Bonobo

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Bonobo (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Bonobo

die Bonobos

Genitiv des Bonobos

der Bonobos

Dativ dem Bonobo

den Bonobos

Akkusativ den Bonobo

die Bonobos

[1] Gesicht eines männlichen Bonobos in der Lola ya Bonobo-Schutzstation in Kinshasa, DR Kongo; Aufnahme von 2008
[1] eine Gruppe Bonobos in der Lola ya Bonobo-Schutzstation in Kinshasa, DR Kongo; Aufnahme vom 3. Juli 2015

Worttrennung:

Bo·no·bo, Plural: Bo·no·bos

Aussprache:

IPA: [boˈnoːbo]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bonobo (Info)

Bedeutungen:

[1] Zoologie: (in den zentralafrikanischen Regenwald-Gebieten südlich des Kongo beheimatete) Menschenaffen-Art (Pan paniscus) mit braunschwarzem Haarkleid, die nur unwesentlich kleiner ist und einen schlankeren Körperbau mit längeren Gliedmaßen und weniger hervorspringendem Kiefer besitzt als ihre nahverwandte Geschwisterart des Schimpansen

Herkunft:

Einerseits soll die Bezeichnung höchstwahrscheinlich auf eine falsche Wiedergabe des Wortes Bolobo zurückgehen, dem Namen einer kongolesischen Stadt[1][2], die am Kongo zwischen Kinshasa und Lukolela liegt und von der aus in den 1920er Jahren[3] Exemplare des Tieres zusammengetragen wurden.[4] Andererseits soll sie von einer Sprache Zentralafrikas[5][6] stammen.

Synonyme:

[1] Zwergschimpanse

Gegenwörter:

[1] Schimpanse

Oberbegriffe:

[1] Lebewesen, Tier, Säugetier
[1] Affe, Menschenaffe, Primat

Unterbegriffe:

[1] männlicher Bonobo: Bonobomännchen, Bonobo-Männchen
[1] weiblicher Bonobo: Bonoboweibchen, Bonobo-Weibchen
[1] junger Bonobo: Bonobobaby, Bonobo-Baby

Beispiele:

[1] „Der Salonga-Nationalpark ist einer der größten Waldparks der Erde. Er ist gleichzeitig das einzige Schutzgebiet für den seltenen Zwergschimpansen oder Bonobo (Pan paniscus).“[7]
[1] „Doch bei den Bonobos pflegen die körperlich schwächeren Weibchen sich durchzusetzen, was einer Schimpansenfrau kaum gelingen würde.“[8]
[1] „Die Bonobos stehen stammesgeschichtlich den Menschen näher als die Schimpansen.“[6]
[1] „Insbesondere in den westlichen und zentralen Bereichen der Cuvette Centrale leben heute nur noch sehr wenige Bonobos. Die Weltnaturschutzunion IUCN schätzt den verbliebenen Gesamtbestand an wildlebenden Bonobos auf etwa 10.000 bis 50.000 Tiere.“[9]
[1] „Wo Bonobos leben, sind die Baumkronen breit und damit auch nahrungsreich, enthalten die Früchte wenig Schadstoffe, und wachsen eiweißreiche Kräuter, auf die in mageren Zeiten zurückgegriffen werden kann. Diese geringe Nahrungskonkurrenz erlaubt Bonobos, in relativ großen Kleingruppen von durchschnittlich sechs bis sieben Tieren auf Futtersuche zu gehen.“[10]
[1] „Der Unterschied zwischen dem Bonobo und dem Menschen betrifft etwa 400 Gene.“[11]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Bonobo
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bonobo
[1] wissen.de – Wörterbuch „Bonobo
[1] Wahrig Fremdwörterlexikon „Bonobo“ auf wissen.de
[*] wissen.de – Lexikon „Bonobo
[1] Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999 auf spektrum.de, „Bonobo
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBonobo
[1] Die große Bertelsmann Lexikon-Bibliothek. 1967. Auflage. Band 15: Das große illustrierte Tierbuch (von Hans-Wilhelm Smolik), C. Bertelsmann Verlag, Gütersloh 1967, Stichwort »Bonobo«, Spalte 37.
[1] Meyers Lexikonredaktion (Herausgeber): Duden, Das Neue Lexikon in zehn Bänden, mit rund 100 000 Stichwörtern und über 7 500 meist farbigen Abbildungen, Spezialkarten, Tabellen und Übersichten im Text. 3. Auflage. Band 2: Beti – Drah, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1996, ISBN 3-411-04323-7, Stichwort »Bonobo«, Seite 467.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Stichwort »Bonobo«, Seite 213.
[1] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Bonobo«.

Quellen:

  1. Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Bonobo«.
  2. Wahrig Fremdwörterlexikon „Bonobo“ auf wissen.de
  3. Sue Savage-Rumbaugh, Roger Lewin: Kanzi. The Ape at the Brink of the Human Mind. John Wiley & Sons, New York/Chichester/Brisbane/Toronto/Singapore 1994, ISBN 0-471-15959-X, Seite 97 (Zitiert nach Google Books).
  4. Randall L. Susman: Preface. In: Randall L. Susman (Herausgeber): The Pygmy Chimpanzee. Evolutionary Biology and Behavior. 1. Auflage. Plenum Press, New York/London 1984, Seite ⅹⅸ.
  5. Lexikon der Biologie. Spektrum Akademischer Verlag, Heidelberg 1999 auf spektrum.de, „Bonobo
  6. 6,0 6,1 Meyers Lexikonredaktion (Herausgeber): Duden, Das Neue Lexikon in zehn Bänden, mit rund 100 000 Stichwörtern und über 7 500 meist farbigen Abbildungen, Spezialkarten, Tabellen und Übersichten im Text. 3. Auflage. Band 2: Beti – Drah, Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 1996, ISBN 3-411-04323-7, Stichwort »Bonobo«, Seite 467.
  7. Bernhard Grzimek: Kein Platz für wilde Tiere. Liebe zu Tieren und Menschen im Kongo. Verlag Hans Richarz, Sankt Augustin 1979 (Reihe Leichter lesen, Bücher in Großdruck ; Band 98), ISBN 3-88345-036-7, Seite 293 (Zitiert nach Google Books; Ungekürzte Lizenzausgabe; Erstausgabe im Verlag Kindler und Schiermeyer 1954).
  8. Frans B. M. de Waal: Die Bonobos und ihre weiblich bestimmte Gemeinschaft. In: Spektrum der Wissenschaft. Nummer 5, 1. Mai 1995, ISSN 0170-2971, Seite 76 (Archiv-URL, abgerufen am 18. Dezember 2016).
  9. WWF Deutschland & TRAFFIC Europe-Germany (Herausgeber): Bonobo (Pan paniscus). In: www.wwf.de. März 2006, Seite 2 (Hintergrundinformation, Steckbrief; URL: PDF 126 KB, abgerufen am 18. Dezember 2016).
  10. Volker Sommer: Welcher Affe steckt in uns? In: bild der wissenschaft. Nummer 4/2008, ISSN 0006-2375, Seite 22 (Archiv-URL, abgerufen am 18. Dezember 2016).
  11. Hans Mohr: Einführung in (natur-)wissenschaftliches Denken. Springer-Verlag, Berlin/Heidelberg/New York 2008 (Mathematisch-Naturwissenschaftliche Klasse der Heidelberger Akademie der Wissenschaften ; Nummer 19), ISBN 978-3-540-78595-8, Seite 67 (Zitiert nach Google Books).