Ehrenbreitsteiner

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Ehrenbreitsteiner (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Ehrenbreitsteiner

die Ehrenbreitsteiner

Genitiv des Ehrenbreitsteiners

der Ehrenbreitsteiner

Dativ dem Ehrenbreitsteiner

den Ehrenbreitsteinern

Akkusativ den Ehrenbreitsteiner

die Ehrenbreitsteiner

[2] Flaschenetikett eines Weines der Rebsorte „Ehrenbreitsteiner“ von 2009

Worttrennung:

Eh·ren·breit·stei·ner, Plural: Eh·ren·breit·stei·ner

Aussprache:

IPA: [eːʁənˈbʁaɪ̯tʃtaɪ̯nɐ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] ein Einwohner des heutigen Koblenzer Stadtteils Ehrenbreitstein
[2] Weinbau: eine relativ junge Weißweinrebsorte, die aus den Sorten Ehrenfelser und Reichensteiner in der Forschungsanstalt Geisenheim gezüchtet wurde

Herkunft:

Ableitung zum Adjektiv Ehrenbreitsteiner durch Konversion, das selbst eine Ableitung zu Ehrenbreitstein mit dem Derivatem (Ableitungsmorphem) -er ist

Beispiele:

[1] „Große Bestürzung herrschte in Ehrenbreitstein, als der Plan zur Verlegung der Residenz zur Gewißheit wurde. Wußten doch die Ehrenbreitsteiner, daß sie mit diesem Tage all der mit der glanzvollen Hofhaltung verbundenen Vorteile verlustig gingen, deren Koblenz sich in Zukunft erfreuen würde.“[1]
[1] „[…] Einer, der sich energisch dagegen wehrte und die Ehrenbreitsteiner mobil machte: Der Hofbuchdrucker Johann Nikolaus Krabben, in dessen Betrieb das Ehrenbreitsteiner Blatt gedruckt wurde. Er schrieb, es müsse doch wohl möglich sein, neben dem Regierungsblatt „in Ehrenbreitstein ein Intelligenzblatt“ erscheinen zu lassen. Viele Nachrichten aus Wiesbaden seien für die Ehrenbreitsteiner ohne Interesse.“[2]
[1] „La Roche's Projekt, das selbstverständlich von den Koblenzern ebenso freudig begrüßt wurde, wie die Ehrenbreitsteiner es verwünschten, stieß bei den Landständen des Obererzstiftes auf den energischsten Widerstand.“[3]
[1] „Fast um mich Kleingläubige endgültig davon zu überzeugen, daß die Ehrenbreitsteiner nicht nur ihren Beethoven[4], sondern auch ihre Sophie kennen, nennt er mir noch als heißen Tip den Schuster, der sich ganz genau auskennen soll.“[5]
[1] „Wenn die Ehrenbreitsteiner, also die »Dähler«, auf eins besonders stolz sein können, dann ist es das kulturelle Leben, für das sie mit Herz und Hand und vielen guten Ideen immer von sich reden machen.“[6]
[2] Ehrenbreitsteiner wird auch in unmittelbarer Nähe der Festung Ehrenbreitstein an den Hängen des Mühlentals auf dem Ehrenbreitsteiner Kreuzberg, angebaut.

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[2] Wikipedia-Artikel „Ehrenbreitsteiner
[2] Forschungsanstalt Geisenheim: Artikel Ehrenbreitsteiner
[2] Walter Hillebrand, Heinz Lott, Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten, 13. Auflage 2003, ISBN 392115653X, Seite 266 „Ehrenbreitstein“

Quellen:

  1. Hans Bellinghausen (Herausgeber): 2000 Jahre Koblenz. Geschichte der Stadt an Rhein und Mosel. Boldt, Boppard am Rhein 1973, ISBN 3-7646-1571-0, Seite 196
  2. Helmut Kampmann: Koblenzer Presse-Chronik: 80 Zeitungen aus drei Jahrhunderten, 1988 (Mittelrheinverlag), ISBN 392518001X, Seite 69
  3. Johann Rudolf Asmus: G. M. de la Roche, 1899
  4. Beethovens Mutter stammte aus Ehrenbreitstein.
  5. Emma: das Magazin von Frauen für Menschen: Band 1981;Band 1981, 1984 (Emma Verlag)
  6. Willi K. Michels, Gustav Ferrari: Ehrenbreitstein. Dähler Rückblicke und Ausblicke. Geschichten und Geschichtchen. Druckerei Harald Wiegand, Ehrenbreitstein ohne Jahr (2003), S. 56.

Adjektiv[Bearbeiten]

Positiv Komparativ Superlativ
Ehrenbreitsteiner

Worttrennung:

Eh·ren·breit·stei·ner, keine Steigerung

Aussprache:

IPA: [eːʁənˈbʁaɪ̯tʃtaɪ̯nɐ]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] aus Ehrenbreitstein kommend oder stammend, Ehrenbreitstein betreffend

Beispiele:

[1] „Unbedenklich schien ihm eine Vereinigung der Ehrenbreitsteiner Kammerbehörde mit dem Kammerkollegium in Weilburg zu sein.“[1]
[1] „Das „Ehrenbreitsteiner Gesangbuch" erschien 1818 zum ersten Mal und erlebte bis 1846 mindestens 18 weitere Auflagen; […]“[2]
[1] „Der Frieden von Lunéville im Jahre 1801 machte den Rhein zur Grenze zwischen Frankreich und Deutschland. Er entschied auch das Schicksals des Ehrenbreitsteins. […] Die Festung Ehrenbreitstein wurde in die Luft gesprengt, […]. Doch gelang es den Ehrenbreitsteiner Bürgern, die Zerstörung der übrigen kurfürstlichen Gebäude zu verhindern.“[3]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] die Ehrenbreitsteiner Bürger, der Ehrenbreitsteiner Dichterkreis, das Ehrenbreitsteiner Gebetbuch, der Ehrenbreitsteiner Hof
[1] Ehrenbreitsteiner Kreuzberg (eine Weinlage)

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1]

Quellen:

  1. Eckhardt Treichel: Der Primat der Bürokratie, Band 31 von Frankfurter historische Abhandlungen, 1991 (Steiner), ISBN 3515054464, Seite 48
  2. Universität Trier. Theologische Fakultät, Johannes Gutenberg-Universität. Katholisch-Theologische Fakultät, Bischöfliches Priesterseminar zu Trier: Trierer theologische Zeitschrift: Band 103, 1994 (Paulinus Verlag)
  3. Hans Bellinghausen (Herausgeber): 2000 Jahre Koblenz. Geschichte der Stadt an Rhein und Mosel. Boldt, Boppard am Rhein 1973, ISBN 3-7646-1571-0, Seite 212 f.