Depesche

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Depesche (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Depesche die Depeschen
Genitiv der Depesche der Depeschen
Dativ der Depesche den Depeschen
Akkusativ die Depesche die Depeschen

Worttrennung:

De·pe·sche, Plural: De·pe·schen

Aussprache:

IPA: [deˈpɛʃə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Depesche (Info)
Reime: -ɛʃə

Bedeutungen:

[1] besonders schnell übermittelter Text

Herkunft:

im 17. Jahrhundert von französisch dépêche → fr „Eilnachricht“ entlehnt.[1]

Sinnverwandte Wörter:

[1] Eilnachricht, Funkspruch, Kabel, Telegramm, Eilmeldung

Oberbegriffe:

[1] Text

Beispiele:

[1] „Ein ehemaliger Nordhäuser Schauspieler - durch eine Depesche benachrichtigt - empfing meine Kollegen in München am Bahnhof und hatte schon Zimmer für sie belegt.“[2]
[1] „Als er sein Zelt erreichte, blickte er flüchtig auf die wenigen Depeschen, die sich in seiner Abwesenheit angesammelt hatten.“[3]
[1] „Der Wärter bringt mir eine Depesche, ein Reichstagsabgeordneter telegraphiert, daß die Amnestie beschlossen sei.“[4]
[1] „Am denkwürdigen 13. Juli 1870 überbrachte der französische Kaiser Napoleon III. dem preußischen König die berühmte Depesche durch den französischen Botschafter Vincent Graf von Benedetti auf der Promenade in Bad Ems, wo dieser zur Kur weilte.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

Emser Depesche

Wortbildungen:

depeschieren

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Wikipedia-Artikel „Depesche
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Depesche
[1] canoo.net „Depesche
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonDepesche

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „kochem“, Seite 190.
  2. Joachim Ringelnatz: Mit der »Flasche« auf Reisen.. In: Joachim Ringelnatz: Vermischte Schriften. Diogenes, Zürich 1994, ISBN 3-257-06045-9 (Der Text erschien erstmals im Jahr 1932), Zitat: Seite 286.
  3. Norman Mailer: Die Nackten und die Toten. Deutscher Bücherbund, Stuttgart/Hamburg ohne Jahr, Seite 555.
  4. Ernst Toller: Eine Jugend in Deutschland. Reclam, Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-018688-6, Seite 232. Erstauflage 1933.
  5. Ortwin Reich: Fort Konstantin und Koblenzer Kartause. Fölbach, Koblenz 2015, ISBN 978-3-95638-406-6, Seite 100f.