Funkloch

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Funkloch (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ das Funkloch

die Funklöcher

Genitiv des Funkloches
des Funklochs

der Funklöcher

Dativ dem Funkloch
dem Funkloche

den Funklöchern

Akkusativ das Funkloch

die Funklöcher

Worttrennung:

Funk·loch, Plural: Funk·lö·cher

Aussprache:

IPA: [ˈfʊŋkˌlɔx]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Funkloch (Info)

Bedeutungen:

[1] Gegend, in der Funksignale nicht empfangen werden können

Herkunft:

Determinativkompositum aus Funk (oder dem Stamm des Verbs funken) und Loch

Sinnverwandte Wörter:

[1] Funkschatten

Oberbegriffe:

[1] Gebiet

Beispiele:

[1] In einem Funkloch ist kein Handyempfang möglich.
[1] „Viele, die mit Auto oder mit der Bahn in Bayern unterwegs sind, kennen das: Plötzlich ist das Handynetz weg – Funkloch.[1]
[1] „Der Ort, wo die Berggänger wegen eines Sturms feststeckten, befindet sich in einem Funkloch. Die Alpinisten konnten somit keine Hilfe anfordern.“[2]
[1] „Die Zone ist ein staatlich verordnetes Funkloch von der Größe Nordrhein-Westfalens.“[3]
[1] „Rinnen in der Nordeifel steckt in einem Funkloch: Die Dorfbewohner müssen manchmal sogar auf den Friedhof gehen, um telefonieren zu können.“[4]
[1] „Computer-Experte Marko Bagic rät LTE-Kunden, bereits bei Erhalt des Routers und des LTE-Sticks zu testen, ob sie eventuell in einem Funkloch stecken.“[5]
[1] „Bei der Funklochmeldestelle im Saarland sind bislang rund 2700 Meldungen über mögliche Funklöcher eingegangen.“[6]
[1] „Warum gibt es Funklöcher? […] 'Man müsste sehr dicht Antennen über das Land verteilen, um Funklöcher vollständig zu vermeiden', sagt Nachrichtenübertragungstechnik-Professor Stephan Pachnicke von der Uni Kiel. 'Es ist natürlich dann erstmal die Frage, wie viele Leute von einem Funkloch betroffen sind und ob es sich ökonomisch lohnt, dort einen Funkmast aufzubauen'.“[7]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] in Kombination: durch ein Funkloch fahren, durch ein Funkloch unterbrochen werden, etwas (beispielsweise ein Dorf, ein Haus) liegt in einem Funkloch, in einem Funkloch nicht erreichbar sein, in einem Funkloch stecken, in einem Funkloch verschwinden, sich in einem Funkloch aufhalten, sich in einem Funkloch befinden

Wortbildungen:

[1] Funklochrepublik, Funkloch-App

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Funkloch
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Funkloch
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalFunkloch
[*] Online-Wortschatz-Informationssystem Deutsch – elexiko „Funkloch
[*] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Funkloch
[1] wissen.de – Artikel „Funkloch

Quellen:

  1. Das Funkloch im Ebersberger Forst. In: Bayerischer Rundfunk. 31. August 2018 (URL, abgerufen am 14. Dezember 2018).
  2. Sechs Tote bei Bergdrama - Keine Hilferufe möglich wegen eines Funklochs. In: Schweizer Radio und Fernsehen. 1. Mai 2018 (URL, abgerufen am 14. Dezember 2018).
  3. http://www.spiegel.de/netzwelt/netzpolitik/groesstes-funkloch-der-usa-kein-radio-fernsehen-internet-handy-a-953119.html
  4. Video: Vorsicht Funkloch. In: Bayerischer Rundfunk. 16. Oktober 2018 (DasErste.de, ARD-Mittagsmagazin, Text und Video, verfügbar wegen des deutschen Telemediengesetzes i. V. m. dem Rundfunkstaatsvertrag nur bis 26.10.2019, URL, abgerufen am 14. Dezember 2018).
  5. http://www.zdf.de/volle-kanne/trotz-lte-im-funkloch-drahtloser-internetzugang-mit-tuecken-28118048.html
  6. Axel Wagner: Rund 2700 Funklöcher gemeldet. In: Saarländischer Rundfunk. 27. November 2018 (URL, abgerufen am 14. Dezember 2018).
  7. Daniel Kummetz: Warum es Funklöcher in Schleswig-Holstein gibt. In: Norddeutscher Rundfunk. 4. Dezember 2018 (URL, abgerufen am 14. Dezember 2018).