Fremdheit

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Fremdheit (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Fremdheit
Genitiv der Fremdheit
Dativ der Fremdheit
Akkusativ die Fremdheit

Worttrennung:

Fremd·heit, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈfʁɛmthaɪ̯t]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Fremdheit (Info)

Bedeutungen:

[1] Zustand mangelnder Vertrautheit

Herkunft:

Ableitung vom Adjektiv fremd mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -heit

Synonyme:

[1] Unvertrautheit

Gegenwörter:

[1] Vertrautheit

Beispiele:

[1] „Am nächsten Tag schlenderten wir nach allen Richtungen durch die breiten, geraden, ebenen Straßen und genossen den Reiz der Fremdheit einer Stadt von fünfzehntausend Einwohnern, in der keine Herumlungerer zu sehen waren und in der es weder Trunkenbolde oder Rabauken gab.“[1]
[1] „Andererseits bewahren etwa Angloromanismen ihre Fremdheit in erster Linie deshalb, weil sie fremden Wortbildungsmustern folgen (…).“[2]
[1] „Die Fremdheit von Prinz Dido wird hier so inszeniert, wie das Publikum sie gerne hätte.“[3]
[1] „Die anfängliche Fremdheit war schnell verflogen.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Fremdheit
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Fremdheit
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalFremdheit
[1] The Free Dictionary „Fremdheit
[1] Duden online „Fremdheit

Quellen:

  1. Mark Twain: Durch dick und dünn. Insel, Frankfurt/Main 1985, Seite 103. ISBN 3-485-32531-X. Das englische Original Roughing It ist 1872 zuerst erschienen.
  2. Peter Eisenberg: Das Fremdwort im Deutschen. 2., überarbeitete Auflage. de Gruyter, Berlin/New York 2012, ISBN 978-3-11-028841-4, Seite 365.
  3. Albert Gouaffo: Wissens- und Kulturtransfer im kolonialen Kontext. Das Beispiel Kamerun - Deutschland (1884 - 1919). Königshausen & Neumann, Würzburg 2007, ISBN 978-3-8260-3754-2, Seite 211.
  4. Mechtild Borrmann: Grenzgänger. Die Geschichte einer verlorenen deutschen Kindheit. Roman. Droemer, München 2019, ISBN 978-3-426-30608-6, Seite 208.