Commonsense

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Siehe auch:

Commonsense (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Commonsense

Genitiv des Commonsense

Dativ dem Commonsense

Akkusativ den Commonsense

Worttrennung:

Com·mon·sense, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˌkɔmənˈsɛns],[1][2] [ˈkɔmənˌsɛns][1]
Hörbeispiele:

Bedeutungen:

[1] bildungssprachlich: normaler, klarer Verstand; rationales Urteilsvermögen; Verständnis für das Gemeinwohl

Beispiele:

[1] „Beatty, Reid, und die uͤbrigen Freunde des Gemeinſinnes (Commonſenſe), die wider den Biſchof zu Felde gezogen ſind, laſſen ſich dieſe Spitzfindigkeiten nicht irren, und trauen keiner Spekulation, die den geſunden Menſchenverſtand wider ſich hat.“[3]
[1] „Der Commonsense des Autors wirkt erfrischend auf problemsüchtige Europäergemüter.“[4]
[1] „Am Ende siegen bei der Jury Commonsense, Qualitätsgefühl und Intuition, ein untrügliches, wenn auch nicht präzise benennbares Gespür für das Aroma des Europäischen in dem jeweiligen Werk setzt sich maßstäblich durch, sei es die Faszination für kulturelle Mischungen, sei es die Wahrnehmung der Gegenwärtigkeit von Geschichte, sei es die poetische Reflexion beim Erzählen über die Möglichkeiten von Erzählbarkeit.“[5]
[1] „Denn Kant war ein seriöser Mann, der Vernunft mit Commonsense und die Philosophie mit den Wissenschaften verbündete.“[6]
[1] „Freimüllers Biografie legt den Schwerpunkt auf Mitscherlichs enormen publizistischen Erfolg seit Mitte der Sechzigerjahre. Er zeigt, wie gerade dieser in der Nachkriegsgesellschaft einen demokratischen Commonsense stiften konnte, der seine letzte Legitimation in den psychischen Tiefen des mündigen Bürgers fand.“[7]
[1] „Der Commonsense ging davon aus, dass der Raubtierkapitalismus des späten 19. und frühen 20. Jahrhunderts mit wachsendem Reifegrad nach Stabilisierung verlangte und eine homogenisierte, fordistische Arbeiterklasse hervorbrachte.“[8]
[1] „Letzte Instanz ist ihr Gewissen. Was das für ein komplexes Organ ist; wie es gefüttert werden muss durch Bildung und Reflexion; wie es sich auf «harte» Faktoren wie Regeln und Gesetze stützen kann; wie es aber auch «weiche» braucht wie Fairness und Commonsense; wie es erschüttert wird durch private Verletzungen.“[9]

Alle weiteren Informationen zu diesem Begriff befinden sich im Eintrag Common Sense.
Ergänzungen sollten daher auch nur dort vorgenommen werden.

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Common Sense, Commonsense
[1] The Free Dictionary „Commonsense, Common Sense
[1] Duden online „Common Sense, Commonsense
[1] wissen.de – Wörterbuch „Commonsense, auch Common Sense
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Commonsense, auch Common Sense“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Commonsense
[1] PONS – Deutsche Rechtschreibung „Commonsense, Common Sense
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalCommonsense
[1] Renate Wahrig-Burfeind (Herausgeber): Wahrig, Fremdwörterlexikon. 4. Auflage. Bertelsmann Lexikon-Verlag, Gütersloh/München 2001, ISBN 978-3-577-10603-0, Stichwort »Commonsense, auch Common Sense«, Seite 170.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das Fremdwörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 9. Auflage. Band 5, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2006, ISBN 978-3-411-04059-9, DNB 98178948X (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Commonsense, auch Common Sense«.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort »Common Sense, auch Commonsense«, Seite 271.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Die deutsche Rechtschreibung. In: Der Duden in zwölf Bänden. 25. Auflage. Band 1, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2009, ISBN 978-3-411-04015-5 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Common Sense, Commonsense«.
[1] Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. Das umfassende Bedeutungswörterbuch der deutschen Gegenwartssprache. 8., überarbeitete und erweiterte Auflage. Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-05508-1, Stichwort »Common Sense, Commonsense«, Seite 381.

Quellen:

  1. 1,0 1,1 Nach Stefan Kleiner, Ralf Knöbl und Dudenredaktion: Duden Aussprachewörterbuch. In: Der Duden in zwölf Bänden. 7., komplett überarbeitete und aktualisierte Auflage. Band 6, Dudenverlag, Berlin 2015, ISBN 978-3-411-04067-4, DNB 1070833770, Stichwort »Common Sense«, Seite 283.
  2. Nach Eva-Maria Krech, Eberhard Stock, Ursula Hirschfeld, Lutz Christian Anders et al.: Deutsches Aussprachewörterbuch. Mit Beiträgen von Walter Haas, Ingrid Hove, Peter Wiesinger. 1. Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2009, ISBN 978-3-11-018202-6, DNB 999593021, Stichwort »Commonsense«, Seite 419.
  3. Moſes Mendelsſohn: Die Bildſaͤule. Ein pſychologiſch-allegoriſches Traumgeſicht. In: F. Gedike, J. E. Bieſter (Herausgeber): Berliniſche Monatsſchrift. Vierter Band, bei Haude und Spener, Berlin Julius bis December 1784, Seite 148 (Zitiert nach Digitalisat der UB Bielefeld).
  4. Neu in Deutschland. In: DER SPIEGEL. Nummer 44, 28. Oktober 1953, ISSN 0038-7452, Seite 31 (DER SPIEGEL Archiv-URL, abgerufen am 29. Juni 2019).
  5. Blühende Landschaften. In: Süddeutsche Zeitung. Nummer 226, 30. September 1996, ISSN 0174-4917, Seite 11.
  6. Rüdiger Bubner: In einer Aufsatzsammlung greift Jürgen Habermas erkenntnistheoretische Fragen auf. In: Frankfurter Rundschau. 24. November 1999, ISSN 0940-6980, Seite 17.
  7. Neue Bücher. In: FALTER. 5. Dezember 2007, ISSN 1605-671X, Seite 68.
  8. Robert Misik: Zeit für Gerechtigkeit. In: taz.die tageszeitung. Nummer 8495, 2. Februar 2008, ISSN 1434-4459, Seite Ⅶ [1007] (taz Print-Archiv, abgerufen am 29. Juni 2019).
  9. Martin Ebel: Die Verwirrungen richterlicher Gefühle. In: Tages-Anzeiger. 8. Januar 2015, Seite 23.