Diwan

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

Diwan (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Diwan

die Diwane

Genitiv des Diwans

der Diwane

Dativ dem Diwan

den Diwanen

Akkusativ den Diwan

die Diwane

Alternative Schreibweisen:

Divan

Worttrennung:

Di·wan, Plural: Di·wa·ne

Aussprache:

IPA: [ˈdiːvaːn]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Diwan (Info)
Reime: -iːvaːn

Bedeutungen:

[1] Register von Schriftstücken staatlicher oder wirtschaftlicher Art in der islamischen Verwaltung
[2] historisch: kann für Ratsversammlung, Kanzlei, Gerichtshof, Empfangsraum des Herrschers stehen oder auch in der osmanischen Türkei den Staatsrat meinen
[3] davon abgeleitet ist im europäischen Raum: die zur Einrichtung der betreffenden Räume gehörenden niedrigen Polsterbänke an der Wand

Herkunft:

Aus dem Französischen divan, Italienischen divano, welches wiederum aus dem Türkischen divan und dem Persischen dīwān, was Schreib- und Amtszimmer bedeutet, entlehnt wurde[1]

Beispiele:

[1]
[2]
[3] „Im abgedunkelten Bibliothekszimmer meines verstorbenen Vaters - in den Kriegsnächten - beschwor er sie in improvisierten Gespensternoveletten, während geisterhaft Rainer Maria Rilke ihm vom Diwan durch sein Lorgnon zusah.“[2]
[3] „Es gab einen riesigen Diwan, auf dem wir vier uns in einer gemeinsamen Umarmung zusammenkuschelten.“[3]
[3] „Ich falle auf einen Diwan nieder und schaue mir die Augen blind.“[4]

Wortbildungen:

[3] Diwandecke

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1–3] Wikipedia-Artikel „Diwan
[3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Diwan
[3] canoonet „Diwan
[2, 3] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalDiwan
[3] The Free Dictionary „Diwan

Quellen:

  1. Duden online „Diwan
  2. Walter Mehring: Die verlorene Bibliothek. Autobiographie einer Kultur. Heyne, München 1972, Seite 148 (Deutsche Erstausgabe 1952)
  3. Henry Miller: Sexus. Rowohlt, Reinbek 1974, ISBN 3-498-09282-0, Seite 104.
  4. Knut Hamsun: Im Märchenland. Rütten & Loening, Berlin 1990 (übersetzt von Cläre Greverus Mjoën, Gertrud Ingeborg Klett), ISBN 3-352-00299-1, Seite 315. Norwegisches Original 1903.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Ciwan