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Besatzungszeit

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch

Besatzungszeit (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Besatzungszeit die Besatzungszeiten
Genitiv der Besatzungszeit der Besatzungszeiten
Dativ der Besatzungszeit den Besatzungszeiten
Akkusativ die Besatzungszeit die Besatzungszeiten

Worttrennung:

Be·sat·zungs·zeit, Plural: Be·sat·zungs·zei·ten

Aussprache:

IPA: [bəˈzat͡sʊŋsˌt͡saɪ̯t]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Besatzungszeit (Info)

Bedeutungen:

[1] Zeitspanne, in der eine Besatzung (Okkupation durch eine siegreiche Macht) stattfindet

Herkunft:

Determinativkompositum aus Besatzung, Fugenelement -s und Zeit

Oberbegriffe:

[1] Zeit

Beispiele:

[1] „Es war dieser Erfahrungshintergrund von Massenmord, Bedrohung und Entwurzelung, der das Denken der Polen über das künftige Verhältnis zum deutschen Nachbarn während der Besatzungszeit prägte.“[1]
[1] „Doch insgesamt hatten viele Orte die Besatzungszeit erstaunlich gut überstanden.“[2]
[1] „Während der Besatzungszeit hatte Arletty ein inniges Verhältnis mit dem deutschen Luftwaffenoffizier und späteren Schriftsteller und Diplomaten Hans-Jürgen Soehring.“[3]
[1] „Während der deutschen Besatzungszeit wurden in den Niederlanden fast 75 Prozent der jüdischen Bevölkerung in Vernichtungslager deportiert.“[4]

Charakteristische Wortkombinationen:

[1] mit Adjektiv (Dauer): dreijährige / vierjährige / fünfjährige Besatzungszeit
[1] mit Adjektiv (Land): deutsche / japanische / römische / sowjetische Besatzungszeit
[1] mit Verb: die Besatzungszeit überleben / überstehen
[1] mit Substantiv: Aufarbeitung der Besatzungzeit
[1] in Kombination: Besatzungszeit nach dem Weltkrieg, Enteignung während der Besatzungszeit, Erinnerung an die Besatzungszeit

Übersetzungen[Bearbeiten]

[1] Wikipedia-Artikel „Besatzungszeit
[*] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Besatzungszeit
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBesatzungszeit
[1] Duden online „Besatzungszeit

Quellen:

  1. Włodzimierz Borodziej: Die Katastrophe. In: Als die Deutschen weg waren. Was nach der Vertreibung geschah: Ostpreußen, Schlesien, Sudetenland. 6. Auflage. Rowohlt Taschenbuch Verlag, Reinbek 2013, ISBN 978-3-499-62204-5, Seite 82-111, Zitat Seite 88.
  2. Sven Felix Kellerhoff: Heimatfront. Der Untergang der heilen Welt - Deutschland im Ersten Weltkrieg. Quadriga, Köln 2014, ISBN 978-3-86995-064-8, Seite 108.
  3. Yves Buchheim, unter Mitarbeit von Franz Kotteder: Buchheim. Künstler, Sammler, Despot: Das Leben meines Vaters. Heyne, München 2018, ISBN 978-3-453-20197-2, Seite 45.
  4. Kerstin Schweighöfer: Judenverfolgung in den Niederlanden – „Nach dem Krieg wurde vieles unter den Teppich gekehrt“. In: Deutschlandradio. 5. Mai 2020 (Deutschlandfunk / Köln, Sendereihe: Europa heute, Text und Audio, Dauer 04:41 mm:ss, online hörbar nur bis 05.11.2020 wegen des deutschen Telemediengesetzes (TMG) in Verbindung mit dem Rundfunkstaatsvertrag in der Fassung der 22. Änderung, URL, abgerufen am 5. Mai 2020).