Benutzer:Udo T./Gendern

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Für Freunde der Logik ist Gendersprache eine einzige Zumutung.
Fabian Payr in einem Gastbeitrag auf welt.de
Sprachen wurden nicht erfunden, konstruiert und erdacht, sondern sind das Ergebnis von ungesteuerten spontanen Prozessen.
Rainer Zitelmann in einem Gastkommentar in der NZZ

Unter Benutzer:Udo T./Gendern/Beispiele trage ich eine (im Laufe der Zeit hoffentlich immer größer werdende) Sammlung ausgewählter Stilblüten zusammen. Wer weitere aufnahmefähige Beispiele hat, kann sie gerne auf der dortigen Diskussions-Seite vorschlagen.

Das Wichtigste vorweg: Wer mit Binnen-I, Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich etc. gendert, begeht gemäß dem amtlichen Regelwerk jedes Mal Rechtschreibfehler, oftmals dann auch noch verbunden mit kapitalen Grammatikfehlern (z. B. „des_der Student_in“ oder „den Schüler*innen“). Nun kann jeder Privatmensch schreiben, wie er möchte, aber gerade Schulen und Hochschulen und zumindest auch alle kommunalen und staatlichen Einrichtungen sowie der öffentlich-rechtliche Rundfunk sollten sich nicht für ideologische Zwecke einspannen lassen und dadurch ein schlechtes Vorbild abgeben. Ein abschreckendes Beispiel ist z. B. die Pressemitteilung der Universität(!) Marburg anlässlich der Wahl zum Unwort des Jahres 2022.[1]

Es sollte auch niemand gegen seine Überzeugung gezwungen werden, in Sprache und Schrift gendern zu müssen (z. B. als Schüler/Student in einer Prüfungsarbeit oder als Arbeitnehmer am Arbeitsplatz). Ein Sprachwandel kann und darf nur von unten her geschehen und unter keinen Umständen von oben herab verordnet oder unter Androhung von Nachteilen aufgezwungen werden.

Ja, ich gebe es zu: Ich persönlich halte das Gendern, insbesondere mit Binnen-I, Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich etc., für völligen Unsinn, reine Zeitverschwendung und darüber hinaus auch noch für sexistisch und diskriminierend! Oder um es mit den Worten der Schriftstellerin und Literaturkritikerin Elke Heidenreich zu sagen: „Das ist alles ein verlogener Scheißdreck.[2] Die Formen mit Binnen-I, Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich etc. sind auch völlig unausgegoren, denn was machen die Befürworter dann mit „Bürgermeistern“? Vielleicht „Bürger*innenmeister*innen“? Noch besser: was wird am Ende aus den „Bürgermeisterkandidaten“? Das müssten dann ja wohl „Bürger*innenmeister*innenkandidat*innen[3] sein … ;o)

Und wenn sich dann am Ende der/die „Bürger*innenmeister*innenkandidat*in“ nach erfolgreicher Wahl bei den „Wähler*innen“ (oder auch „Wählerinnen und Wählern“) bedankt, stellt sich mir immer wieder die Frage, ob es für die Ausübung des Wahlrechts eigentlich von wesentlicher Bedeutung ist, ob es nun eine Frau, ein Mann oder ein diversgeschlechtlicher Mensch ausgeübt hat …

Tja, und wenn in einer Verkehrsstatistik von „getöteten Radfahrenden“ geschrieben wird oder in einem Zeitungsbericht von einem nächtlichen Brand im „Studierendenheim“ berichtet wird, welcher die „schlafenden Studierenden“ überraschte, ist das an unfreiwilliger Komik eigentlich nur noch schwer zu toppen …

Apropos: Viele Menschen, die das generische Maskulinum ablehnen, verwenden sehr wahrscheinlich auch das Indefinitpronomen „man“ nicht, weil es halt zu sehr nach „Mann“ klingt. Was diese Menschen meist nicht wissen: Der Begriff „man“ ist überhaupt nicht (direkt) vom Begriff „Mann“ abgeleitet; „man“ bedeutet letzten Endes einfach nur „Mensch“. Beide Begriffe haben lediglich gemeinsame etymologische Wurzeln (siehe jeweils in den Einträgen). Doch wer die Verwendung des Begriffs „man“ ablehnt, der darf dann die Indefinitpronomen „jemand“ oder „niemand“ ebenfalls nicht verwenden, da diese beiden Begriffe in der Tat von „man“ abgeleitet sind. Da wünsche ich jedem konsequenten Gender-Befürworter im Alltag fast schon viel Spaß und vor allem Durchhaltevermögen … ;o)

