Diskussion:Sasse

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Zur Navigation springen Zur Suche springen

andere Bedeutungen[Bearbeiten]

Laut WP bedeutet das Wort auch:

- -sche (ansprechen) 00:17, 31. Mär. 2011 (MESZ)

andere Zitate[Bearbeiten]

  • alte, mundartliche oder mundartnahe Schreibweise von Sachse:
    • [...] dat ich der Sassen recht kreinkede. Hir antworde ich to, ich were ein Sasse geboren und en welde Sassen nicht schenden, [...][1]
    • Recht unde Unrecht der Sassen: Rechtsgeschichte Niedersachsens[2]
  •  ?:
    • [...] hat der Herausgeber des Sprachschatzes der Sassen den Moorraach zu wiederholten Malen in Pommern, [...][3]
  • selten: ein im pr(e)ußischen Lande Sassen geborener / lebender Mensch:
    • Dass aber längs der Weichsel von Danzig ab bis nach dem jetzigen Polen hinein eine andere Völkerschaft Vesten und Niederlassungen inne hatte, welche sich ganz unzweifelhaft als Sitze von Dänen und Jüten, vielleicht Gothen, nachweisen lassen — dass ferner der Löbauer Kreis von einer, wie es scheint, germanischen Völkerschaft, den Sassen, bewohnt war und weiterhin im Süden der Provinz Masovier sassen, so dass für einen exclusiv Pruzischen Stamm — wenn man einen solchen durchaus als einen besonderen behaupten will, was sich schwer durchführen lässt — nur das Land zwischen Drewenz und Pregel etwa übrig bleibt.[4]
  •  ?:
    • [...] so lange der Kanser jeder Gemeinheit die Wahl ihrer Urthels[f/s]inder oder Schöpfen liesse a), ein Sasse den Richter nicht sonderlich fürchten dürfe. [...] Ein Sasse lasse sich durch Ehre und ein Christ durch Liebe verbinden.[5]
    • Unter ihm stand der Graf, ein Sasse. Der Vogt hielt das Maal, Geding, Ding, Gericht, mit Zuziehung und nach dem Ausspruche der Dingleute, welche er, seiner Pflicht gemäß, bei Findung der Urtheils, um ihre Meinung zu befragen hatte, das er alsdann bekannt machte und vollstrecken ließ.[6]
    • Lucifer: So soll ein Fremdling doch hier oben herrschen und / Ein Wurm das Scepter führen! Und soll vor fremden Wichten / Ein Sasse weichen und ein Mensch den Thron errichten / Noch über Gott![7]
  •  ? — vll. „jemand, der sitzt“? (in der Redewendung der Wein ist kein Sueve, sondern ein Sasse):
    • Drum heißt es überhaupt: der Wein ist kein Sueve, sondern ein Sasse; er liebt nicht das Gehen, Umherschweifen, sondern das Sitzen seiner Verehrer.[8]

Quellen:

  1. Johannes Klenkok (zwischen 1310 und 1374), Zitat nach Christopher Ocker, Johannes Klenkok, Transactions of the American Philosophical Society, 83. Band, 5. Teil (1993), Seite 52
  2. Titel eines Buches von Karl Kroeschell (2005)
  3. Heinrich Berghaus, Der Sprachschatz der Sassen: ein Wörterbuch der Plattdeütschen Mundarten, 2. Band (1883), Seite 625
  4. Gottesidee und Cultus bei den alten Preussen (1870), Seite 73
  5. Justus Möser, Osnabrückische Geschichte, 1. Teil, neue Auflage (1780), Seiten 220 und 224
  6. Leonhard Wächter, Historischer Nachlaß, herausgegeben von Wurm, 1. Band (1838), Seiten 42–43
  7. Joost van den Vondel, Lucifer: Trauerspiel in fünf Acten, aus dem Holländischen übersetzt von Ferd. Grimmelt (1868), Seite 67
  8. Herman Schrader, Das Trinken in mehr als fünfhundert Gleichnissen und Redensarten (1890), Seite 78

- -sche (ansprechen) 00:17, 31. Mär. 2011 (MESZ)