Gedöns

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Gedöns (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Gedöns
Genitiv des Gedöns
des Gedönses
Dativ dem Gedöns
dem Gedönse
Akkusativ das Gedöns

Worttrennung:

Ge·döns, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ɡəˈdøːns]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Gedöns (Info)

Bedeutungen:

[1] umgangssprachlich, pejorativ: unnötiger Aufwand, übertriebenes Getue
[2] umgangssprachlich, pejorativ: unnötige Gegenstände, Kram

Herkunft:

Entlehnt aus dem Niederdeutschen Gedööns ‚Gerede, Gewese, Zeug‘, Entsprechung zu veraltetem Gedens(e) ‚schleppender Zug, Treck, Gezerre, Handgemenge‘, zu mittelhochdeutsch gedense ‚Herumziehen; Hin- und Herzerren‘, zu dinsen ‚ziehen, schleppen‘ gebildet.[1][2] Weitere siehe gedunsen.

Synonyme:

[1] Affektiertheit, Aufheben, Brimborium, Getöse, Getue, Gewese, Gehabe, Gespreiztheit, Geziere, Mache, Manieriertheit, Überfeinerung, Gerappel
[2] Firlefanz, Plunder, Schnickschnack

Beispiele:

[1] Mach doch nicht so’n Gedöns!
[2] Räum jetzt erst mal das ganze Gedöns hier weg!
[2] „Auf dem Dachboden stand bald noch mehr Plunder und Gedöns rum als im Keller.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[(1)] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Gedöns“.
[(1)] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Gedens“.
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Gedöns
[*] canoo.net „Gedöns
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonGedöns
[(1)] The Free Dictionary „Gedöns
[(1), 2] Duden online „Gedöns

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Gedöns“, Seite 337.
  2. Wolfgang Pfeifer et al.: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 8. Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 2005, ISBN 3-423-32511-9, Stichwort: „Gedöns“.
  3. Gerhard Henschel: Kindheitsroman. Hoffmann und Campe, Hamburg 2004, ISBN 3-455-03171-4, Seite 482.