Diskussion:Tacheles reden

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Beim Tacheles Reden steht m.E. nicht die eigene Meinung im Vordergrund, sondern die unverschleierte (harte, unangenehme, unumgängliche) Qualität und Bedingung eines Sachverhalts, die man durch seine Rede schonungslos zum Ausdruck bringt, ja instrumentalisiert - etwa in einer Verhandlung. Es geht eben gerade nicht nur um die Meinung, (die diskutierbar wäre) sondern um die knallharte Realität, welche eine Aktion, ein Opfer etc. erfordert. Nicht alle Rede ist Meinung, sie kann auch Warnung und Forderung sein unter der Androhung von Ungemach. Man kann zwar sagen, dass alldem eine Interpretation der Bedingungen einer spezifischen Situation vorhergegangen sein muss, die jemanden zu einer bestimmten drastischen Meinung bringt. Ja, aber die R e d e d a n n, das Tacheles Reden, konfrontiert den Adressaten dann eben mit den selbigen spezifischen, situativen Bedingungen.