Drahtzieher

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Drahtzieher (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Drahtzieher die Drahtzieher
Genitiv des Drahtziehers der Drahtzieher
Dativ dem Drahtzieher den Drahtziehern
Akkusativ den Drahtzieher die Drahtzieher

Worttrennung:

Draht·zie·her, Plural: Draht·zie·her

Aussprache:

IPA: [ˈdʀaːtˌʦiːɐ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Drahtzieher (Info)

Bedeutungen:

[1] jemand, der aus Metall mit Hilfe von Ziehmaschinen Draht herstellt
[2] übertragen, abwertend: jemand, der im Hintergrund Entscheidungen trifft und (oft ungesetzliche) Aktionen plant, aber nicht als Verantwortlicher zu erkennen ist

Herkunft:

Das Wort ist mit der Bedeutung „Drahthersteller“ seit dem 14. Jahrhundert, mit der Bedeutung „geheimer Lenker politischer Aktionen“ seit dem 18. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[2] Strippenzieher, Hintermann

Weibliche Wortformen:

[1, 2] Drahtzieherin

Unterbegriffe:

[2] Putsch-Drahtzieher, Terror-Drahtzieher

Beispiele:

[1]
[2] Die Schmuggler wurden an der Grenze verhaftet, aber die Drahtzieher wird man nicht zu fassen bekommen.
[2] Die mutmaßlichen Drahtzieher des Anschlags vermuten die Sicherheitsbehörden in den Reihen der Aufständischen.
[2] „Auch alle anderen Drahtzieher des Staatsstreichs in der jungen Republik Kongo kamen ungeschoren davon.“[2]
[2] „Bald gab es in der Presse Spekulationen über die tatsächlichen Drahtzieher beim Abgang Glogowskis.“[3]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 2] Wikipedia-Artikel „Drahtzieher
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Drahtzieher
[2] canoo.net „Drahtzieher
[2] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDrahtzieher
[2] The Free Dictionary „Drahtzieher

Quellen:

  1. Wolfgang Pfeifer [Leitung]: Etymologisches Wörterbuch des Deutschen. 2. durchgesehene und erweiterte Auflage. Deutscher Taschenbuch Verlag, München 1993, ISBN 3-423-03358-4, Stichwort „Draht“.
  2. Andreas Wassermann: Der Märtyrer. In: SPIEGEL GESCHICHTE. Nummer Heft 1, 2016, Seite 123-125, Zitat Seite 125.
  3. Lutz Hachmeister: Hannover. Ein deutsches Machtzentrum. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2016, ISBN 978-3-421-04705-2, Seite 167.