Flussdenken

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Flussdenken (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, n[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ das Flussdenken
Genitiv des Flussdenkens
Dativ dem Flussdenken
Akkusativ das Flussdenken

Nicht mehr gültige Schreibweisen:

Flußdenken

Worttrennung:

Fluss·den·ken, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈflʊsˌdɛŋkn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Flussdenken (Info)

Bedeutungen:

[1] Logistik: durchgängige Betrachtung des Güter- und Informationsflusses in der gesamten Kette zwischen Lieferant, Unternehmen und Kunde

Beispiele:

[1] „Das Flussdenken zielt darauf ab, den Güter- und Informationsfluss zwischen Lieferant und Abnehmer nicht zu unterbrechen, weil ungeplante Unterbrechungen Kosten durch Umschlagoperationen sowie Bestandskosten durch Lagern und Verlängerung der Durchlaufzeiten verursachen.“[1]
[1] „Das Flussdenken als Ausprägung des Systemdenkens betont die Dimension der Zeit gegenüber der Dimension der Kapazität im Logistiksystem.“[2]
[1] „Gerade durch das wachsende Flussdenken und die Prozessorientierung führt die Koordination zu starkem Zuspruch, was zwangsläufig zu einer stärkeren Betrachtung der Schnittstellen führt.“[3]
[1] Das Flussdenken macht einen Teil des Systemdenkens der Logistik aus, ist alleine aber nicht ausreichend wirksam, da bei Gesamtkostenbetrachtungen in vernetzten Systemen Bestände insgesamt gesehen durchaus wirtschaftlicher sein können als der Aufbau anderer Bestandteile der Logistikkosten.[4]
[1] Damit ist eine Funktion angesprochen, die dem System- und Flussdenken der Logistik entspricht (Klaus & Kille, 2006. S. 27).[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1]

Quellen:

  1. Rüdiger Wenzel, Georg Fischer, Gerhard Metze, Ilonka Metze, Peter S. Nieß, Kerstin Sander: Industriebetriebslehre: Das Management des Produktionsbetriebs. Fachbuchverlag Leipzig, München 2001, ISBN 3-446-21343-0, Grundlagen der Logistik, Seite 207, DNB 962702234 (Google Books, abgerufen am 19. April 2013)
  2. Hans-Christian Pfohl: Logistiksysteme: betriebswirtschaftliche Grundlagen. 8. Auflage. Springer, Berlin, Heidelberg 2010, ISBN 978-3-642-04161-7, Seite 29, DNB 995946949 (Google Books, abgerufen am 19. April 2013)
  3. Alexander Kleinert: Analyse der quantitativen Nutzenpotenziale des Einsatzes der RFID-Technologie zur logistischen Steuerung. Grin Verlag, München 2005, ISBN 978-3-656-03584-8, Seite 12 (Google Books, abgerufen am 19. April 2013)
  4. Frank Straube: E-logistik: Ganzheitliches Logistikmanagement. Springer Verlag, Berlin 2004, ISBN 3-540-20869-0, Seite 30
  5. Falk Werner Raschke: Regionale Wettbewerbsvorteile: Identifikation, Analyse und Management von Clustern am Beispiel der Logistik im Rhein-Main-Gebiet. 1. Auflage. Gabler, Wiesbaden 2009, ISBN 978-3-8349-1726-3, Seite 40