Und was ist mit Ableitungen von Substantiven, z. B. vielen Adjektiven: „meisterhaft“ vs. „meister*innenhaft“ oder „bürgernah“ vs. „bürger*innennah“ um nur 2 Beispiele zu nennen. Von Personalpronomen will ich an dieser Stelle gar nicht schreiben. Viele Befürworter des Genderns haben meiner Beobachtung nach aber immer nur die Substantive (also Personen- und Berufsbezeichnungen) im Kopf. Jedoch nur ein bisschen oder nur teilweise zu gendern, ist ja wohl etwas inkonsequent, oder? Entweder komplett oder eben gar nicht (was m. E. die bessere Alternative ist ;o)

Gerade hier wird das Sexistische am Gendern oftmals ebenfalls sehr deutlich: Ist es für die Bewertung eines Klavierkonzertes wirklich von Bedeutung, ob eine Frau oder ein Mann am Klavier saß? Spielt eine Frau ein Klavier etwa irgendwie anders meisterhaft, also vielleicht besser oder schlechter oder halt einfach „frauenhaft“, sodass man „meisterinnenhaft“ sagen oder schreiben müsste? Oder wenn eine Behörde bürgernah ist, ist es dann wirklich von Bedeutung, ob die Behörde Frauen oder Männern gegenüber bürgernah ist? Gibt es da womöglich ein unterschiedliches / anderes „bürgernah“, sodass man ein „bürgernah“ gegenüber Frauen dann als „bürgerinnennah“ bezeichnen müsste?

Nele Pollatschek bringt den Aspekt des Sexismus in einem Gastbeitrag auf tagesspiegel.de kurz und knapp auf den Punkt: „Gendern ist eine sexistische Praxis, deren Ziel es ist, Sexismus zu bekämpfen.[4] Und Fabian Payr stellt in seinem Buch (siehe unten) fest: „Gendern ist sexistisch, weil es über die Sexualisierung der Sprache Geschlechterdifferenzen zementiert. Weil es Menschen auf ihr Geschlecht reduziert“.

Der bekannte Sprachwissenschaftler Peter Eisenberg, dessen Spezialgebiet die deutsche Grammatik ist, schrieb Anfang 2022 in einem Beitrag für die Bundeszentrale für politische Bildung: „Das generische Maskulinum bietet die einfachste, eleganteste und flexibelste Möglichkeit des Deutschen, Sexusdiskriminierung zu vermeiden.[5]

Nebenbei bemerkt: Die Gleichbehandlungsgesetze in Deutschland und Österreich sollen „Diskriminierung wegen der ethnischen Herkunft, des Geschlechts, der Religion oder Weltanschauung, einer Behinderung, des Alters oder der sexuellen Identität verhindern und beseitigen“,[6][7] also nicht nur wegen des Geschlechts. Mit welchem Recht sollen dann eigentlich nur die verschiedenen Geschlechter in der Sprache hervorgehoben und vermeintlich sichtbarer gemacht werden? Müsste man es dann nicht auch für die ethnische Herkunft, die sexuelle Orientierung, eine Behinderung etc. so handhaben (von der Praktikabilität mal ganz abgesehen)?

Dann müsste man doch sprachlich nicht nur den männlichen „Lehrer“ von der „Lehrerin“ unterscheiden, sondern sprachlich auch deutlich machen, dass ein bestimmter männlicher Lehrer z. B. bisexuell, freigeistlich und von dunkler Hautfarbe ist und eine Lehrerin z. B. lesbisch, mit 62 Jahren kurz vor der Rente stehend und Rollstuhlfahrerin ist … Was macht das biologische (oder auch soziale) Geschlecht so besonders, dass ausgerechnet dieses sprachlich so besonders hervorgehoben werden soll? Handelt es sich hierbei also um eine Ungleichbehandlung und müssten Attribute wie die Hautfarbe/Herkunft, die sexuelle Orientierung, die Religion, eine Behinderung etc. ebenfalls sprachlich hervorgehoben werden oder ist das Gendern in Wirklichkeit einfach doch nur sexistisch und diskriminierend?

