Eminenz

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Eminenz (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Eminenz die Eminenzen
Genitiv der Eminenz der Eminenzen
Dativ der Eminenz den Eminenzen
Akkusativ die Eminenz die Eminenzen
[1] Seine Eminenz John Cardinal Onaiekan

Worttrennung:

Emi·nenz, Plural: Emi·nen·zen

Aussprache:

IPA: [emiˈnɛnt͡s]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Eminenz (Info)
Reime: -ɛnt͡s

Bedeutungen:

[1] Würdentitel und protokollarische Anrede der Kardinäle der römisch-katholischen Kirche und altorientalischer Bischöfe; Anrede als Seine Eminenz
[2] metonymisch: eine solche Person, also ungefähr: Kardinal

Abkürzungen:

[1] E., Em., Emn.

Herkunft:

im 16. Jahrhundert von gleichbedeutend lateinisch ēminentia → la („Hoheit“) entlehnt, dem Substantiv zu ēminēre → la („herausragen“)[1]

Oberbegriffe:

[1] Würdentitel
[2] Geistlicher

Beispiele:

[1] Seine Eminenz Walter Kardinal Kasper bekam den Ehrendoktor verliehen.
[1] „Seine Eminenz speiste allein mit mir und gab sich betont gütig; ich legte die größte Befriedigung an den Tag, denn meine Eigenliebe war stärker als mein Kummer und erlaubte mir nicht, den Beobachtern den geringsten Grund zur Annahme zu geben, ich sei in Ungnade gefallen.“[2]
[2] „Dann fing der Papst an, die Zeremonie der liturgischen Gebete zu halten, an denen einige der Eminenzen und Exzellenzen teilnahmen, Papst Schenouda hielt ein Wort zum Trost unter den Tränen des Volkes, Männer und Frauen.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1/2] graue Eminenz

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Eminenz
[1, 2] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Eminenz
[1, 2] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalEminenz
[1, 2] The Free Dictionary „Eminenz

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „eminent“
  2. Giacomo Casanova: Geschichte meines Lebens, herausgegeben von Erich Loos, Band 1. Propyläen, Berlin 1985 (Neuausgabe) (übersetzt von Heinz von Sauter), Seite 374.
  3. kopten.at