Bildstock

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Bildstock (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ der Bildstock

die Bildstöcke

Genitiv des Bildstockes
des Bildstocks

der Bildstöcke

Dativ dem Bildstock
dem Bildstocke

den Bildstöcken

Akkusativ den Bildstock

die Bildstöcke

[1] figuraler Bildstock neben dem Rheingauer Dom

Worttrennung:

Bild·stock, Plural: Bild·stö·cke

Aussprache:

IPA: [ˈbɪltˌʃtɔk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bildstock (Info)

Bedeutungen:

[1] Architektur: im Freien auf einem Pfeiler oder Sockel angebrachtes Heiligenbild oder Heiligenfigur

Herkunft:

Determinativkompositum, zusammengesetzt aus den Substantiven Bild und Stock

Synonyme:

[1] Helgenstöckli, Kreuz, Marter, Marterl, Materla, Marterle, Wegekreuz, Wegkreuz, Wegstock

Oberbegriffe:

[1] Denkmal

Unterbegriffe:

[1] Altarbildstock, Bruchsteinbildstock, Etagenbildstock, Kapellenbildstock, Mariensäule, Pestbildstock, Pestsäule, Pfeilerbildstock, Säulenbildstock

Beispiele:

[1] Religiöse Kleindenkmäler mit Devotionalien wie Bilder, Figuren usw. sind Bildstöcke, die im Freien aufgestellt werden und den Volksgeist symbolisieren.
[1] „Noch heute gibt es an Wallfahrtskirchen Bildstöcke mit plastischen Figuren.“[1]
[1] „Früher, als nahezu die gesamte Bevölkerung im Münsterland katholisch war, stellten die Bildstöcke ein Zeugnis nach innen dar und einen Beleg für die persönliche Frömmigkeit der Erbauer.“[2]
[1] „Bildstöcke sind bildliche Darstellungen von Heiligen oder Heiligengruppen auf einem Sockel.“[3]
[1] „Der Bildstock wird in der Entwicklung dem Lichtstock nachgereiht, doch im ausgehenden Mittelalter wurden beide Typen nebeneinander verwendet, manchmal sogar ineinander „verschmolzen“, wobei Licht- und Bildfunktion übereinander ausgeführt wurden.“[4]
[1] „Die Bildstöcke mit den Leidensstationen Jesu waren nach Kriegsende dem Vandalismus zum Opfer gefallen, aber in Hermine Tippelts Erzählungen lebten sie weiter.“[5]
[1] „Die Bildstöcke sind entstanden aus dem Anliegen, das Bild der Dreimal Wunderbaren Mutter in der Öffentlichkeit zu zeigen und den Gnadenaufbruch Schönstatts in den Gemeinden präsent zu machen.“[6]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] ein figuraler, kapellenähnlicher Bildstock

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Bildstock
[1] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bildstock
[1] canoonet „Bildstock
[1] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBildstock
[1] The Free Dictionary „Bildstock
[1] Duden online „Bildstock
[1] wissen.de – Wörterbuch „Bildstock
[1] wissen.de – Lexikon „Bildstock
[1] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Bildstock

Quellen:

  1. Das Kirchenlexikon - K wie Kreuzwegwww.ndr.de, abgerufen am 25. September 2013
  2. Katholische "Identitätspflege"kirchensite.de, abgerufen am 26. September 2013
  3. Bildstöcke und Wegekreuze in unserer Gemeindewww.st-marien-luenen.de, abgerufen am 26. September 2013
  4. Erläuterung der Kategorien der Klein- & Flurdenkmaldatenbank(PDF; 2,7MB) www.lernende-gemeinde.at, abgerufen am 8. Oktober 2013
  5. Ulla Lachauer: Abschied von der Krokuslwiese. In: Als die Deutschen weg waren. Was nach der Vertreibung geschah: Ostpreußen, Schlesien, Sudetenland. 6. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2013, ISBN 978-3-499-62204-5, Seite 115-179, Zitat Seite 150.
  6. MTA-Bildstöcke in der Diözese Mainzwww.bistummainz.de, abgerufen am 4. Mai 2015

Substantiv, n, Toponym[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ (das) Bildstock
Genitiv (des Bildstock)
(des Bildstocks)

Bildstocks
Dativ (dem) Bildstock
Akkusativ (das) Bildstock
[1] Rechtsschutzsaal in Bildstock

Anmerkung zum Artikelgebrauch:

Der Artikel wird gebraucht, wenn „Bildstock“ in einer bestimmten Qualität, zu einem bestimmten Zeitpunkt oder Zeitabschnitt als Subjekt oder Objekt im Satz steht. Ansonsten, also normalerweise, wird kein Artikel verwendet.

Worttrennung:

Bild·stock, kein Plural

Aussprache:

IPA: [ˈbɪltˌʃtɔk]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bildstock (Info)

Bedeutungen:

[1] Stadtteil von Friedrichsthal (Saar) im Saarland, 15km nördlich von Saarbrücken

Oberbegriffe:

[1] Stadtteil

Beispiele:

[1] „Bildstock, der auf einer Anhöhe gelegene ältere Ortsteil, geht auf einen um 1700 gegründeten Gutshof der Grafen von Ottweiler zurück.“[1]

Wortbildungen:

[1] Bildstocker, Bildstockerin

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wikipedia-Artikel „Bildstock_(Saarland)
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBildstock

Quellen:

  1. Friedrichsthal (Saar) - Bildstock de.wikipedia.org, abgerufen am 17. Juni 2014