Wenn Annalena Baerbock im Jahr 2021 als Kanzlerkandidatin gesagt hat „Ich will Politik für alle Menschen machen und das bedeutet, auch alle mit anzusprechen - und nicht nur mitzumeinen“,[8] müsste sie in Zukunft wohl auch dafür Sorge tragen, dass nicht nur das Geschlecht in Gesetzestexten sichtbar(er) gemacht wird, sondern auch, wie oben ausgeführt, noch viele andere Attribute, die einen Menschen ausmachen (zumindest aber diejenigen Attribute, die im Gleichbehandlungsgesetz oder Art. 3 des Grundgesetzes genannt werden). Da wünsche ich ihr fast schon viel Spaß dabei, denn schon das Gendern alleine kann ziemlich ausufernd bzw. kryptisch werden, siehe z. B. hier

Gerade als Mitarbeiter in diesem Projekt empfinde ich Gendern auch als sehr diskriminierend. Für Menschen ausländischer Herkunft, die die deutsche Sprache lernen wollen oder müssen, also hauptsächlich Einwanderer, wäre Gendern eine zusätzliche Erschwernis beim Erlernen der deutschen Sprache und könnte für diese Menschen somit zu einem erheblichen Integrationshindernis werden. Und auch Menschen aus bildungsfernen Schichten würden sich mit Gendern wohl eher schwertun. Solche Menschen würden durch die ganzen Verkomplizierungen, die Gendern mit sich brächte, von einer öffentlichen Meinungsbildung noch mehr ausgeschlossen, wenn nicht sogar regelrecht ausgegrenzt werden.

Der „Deutsche Blinden- und Sehbehindertenverband“ empfiehlt übrigens, auf das Gendern durch Satz- und Sonderzeichen generell zu verzichten und, wenn überhaupt, stattdessen neutrale Begriffe oder Doppelnennung zu verwenden, um die Vorlesbarkeit zu gewährleisten.[9] Insbesondere das Gendernsternchen sei äußerst problematisch, denn mit maschineller Lesehilfe klingt das etwa so: „Liebe Leser Stern Innen, unser Autor Stern Innen Team freut sich …

Auch Menschen mit einer Lese-Rechtschreib-Schwäche oder gar Lese- und Rechtschreibstörung (Legasthenie) dürften durch gegenderte Inhalte noch mehr ausgeschlossen oder sogar ausgegrenzt werden.

Außerdem: Wer glaubt denn allen Ernstes, dass sich durch verordnete Sprachvorgaben mehr Gerechtigkeit zwischen den verschiedenen Geschlechtern herstellen lässt? Ich habe mitunter eher den Eindruck, dass viele Menschen diese Sprachvorgaben nur übernehmen, um als (vermeintlich) weltoffen, gerecht und sensibel wahrgenommen zu werden. Und für das eine oder andere Unternehmen dürfte es schlicht einfacher und vor allem billiger sein, im Unternehmen bestimmte Sprachvorgaben zu machen, um nach außen hin als Verfechter von Geschlechtergerechtigkeit glänzend dazustehen, während hintenherum Frauen oftmals weiter schlechter behandelt und bezahlt werden als ihre männlichen Kollegen …

Auf einen weiteren Aspekt, den ich bis jetzt unberücksichtigt ließ, hat mich Dr. Karl-Heinz Best (übrigens ein Sprachwissenschaftler) auf der Diskussions-Seite aufmerksam gemacht: Gendern ist undemokratisch, denn er schreibt: „Laut Umfragen wird das Gendern von der Mehrzahl der Mitglieder der Sprachgemeinschaft abgelehnt“. Dies wird auch von Fabian Payr in seinem Buch (siehe unten) ausgeführt und unter https://www.linguistik-vs-gendern.de/umfragen hat dieser einige Umfragen der letzten Jahre zusammengetragen und resümiert am Ende: „Die Auswertung aktueller Umfragen zu diesem Thema spricht eine deutliche Sprache: Ablehnende Haltungen sind dort durchweg in der Mehrheit. Die deutsche Sprache ist ein Kollektivgut; substanzielle Eingriffe ohne entsprechende öffentliche Diskussion bzw. Mitspracherechte sind daher nicht legitim.

Es gibt auch Fälle, in denen das schriftliche Gendern mit Sonderzeichen zwar grammatikalisch funktioniert, aber beim sprachlichen Gendern Probleme auftreten. So lassen sich zwar alle Berufs- bzw. Personenbezeichnungen auf „-or im Singular schriftlich problemlos gendern (aber im Plural dann auch nicht mehr): der/die „Doktor*in“, der/die „Rektor*in“, der/die „Professor*in“ etc. Doch wenn man versucht, diese Schreibweisen sprachlich zu gendern, wird man feststellen, dass das unmöglich ist. Denn der „Doktor“ z. B. wird [ˈdɔktoːɐ̯] ausgesprochen, wohingegen bei „Doktorin“ der Hauptakzent zur nächsten Silbe wandert und diese dann [dɔkˈtoːʁɪn] ausgesprochen wird …

Alle Formen des Genderns, also auch die rechtschreiblich korrekten Formen (Doppel- bzw. Paarnennungen), werden sich m. E. schon aus rein sprachökonomischen Gründen nicht dauerhaft durchsetzen.

