladen" zum jeweiligen Kundenkreis trug wie die Gottscheeber […]“[2]
[1] „Der Vater sei gebürtiger Gottscheeber, dort in Gottschee sei auch seine Mutter begraben.“[3]
[1] Die Gottscheeber pflegten lange Zeit deutsches Liedgut und Brauchtum.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Der Neue Herder. In 2 Bänden. Herder Verlag, Freiburg 1949, Band 1, Spalte 1447, Eintrag „Gottschee“, dort: „Gottscheeber“

Quellen:

  1. Werner T. Bauer, Jörg Klauber: Die Wiener Märkte: 100 Märkte, von Naschmarkt bis Flohmarkt : mit einer umfassenden Geschichte des Marktwesens in Wien, ISBN 3854391625, Seite 50
  2. Ferdinand Seibt (Herausgeber): 1986, Eugen Lemberg 1903-1976, Band 5 von Lebensbilder zur Geschichte der böhmischen Länder, ISBN 3486511319, Seite 251
  3. Peter Rosegger, Heimgarten, Band 30, 1906, Seite 142