Dröppelminna

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Dröppelminna (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Dröppelminna die Dröppelminnas
Genitiv der Dröppelminna der Dröppelminnas
Dativ der Dröppelminna den Dröppelminnas
Akkusativ die Dröppelminna die Dröppelminnas
[1] eine Dröppelminna

Worttrennung:

Dröp·pel·min·na, Plural: Dröp·pel·min·nas

Aussprache:

IPA: [ˈdʁœpl̩ˌmɪna]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Dröppelminna (Info)

Bedeutungen:

[1] Kaffeekanne mit zwei Henkeln, drei Füßen und einem Ausfluss/Ventil/Zapfhahn, meist aus Zinn- oder Messingblech

Synonyme:

[1] Dröppelmina, Kranenkanne

Beispiele:

[1] Meine Großmutter hat mir diese schöne Dröppelminna vererbt.
[1] Wir benutzen unsere Dröppelminna zur sonntäglichen Kaffeetafel.
[1] Bei unserer Dröppelminna verstopft manchmal das Ventil, dann müssen wir sie reinigen.
[1]  Zur Bergischen Kaffeetafel gehören:
Kaffee, traditionell aus einer Dröppelminna - einer dreibeinigen zinnernen Kaffeekanne - kredenzt
Hefeblatz oder Rosinenstuten
[1]
[1] „Die dreibeinige, große Dröppelminna ist rundbäuchig. Rechts und links wurde jeweils ein Griff angelötet.“[2]
[1] „Der Tisch war gedeckt mit feinstem Porzellan und in der Mitte stand eine große Kaffeekanne aus glänzendem Zinn: die Dröppelminna.[3]
[1] „Als vor ein paar Tagen eine wort- und gestenreiche Auseinandersetzung der Müllers darin mündete, dass sie ihm wutentbrannt die zinnerne Dröppelminna vor die Füße schmetterte, hätte mir klar sein können, dass es nun aus ist mit den Gemeinsamkeiten nebenan.“[4]
[1] „Den Namen Dröppelminna hat diese originelle Haushaltsutensilie der Tatsache zu verdanken, dass das Zapfhähnchen aufgrund seiner einfachen Konstruktion leicht verstopft und infolgedessen zum Tropfen (Dröppeln) neigt.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Adjektiv: alte / altmodische / geerbte / häßliche / schöne / vererbte / zinnerne Dröppelminna
[1] mit Verb: eine Dröppelminna befüllen / kaufen / putzen / reinigen / reparieren / verkaufen / wienern
[1] eine Tasse unter eine Dröppelminna stellen

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Kranenkanne“ (dort auch: Dröppelminna)
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege (public) „Dröppelminna
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalDröppelminna
[1] Deutsche Welle, Deutsch lernen - Wort der Woche: Hanna Grimm: Die Dröppelminna. In: Deutsche Welle. 15. Oktober 2021 (Text und Audio zum Download, Dauer: 01:34 mm:ss, URL, abgerufen am 30. Oktober 2021).

Quellen:

  1. Bergische Kaffeetafel (Bergisches Land). In: Westdeutscher Rundfunk. 6. Juli 2017 (URL, abgerufen am 30. Oktober 2021).
  2. Dröppelminna des Beckumer Zinngießermeisters Johann Heinrich Barckhaus. Abgerufen am 30. Oktober 2021.
  3. Willem van Schie: Tot am Tisch. ein Museumskrimi. BoD, 2021, ISBN 9783752629149, Seite 14 (Zitiert nach Google Books)
  4. Gabriele Wiggen-Jux: Ein Todesfall und andere Missgeschicke. Principal Verlag, 2013, ISBN 9783899691665, Seite 64 (Zitiert nach Google Books)
  5. Lothar Bendel: Deutsche Regionalküche von A-Z. Anaconda Verlag, 2013, ISBN 9783730690420, Seite 102 (Zitiert nach Google Books)