Es sagt ja wirklich keiner etwas, wenn z. B. in der Firma der Anfang eines Vortrags mit „sehr geehrte Kolleginnen und Kollegen“ begonnen wird. Doch wenn dann im Laufe eines Vortrages ständig und immer und immer wieder „Kolleginnen und Kollegen“ vorkommt, dann ist das einfach nur ermüdend und hindert sehr wahrscheinlich die meisten Kollegen daran, die wesentlichen Inhalte eines Vortrages geistig zu erfassen.

So hat es für mich vor vielen Jahren mitunter noch Spaß gemacht, im Fernsehen oder Radio einer spannenden Bundestagsdebatte zuzuhören. Heutzutage komme ich nicht mehr umhin, schon nach wenigen Minuten wegzuklicken, weil dieses völlig sinnlose Gendern halt einfach nur noch nervt.

Wer unbedingt meint, gendern zu müssen, der kann es von mir aus gerne tun; ich will wirklich niemandem die persönliche Freude daran nehmen. Im Gegenzug verlange ich dann aber, zu respektieren, dass ich persönlich das Gendern schlicht und einfach ablehne und dass man nicht versucht, mich zu bekehren oder dass man mich deswegen dann auch bitte nicht in irgendeine Schublade steckt (siehe hierzu etwas weiter unten). Ich bitte aber um Nachsicht, wenn ich mich weigere, längere gegenderte Texte zu lesen oder derartigen Vorträgen gar zuzuhören. Umgekehrt kann von mir aus jeder Gender-Befürworter sich gerne weigern, längere ungegenderte Texte zu lesen oder derartigen Vorträgen gar zuzuhören … ;o)

Noch drei abschließende wichtige Punkt:

  • Nein, ich bin keinesfalls unsensibel oder ungerecht gegenüber Frauen oder auch diversgeschlechtlichen Menschen, wie es der eine oder andere Gender-Befürworter durch das sog. „Framing“ mit den Begriffen „geschlechtergerecht“ oder „gendersensibel“ gerne all jenen Menschen unterstellen möchte, die das Gendern nicht befürworten. Ganz im Gegenteil: Ich befürworte die Gleichbehandlung von Frauen, wo immer es geht und empfinde es immer noch als „Sauerei“, wenn ich mitbekomme, dass eine Frau für die gleiche Arbeit weniger Gehalt bekommt als ein Mann. Wenn es nach mir ginge, dann müssten auch die Nachteile, die Frauen durch Schwangerschaft, Geburt und Erziehung von Kindern erfahren, noch viel stärker ausgeglichen werden. Auch sollte es Frauen noch viel stärker erleichtert werden, Familie / Kindererziehung und Beruf deutlich besser und leichter unter einen Hut bringen zu können.
  • Und nein, ich bin auch wahrlich kein Anhänger oder gar Wähler der AfD, nur weil viele Angehörige dieser „rechtspopulistischen und rechtsextremen politischen Partei“[10] das Gendern ebenfalls ablehnen (auch so ein ganz übles „Framing“, das manche Gender-Befürworter gerne einsetzen …).
  • Und zu guter Letzt: Sollte es wider Erwarten eine der Genderschreibweisen mit Binnen-I oder mit Sternchen, Doppelpunkt oder Unterstrich etc. doch schaffen, vom Rat für deutsche Rechtschreibung empfohlen zu werden und danach Einzug ins amtliche Regelwerk halten, so werde ich es natürlich akzeptieren, wenn dann solche Schreibweisen auch bei uns aufgenommen werden (können), wenngleich ich persönlich solche Genderschreibweisen auch weiterhin ablehnen und nicht verwenden würde …

Quellen:

