Bestallung

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Bestallung (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular

Plural

Nominativ die Bestallung

die Bestallungen

Genitiv der Bestallung

der Bestallungen

Dativ der Bestallung

den Bestallungen

Akkusativ die Bestallung

die Bestallungen

Worttrennung:

Be·stal·lung, Plural: Be·stal·lun·gen

Aussprache:

IPA: [beˈʃtalʊŋ]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bestallung (Info)
Reime: -alʊŋ

Bedeutungen:

[1] Versehen mit einer besonderen Stellung, (im Verwaltungsrecht) öffentlichrechtliche Zulassung als Arzt bzw. Apotheker usw. (Approbation), (im Familienrecht) Beweisurkunde über die Bestellung zum Vormund oder Pfleger
[a] im Justizwesen zum gesetzlichen Vormund, Treuhänder, Insolvenzverwalter, Nachlasspfleger, als öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger usw.
[b] im Medizinwesen ist die staatliche Berufszulassung gemeint, beispielsweise zum Arzt, Zahnarzt, Psychologischen Psychotherapeuten oder Apotheker (Approbation). In der Zeit des NS-Regimes wurde der Begriff "Bestallung" wegen der deutschsprachigen Herkunft in dieser Bedeutung bevorzugt verwendet.
[c] im ehemaligen deutschen Beamtenwesen die Anstellung von Zeit- oder Berufsbeamten.  •  Für diese Bedeutung fehlen Referenzen oder Belegstellen.
[d] im deutschen Militärwesen bis zum Jahr 1945 a) allgemein die Anstellung von längerdienenden Offizieren und Unteroffizieren b) im Speziellen die Beförderung eines Soldaten in die Ranggruppe der Portepeeunteroffiziere (Feldwebel), ausgesprochen durch den Kommandeur des Regiments, der Brigade oder der Division (im Unterschied zum vom Staatsoberhaupt ausgestellten Offizierspatent).  •  Für diese Bedeutung fehlen Referenzen oder Belegstellen.
[e] und die Urkunde über eine der oben aufgeführten Amtseinsetzungen.
[2] Besetzung (1332 Hildesheim)  •  Diese Bedeutungsangabe sollte ergänzt werden.
[3] Beschlagnahme, Auftrag (Hackmann 1608)  •  Diese Bedeutungsangabe sollte ergänzt werden.
[4] Anstellung (1469 Freiburg)  •  Diese Bedeutungsangabe sollte ergänzt werden.

Herkunft:

Ableitung vom Stamm des Verbs bestallen mit dem Ableitungsmorphem -ung

Synonyme:

[1] Bestellung

Gegenwörter:

[1] Abberufung

Unterbegriffe:

[1a] Bestallungsurkunde

Beispiele:

[1] Er musste seine Bestallungsurkunde zurückgeben, nachdem die Bestallung eines anderen Insolvenzverwalters rechtskräftig geworden war.
[1] „Bewusst hielten sie sich bei der Bestallung von Bürgermeister und Dezernenten zurück, wobei sie jedoch sorgsam darauf achteten, dass Person, Polizei und Volksbildung »zuverlässigen Genossen« anvertraut wurden.“[1]
[2]
[3]
[4]

Wortbildungen:

Bestallungsurkunde

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1a, 1b, 1e] Duden online „Bestallung
[1a, 1b, 1e] Wikipedia-Artikel „Bestallung
[1a] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „Bestallung
[1a, 1e] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bestallung
[*] canoonet „Bestallung
[1a] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBestallung
[1a, 1b, 2–4 ] Gerhard Köbler: Deutsches Etymologisches Wörterbuch. 1995, Seite 52 (Online, abgerufen am 25. Dezember 2013).

Quellen:

  1. Theo Sommer: 1945. Die Biographie eines Jahres. Rowohlt, Reinbek 2005, ISBN 3-498-06382-0, Seite 239.