Bundesnotbremse

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Nuvola apps korganizer.svg Dieser Eintrag war in der 21. Woche
des Jahres 2022 das Wort der Woche.

Bundesnotbremse (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Bundesnotbremse die Bundesnotbremsen
Genitiv der Bundesnotbremse der Bundesnotbremsen
Dativ der Bundesnotbremse den Bundesnotbremsen
Akkusativ die Bundesnotbremse die Bundesnotbremsen

Worttrennung:

Bun·des·not·brem·se, Plural: Bun·des·not·brem·sen

Aussprache:

IPA: [bʊndəsˈnoːtˌbʁɛmzə]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bundesnotbremse (Info)

Bedeutungen:

[1] Coronapandemie, Deutschland: auf Bundesebene festgelegte Maßnahmen zur Reduzierung von Kontakten und damit Verminderung der Infizierungen mit dem Coronavirus SARS-CoV-2

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Bund und Notbremse mit dem Fugenelement -es

Synonyme:

[1] 4. Bevölkerungsschutzgesetz

Gegenwörter:

[1] Lockerung

Beispiele:

[1] Die Bundesnotbremse greift bei einer Sieben-Tage-Inzidenz von über 100.
[1] Ende April 2021 wurde die Bundesnotbremse in Deutschland beschlossen, sie soll eine bundeseinheitliche Regelung schaffen, um Kontakte zu beschränken und so die Pandemie einzudämmen.
[1] Nachdem die Sieben-Tage-Inzidenz fünf Werktage in Folge unter 100 lag, wird dies heute öffentlich bekanntgegeben und ab morgen tritt die Bundesnotbremse wieder außer Kraft.
[1] „Seit einer Woche gilt die Bundesnotbremse in Deutschland, sie soll die Pandemie eindämmen und die Kontakte weiter beschränken.“[1]
[1] „In dem Schreiben, das dem SPIEGEL vorliegt, monierten die Minister am Freitag, dass die besonderen Belange der Hochschulen bei der Bundesnotbremse zu wenig Beachtung fänden.“[2]
[1] „Länder wie Hamburg oder Bayern halten vorerst an ihren strengeren Vorschriften zu Distanzunterricht oder Ausgangssperre fest, obwohl die Bundesnotbremse weniger scharfe Regelungen vorsieht: Bayern schreibt oberhalb von Inzidenz 100 Distanzunterricht vor, die Bundesnotbremse sieht das erst in Landkreisen ab 165 vor.“[3]
[1] „Verfassungsrechtler haben in diesen Tagen viel zu tun: In Karlsruhe stapeln sich die Beschwerden gegen die Bundesnotbremse, mehr als hundert Klagen sind dort schon eingegangen.“[4]
[1] „Und so werden in St.Gallen Wegweisungsorgien veranstaltet, in Deutschland Bundesnotbremsen gezogen und in Vorarlberg Impfdrängler identifiziert.“[5]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] die Bundesnotbremse greift/tritt in Kraft

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Viertes Gesetz zum Schutz der Bevölkerung bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, Weiterleitung von Bundesnotbremse
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache – Korpusbelege (public) „Bundesnotbremse “ (über 1.200 Belege im ZDL-Regionalkorpus, der aber nur angemeldet einzusehen ist)

Quellen:

  1. Bundesnotbremse gescheitert?. Frühwarnsystem zeigt, was Maßnahmen bislang bringen. In: FOCUS Online. 1. Mai 2021, ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 1. Mai 2021).
  2. Silke Fokken: Länder pochen auf Ausnahmen für Hochschulbetrieb. In: Spiegel Online. 23. April 2021, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 1. Mai 2021).
  3. Tilman Steffen: Wie das neue Gesetz in den Alltag eingreift. In: Zeit Online. 23. April 2021, ISSN 0044-2070 (URL, abgerufen am 1. Mai 2021).
  4. Helene Bubrowski, Corinna Budras: Zwischen Bürgerrechten und Gesundheitsschutz. In: FAZ.NET. 30. April 2021, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 1. Mai 2021).
  5. Noemi Heule: Der Krisenbewältigungswortschatz wächst und wächst. In: tagblatt.ch. 15. April 2021, abgerufen am 1. Mai 2021.