  1. Unwort des Jahres 2022: Klimaterroristen. uni-marburg.de, Philipps-Universität Marburg, Marburg, Deutschland, 10. Januar 2023, abgerufen am 10. Januar 2023.
  2. »Dieses feministische Getue in der Sprache geht mir furchtbar gegen den Strich«. In: Spiegel Online. 3. Juni 2021, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 2. November 2022).
  3. ohne Gendersternchen: „Bürgermeisterkandidaten oder Bürgermeisterkandidatinnen oder Bürgermeisterinnenkandidaten oder Bürgerinnenmeisterkandidaten oder Bürgerinnenmeisterkandidatinnen oder Bürgermeisterinnenkandidatinnen oder Bürgerinnenmeisterinnenkandidaten oder Bürgerinnenmeisterinnenkandidatinnen“ …
  4. Nele Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer. In: Der Tagesspiegel Online. 30. August 2020 (URL, abgerufen am 17. Oktober 2022).
  5. Peter Eisenberg: Weder geschlechtergerecht noch gendersensibel. In: bpb.de. 28. Januar 2022, abgerufen am 3. Januar 2023.
  6. Wikipedia-Artikel „Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz“ (Stabilversion)
  7. Wikipedia-Artikel „Gleichbehandlungsgesetz (Österreich)“ (Stabilversion)
  8. Annalena Baerbock will als Kanzlerin auf gendergerechte Sprache bei Gesetzestexten achten. In: presseportal.de. 1. August 2021, abgerufen am 29. Oktober 2022.
  9. Gendern. In: Deutscher Blinden- und Sehbehindertenverband e. V. (DBSV). Abgerufen am 28. Oktober 2022.
  10. Wikipedia-Artikel „Alternative für Deutschland“ (Stabilversion)

Sammlung von Links, Büchern und anderen Argumentationshilfen

Rat für deutsche Rechtschreibung

Gesellschaft für deutsche Sprache e. V.

Verein Deutsche Sprache e. V.

Der Verein Deutsche Sprache e. V. ist bekannt für seine größtenteils rigorose Ablehnung nahezu aller Formen des Genderns, also auch solcher Formen, die zwar den Rechtschreibregeln genügen aber Texte und Vorträge dabei überwiegend künstlich aufblähen und damit zu einer schlechteren Verständlichkeit bzw. Lesbarkeit führen.

Zu Infos über das Thema Gendern beim VdS gelangt man unter

Dort findet man bei Interesse auch Aurgumentationshilfen.

Sabine Mertens, die Leiterin der AG Gendersprache beim VfD hat auf openpetition.de eine Petition gestartet: Der Link dorthin: klick mich

Bücher

  • Fabian Payr: Von Menschen und Mensch*innen: 20 gute Gründe, mit dem Gendern aufzuhören. 1. Auflage. Springer-Verlag, Wiesbaden 2021, ISBN 978-3-658-33126-9.
  • Tomas Kubelik: Genug gegendert!: eine Kritik der feministischen Sprache. 1. Auflage. Projekte-Verlag Cornelius, Halle 2013, ISBN 978-3-95486-251-1.
    • Dr. phil. Tomas Kubelik, 1976 in der Slowakei geboren, wuchs in Stuttgart auf und studierte an der Universität Wien Mathematik und Germanistik. Er ist Gymnasiallehrer für die Fächer Deutsch und Mathematik am Stiftsgymnasium Melk.
  • René Pfister: Ein falsches Wort: wie eine neue linke Ideologie aus Amerika unsere Meinungsfreiheit bedroht. 1. Auflage. Deutsche Verlags-Anstalt, München 2022, ISBN 978-3-421-04899-8.
    Es geht in diesem Buch des SPIEGEL-Korrespondenten René Pfister zwar mehr um „Cancel Culture“, „Wokeness“ etc. und insofern nur indirekt ums Gendern, dafür aber um die Mittel und Wege, mit denen mittlerweile versucht wird, auch (aber leider nicht nur) das Gendern bei uns durchzusetzen (Stichwort „Framing“).
    Der Washington-Korrespondent des Spiegel beobachtet demokratiefeindliche Bestrebungen der neuen Linken in den USA, Stichwort Cancel-Kultur, white fragility, kulturelle Aneignung. In einer sachlichen Analyse zeigt er auf, dass Rede- und Meinungsfreiheit inzwischen auch in Deutschland gefährdet sind, nachzulesen in seinem Sachbuch ‚Ein falsches Wort‘.[1]

Quellen:

  1. Brigitte Neumann: René Pfister – Ein falsches Wort. In: Südwestrundfunk. 14. Oktober 2022 (URL, abgerufen am 23. Oktober 2022).

