Flugscham

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Flugscham (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Flugscham

Genitiv der Flugscham

Dativ der Flugscham

Akkusativ die Flugscham

Worttrennung:

Flug·scham

Aussprache:

IPA: [ˈfluːkˌʃaːm]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Flugscham (Info)

Bedeutungen:

[1] Ökologie: Empfinden der Reue / etwas Falsches zu tun bei Benutzung eines Flugzeugs, ausgelöst durch das Bewusstsein der negativen Folgen für die Umwelt

Herkunft:

Determinativkompositum (Zusammensetzung) aus den Substantiven Flug und Scham
Das Wort ist ein Neologismus der späten 2010er Jahre

Oberbegriffe:

[1] Scham

Beispiele:

[1] Flugscham ist das neue Rauchen.
[1] »"Flugscham", das ist das schlechte Gewissen mit dem Flugzeug zu verreisen, obwohl es der Umwelt schadet.«[1]
[1] „Barcelona, Berlin und Bari sind alles Orte, die du mit dem Zug erreichen kannst – ganz ohne Flugscham.“[2]
[1] „»Flugscham - das ist auch etwas, worüber wir viel reden,« meint Sara. Aber ansonsten führten sie doch ein ganz normales Leben.“[3]
[1] „Heute, in Zeiten des Klimawandels, besteigt man mit einem eher unguten Gefühl einen Flieger. Dieses Gefühl hat jetzt sogar einen Namen bekommen: die Flugscham.[4]
[1] „Ins Flugzeug steigen und in den Urlaub fliegen - geht das noch ohne schlechtes Gewissen? Mittlerweile ist von "Flugscham" die Rede, abgeleitet vom schwedischen Wort "Flygskam".“[5]
[1] „[SUVs] brauchen zu viel Platz und zu viel Sprit. Von einer SUV-Scham haben wir ich allerdings im Gegensatz zur Flugscham noch nicht gehört.“[6] [Anmerkung: der Autor konnte sich nicht für ein Subjekt entscheiden: 'wir' oder 'ich', aber nicht beides; 'haben' deutet darauf hin, dass 'wir' gewollt war.]
[1] „Der Begriff Flugscham ist taufrisch in unserem Wortschatz. Aber wie sieht es in der Realität aus: Gibt es Leute, die aus Scham aufs Fliegen verzichten? Wie hoch ist die CO2-Bilanz des Fliegens?“[7]
[1] „Flugscham begleitet viele Reisende in die Sommerferien. Auf eine Flugreise verzichten wollen aber die wenigsten. Immer mehr Leute kaufen deshalb eine CO2-Kompensation.“[8]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[*] Wikipedia-Suchergebnisse für „Flugscham

Quellen:

  1. Flugscham: Sollen wir am Boden bleiben?. In: Radio Bremen. 17. Juni 2019 (Interview mit Ralf Fücks, URL, abgerufen am 10. Oktober 2019).
  2. Larissa Sterchi: Ökologische Badeferien - Schluss mit Flugscham!. In: Schweizer Radio und Fernsehen. 27. Juni 2019 (URL, abgerufen am 10. Oktober 2019).
  3. Christian Stichler: CO2-Steuer in Schweden – Wenn der Lkw mit Sägemehl fährt. In: Norddeutscher Rundfunk. 6. Oktober 2019 (auf: tagesschau.de, URL, abgerufen am 10. Oktober 2019).
  4. Florian Schroeder: Ab in den Urlaub - Ohne Flugscham?. In: Norddeutscher Rundfunk. 10. Juli 2019 (URL, abgerufen am 10. Oktober 2019).
  5. Auf in die Osterferien – Sollten wir besser aufs Fliegen verzichten?. In: Bayerischer Rundfunk. 12. April 2019 (URL, abgerufen am 10. Oktober 2019).
  6. Lou Astors Frage der Woche – Warum fahren sie einen SUV?. In: Bayerischer Rundfunk. 14. September 2019 (URL, abgerufen am 10. Oktober 2019).
  7. Dürfen wir noch fliegen?. In: Mitteldeutscher Rundfunk. 27. Juni 2019 (URL, abgerufen am 10. Oktober 2019).
  8. Rahel Walser: Flugscham fliegt mit - Immer mehr Flugpassagiere kompensieren ihren CO2-Ausstoss. In: Schweizer Radio und Fernsehen. 16. Juli 2019 (URL, abgerufen am 10. Oktober 2019).