Galindien

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Galindien (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Galindien
Genitiv (des Galindien)
(des Galindiens)

Galindiens
Dativ (dem) Galindien
Akkusativ (das) Galindien
[1] Karte mit dem Gebiet Galinden

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Galindien“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Nebenformen:

Galinden, Galindo (1231), Galanda (1254), Golentz (1255), Galendia (1267)

Worttrennung:

Ga·lin·di·en, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ɡaˈlɪndi̯ən]
Hörbeispiele:
Reime: -ɪndi̯ən

Bedeutungen:

[1] historische Landschaft in Ostmitteleuropa

Abkürzungen:

[1] Gal.

Herkunft:

von prußisch gallintwey „die am Ende wohnen“[1]

Oberbegriffe:

[1] Region

Beispiele:

[1] Nach einer von der ermeländischen Geistlichkeit etwa zehn bis zwanzig Jahre später aufgenommenen Zeugenaussage erstreckte sich die Landschaft Galindien von Berting bis Polen, von Gunlauken bis Polen, von Barten bis zum Fluß Narew und bis Sudauen, […][2]
[1] Noch unbestimmter ist die südliche Gränze, wo Warmien an Galindien stieß.[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] in Galindien arbeiten, in Galindien aufhalten, in Galindien aufwachsen, Galindien besuchen/besichtigen, durch Galindien fahren, über Galindien fahren/fliegen, in Galindien geboren sein, nach Galindien kommen, in Galindien leben, nach Galindien reisen/auswandern/einwandern/emigrieren/umsiedeln, aus Galindien stammen, in Galindien verweilen, in Galindien wohnen, nach Galindien zurückkehren, aus Galindien sein

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Galindien

Quellen:

  1. Gerullis, Georg: Die altpreußischen Ortsnamen, Berlin, Leipzig 1922, S. 35
  2. M. Toeppen, Geschichte Masurens, ein Beitrag zur preußischen Landes- und Kulturgeschichte (1870), Seite 3
  3. Johannes Voigt, Geschichte Preussens: von den ältesten Zeiten bis zum Untergange der Herrschaft des deutschen Ordens, 1. Band (1827), Seiten 488