Gastbeiträge / Kolumnen (neueste oben)

  • Fabian Payr: Das sind die Profiteure der Gendersprache – und die Verlierer. In: Welt Online. 7. Januar 2023, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 8. Januar 2023). (leider Bezahlschranke)
  • Fachgruppe Theologie im Netzwerk Wissenschaftsfreiheit: Einspruch gegen die Nötigung zur Verwendung sog. „geschlechtergerechter Sprache“. In: bildung-und-ethik.com. 27. Dezember 2022, abgerufen am 3. Januar 2023.
  • Lukas Steinwandter, Walter Krämer: Sprachschützer Walter Krämer im Gespräch. In: corrigenda.online. 23. Dezember 2022, abgerufen am 24. Dezember 2022.
  • Fabian Payr: Streit ums Gendern: Wie falsche Erzählungen die Karriere des Genderns beförderten. In: Berliner Zeitung Online. 10. Dezember 2022, ISSN 0947-174X (URL, abgerufen am 18. Dezember 2022).
  • Peter Voß: Gendern bei ARD und ZDF – Was für ein Aberglaube. In: FAZ.NET. 7. Dezember 2022, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 9. Dezember 2022). (leider Bezahlschranke)
  • Fabian Payr: Sprachkritik an ARD und ZDF – Gendersender. In: FAZ.NET. 5. Dezember 2022, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 6. Dezember 2022). (leider Bezahlschranke)
  • Ben Krischke: Grüne Referentin investiert Millionen, dass München „gendergerecht“ wird. In: FOCUS Online. 29. November 2022, ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 29. November 2022).
    Unglaublich: Fast 4 Mio. Euro für grüne Symbolpolitik. Das Geld wäre z. B. im Bereich Schulbildung für Kinder eine weitaus sinnvollere Investition...
  • Peter Eisenberg: Der Anschlag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks auf die Einheitssprache. In: Welt Online. 11. November 2022, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 6. Dezember 2022). (leider Bezahlschranke)
  • Bastian Sick: Das Wunder des Genderns. In: bastiansick.de. 25. September 2022, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  • Hans Henneke: „Menschen, die das grammatische Geschlecht nicht vom biologischen unterscheiden können, sollten Nachhilfeunterricht nehmen“. In: ruhrbarone.de. 31. August 2022, abgerufen am 16. Oktober 2022.
  • Birgit Schmid: Von «gebärenden Personen» und «Körpern mit Vagina»: Wie das Wort «Frau» verdrängt wird. In: NZZOnline. 8. Juli 2022, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 17. Oktober 2022).
  • Stefan Beher: Warum geschlechtergerechte Sprache nicht gerecht ist. In: FAZ.NET. 22. Juni 2022, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 5. November 2022).
  • Ewa Trutkowski, Helmut Weiß: Seit 1000 Jahren können Frauen auch Sünder, Richter und Freunde sein. In: Welt Online. 25. April 2022, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 17. Oktober 2022).
  • Peter Eisenberg: Weder geschlechtergerecht noch gendersensibel. In: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb.de. 28. Januar 2022, abgerufen am 2. Dezember 2022.
  • Nele Pollatschek: They: Gendern auf Englisch. In: Bundeszentrale für politische Bildung / bpb.de. 28. Januar 2022, abgerufen am 3. Dezember 2022.
  • Olav Hackstein: Grammatik im Fegefeuer. In: FAZ.NET. 18. Oktober 2021, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 5. November 2022).
  • Dörte Stein: Ziemlich unsensibel. In: taz.de. 23. September 2021, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 5. November 2022).
  • Dörte Stein: Symbolkämpfe in der Sackgasse. In: taz.de. 3. Juli 2021, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 23. Oktober 2022).
  • Ingo Meyer: Das Märchen vom Gendersterntaler. In: Berliner Zeitung Online. 15. Mai 2021, ISSN 0947-174X (URL, abgerufen am 5. November 2022).
  • Birgit Schmid: Und jetzt gehen sie auf die Mutter los. In: NZZOnline. 7. Mai 2021, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 11. November 2022).
  • Rieke Hümpel: Gendern – das erinnert mich inzwischen an einen Fleischwolf. In: Welt Online. 24. Februar 2021, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 3. Januar 2023).
  • Josef Bayer: Seit wann ist Sprache gerecht? In: achgut.com. 21. Oktober 2020, abgerufen am 5. November 2022.
  • Nele Pollatschek: Deutschland ist besessen von Genitalien: Gendern macht die Diskriminierung nur noch schlimmer. In: Der Tagesspiegel Online. 30. August 2020 (URL, abgerufen am 17. Oktober 2022).
  • Josef Bayer: Sprachen wandeln sich immer – aber nie in Richtung Unfug. In: NZZOnline. 10. April 2019, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 1. November 2022).
  • Peter Eisenberg: Debatte um den Gender-Stern: Finger weg vom generischen Maskulinum!. In: Der Tagesspiegel Online. 8. August 2018 (URL, abgerufen am 5. November 2022).
  • Helmut Glück: Eine kleine Sex-Grammatik. In: FAZ.NET. 2. Mai 2018, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 5. November 2022).
  • Peter Eisenberg: Wort des Jahres „Flüchtling“ – Hier endet das Gendern. In: FAZ.NET. 16. Dezember 2015, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 21. Oktober 2022).
  • Tomas Kubelik: Was, bitte, soll das Wort „LehrerInnen“ denn bedeuten?. In: DiePresse.com. 3. April 2014, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 31. Oktober 2022).
  • Bastian Sick: Die Entmannung unserer Sprache. In: Spiegel Online. 8. September 2010, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 30. Oktober 2022).

Zeitungen und Zeitschriften (neueste oben)

  • SWR: Kretschmann gegen Gendern an der Schule - Kritik an "merkwürdigen Anglizismen". In: Südwestrundfunk. 8. Januar 2023 (URL, abgerufen am 8. Januar 2023).
  • „Fragen Sie Ihren Arzt oder Apotheker“ – Verbände fordern gendergerechte Formulierung. In: Welt Online. 25. Dezember 2022, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 26. Dezember 2022).
    War ja klar und nur eine Frage der Zeit, bis dieser Unfug auch noch kommt: „Zu Risiken und Nebenwirkungen lesen Sie die Packungsbeilage und fragen Sie Ihren Arzt oder Ihre Ärztin oder Ihren Apotheker oder Ihre Apozhekerin.
    Fragt sich dann nur, wann die ersten queeren oder transen Ärzte/Ärztinnen/Apotheker/Apothekerinnen herumjammern und sich dadurch nicht mitgemeint fühlen...
  • Claudia Wirz: Gendern im Betrieb – warum die Gendersprache die Welt nicht besser macht. In: NZZOnline. 25. Oktober 2022, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 30. Oktober 2022).
  • Dagmar Lorenz: Wie Gendersprache den Wissenschaftsdiskurs blockiert. In: FAZ.NET. 13. Oktober 2022, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 16. Oktober 2022). (leider Bezahlschranke)
  • Thomas Renggli: «Elterinnen», «Wandernde»: Das Gendern gleicht einer Verstümmelung der Sprache. In: weltwoche.ch. 3. Oktober 2022, abgerufen am 16. Oktober 2022.
  • Daniel Gerny: Notenabzug wegen Mangel an Wokeness? Wie sich die ZHAW mit ihrem Sprachleitfaden verrannt hat. In: NZZOnline. 21. September 2022, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 16. Oktober 2022). (komplett einsehbar nach kostenloser Registrierung)
  • Anika Zuschke: Professor verbietet Studierenden das Gendern – und verlangt „Hochdeutsch“. In: Frankfurter Rundschau. 21. September 2022, ISSN 0940-6980 (URL, abgerufen am 16. Oktober 2022).
    Fast schon erschreckend: einem Professor der Uni Halle-Wittenberg wird die Lehre nahezu unmöglich gemacht (siehe Ende des Artikels), nur weil er in seinen Seminaren die Einhaltung von Rechtschreibregeln verlangt …
  • Constantin van Lijnden: „Prozess hat sichtbar gemacht, dass Gendern auf subtile oder rabiate Art erzwungen wird“. In: Welt Online. 7. September 2022, ISSN 0173-8437 (URL, abgerufen am 16. Oktober 2022).
  • Larissa Hoppe: Gendern ist riesengroßer Unsinn. In: bz-berlin.de. 24. August 2022, abgerufen am 16. Oktober 2022.
  • Senat: Gendersprache nicht als Schreibweise im Unterricht. In: sueddeutsche.de. 16. August 2022, ISSN 0174-4917 (URL, abgerufen am 16. Oktober 2022).
  • Heike Schmoll: Öffentlich-rechtliche Umerziehung. In: FAZ.NET. 10. August 2022, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 16. Oktober 2022). (leider Bezahlschranke)
  • Hans-Jürgen Papier: Staatlich verordnetes Gendern wäre „verfassungsrechtlich unzulässig“. In: FOCUS Online. 7. August 2022, ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 16. Oktober 2022).
    Hans-Jürgen Papier unter Mitarbeit von Matthias Schanzenbächer: Gendern als verfassungsrechtliche Verpflichtung? – Rechtsgutachten. In: welt.de. 30. April 2022, abgerufen am 16. Oktober 2022.
  • Streit ums Gendern: Nein, die deutsche Sprache diskriminiert Frauen nicht. In: Berliner Zeitung Online. 22. Juli 2022, ISSN 0947-174X (URL, abgerufen am 16. Oktober 2022).
  • Fatina Keilani: Punktabzug fürs Nicht-Gendern ist rechtswidrig – aber Studenten wehren sich kaum dagegen. In: NZZOnline. 9. Juli 2022, ISSN 0376-6829 (URL, abgerufen am 17. Oktober 2022). (komplett einsehbar nach kostenloser Registrierung)
  • Konrad Fischer: So hält es die deutsche Wirtschaft mit dem Gendern. In: Wirtschaftswoche Online. 25. Juni 2022, ISSN 0042-8582 (URL, abgerufen am 17. Oktober 2022).
  • Nürnberger Hochschule führt Gender-Leitfaden ein und löst heftige Kritik aus. In: FOCUS Online. 22. Juni 2022, ISSN 0943-7576 (URL, abgerufen am 17. Oktober 2022).
  • Peter Jungblut: Elke Heidenreich wehrt sich: „Gendersprache ist Rückschritt“. In: Bayerischer Rundfunk. 29. Oktober 2021 (URL, abgerufen am 24. Oktober 2022).
  • Elke Heidenreich über Gendern: „Dieses feministische Getue in der Sprache geht mir furchtbar gegen den Strich“. In: Spiegel Online. 3. Juni 2021, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 24. Oktober 2022).
  • Gina Arzdorf: Wenn die Genderdebatte Punkte kostet. In: FAZ.NET. 8. April 2021, ISSN 0174-4909 (URL, abgerufen am 19. Oktober 2022). (leider Bezahlschranke)
    Ewa Trutkowski, Helmut Weiß: Zeugen gesucht! Zur Geschichte des generischen Maskulinums im Deutschen. In: ling.auf.net. Abgerufen am 17. Oktober 2022.
  • »Abenteuerliche Duden-Kreationen«. In: Spiegel Online. 14. Februar 2021, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 6. Oktober 2022).
  • Stefanie Ramsperger, Bastian Sick: „Grammatik entstellt, um politische Ziele durchzusetzen“. In: pro-medienmagazin.de. 18. März 2019, abgerufen am 30. Oktober 2022.
  • Sparkassen-Kundin muss sich Kunde nennen lassen. In: Spiegel Online. 13. März 2018, ISSN 0038-7452 (URL, abgerufen am 17. Oktober 2022).
    BGH-Urteil des VI. Zivilsenats vom 13.3.2018 - VI ZR 143/17. In: juris.bundesgerichtshof.de. 26. Oktober 2018, abgerufen am 17. Oktober 2022.
    Beschluss vom 26. Mai 2020 - 1 BvR 1074/18. In: bundesverfassungsgericht.de. 26. Mai 2020, abgerufen am 5. November 2022.
    Verfassungsbeschwerde gerichtet auf geschlechtergerechte Sprache in Formularen unzulässig. In: bundesverfassungsgericht.de. 1. Juni 2020, abgerufen am 5. November 2022.

Universitäten / Hochschulen

Technisches

Mittlerweile gibt es sogar die Erweiterung „Binnen-I be gone“: Für Firefox siehe hier und für Chrome siehe hier. Für Edge von Microsoft kann man diese Erweiterung nicht finden, aber meines Wissens müsste sich dort die Erweiterung für Chrome (siehe hier) installieren lassen, da Edge auf Chromium basiert.

Ich habe diese Erweiterung in Firefox getestet und sie funktioniert erstaunlich gut und kann eine durchaus befreiende Wirkung auf so mancher Webseite haben. Lediglich ein Dativ Plural wird oft nicht korrekt erkannt und einige seltene und exotische Formen des Genderns leider ebenfalls noch nicht.

Anders als der Titel und auch die Dokumentation vermuten lässt, wird nicht nur das Binnen-I eliminiert, sondern auch die bekannten Genderformen mit *_: und per Einstellung kann man sogar Doppelformen und Partizip- und Passivkonstruktionen ersetzen lassen. Man kann auch einstellen, dass die Erweiterung immer nur auf bestimmten Seiten bzw. auf bestimmten Webseiten nicht bzw. nur bei Bedarf aktiv sein soll. Ich persönlich bevorzuge die letztgenannte Einstellung.