Benutzer:Balû/ratschen

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ratschen (Deutsch)[Bearbeiten]

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Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich ratsche
du ratschst
er, sie, es ratscht
Präteritum ich ratschte
Konjunktiv II ich ratschte
Imperativ Singular ratsche!{{{Imperativ Singular}}}
Plural ratscht!{{{Imperativ Plural}}}
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geratscht haben
Alle weiteren Formen: Flexion:Balû/ratschen

Worttrennung:

rat·schen, Präteritum: ratsch·te, Partizip II: ge·ratscht

Aussprache:

IPA: [ˈʀaːʧən], Präteritum: [ˈʀaːʧtə], Partizip II: [ɡəˈʀaːʧt]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild ratschen (österreichisch) (Info), Präteritum: Lautsprecherbild ratschte (österreichisch) (Info), Partizip II: Lautsprecherbild geratscht (österreichisch) (Info)
Reime: -aːʧn̩

Bedeutungen:

[1] sich ungezwungen unterhalten
[2] süddeutsch, österreichisch: viel (und häufig) zuviel erzählen, übel nachreden
[3] Lärm erzeugen mit Hilfe eines Holzinstruments, genannt Ratsche

Herkunft:

[1, 2] bayerische/österreichische Mundart

Synonyme:

[1, 2] reden, quasseln, quatschen, schwatzen
[1] unterhalten
[2] labern, plaudern, tratschen
[3] garren, kläpstern, klappern, kleppern, raspeln, schledern

Oberbegriffe:

[1, 2] kommunizieren
[3] lärmen

Beispiele:

[1] Die Frauen treffen sich nachmittags zum Kaffee trinken und ratschen ein wenig.
[1] Wir haben noch ein bisschen miteinander geratscht.
[2] Die Kathi ratscht über alles und jeden im Dorf.
[3] Gründonnerstag zogen die Ratscherbuben durch den Ort und riefen mit dreimaligem Ratschen die Gläubigen zum Kirchgang.

Charakteristische Wortkombinationen:

[2] Ratschen einstellen!

Wortbildungen:

[1, 2] Geratsche, Ratscherei
[2] Ratschkathl
[2–3] Ratsche

Übersetzungen[Bearbeiten]

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Dialektausdrücke:

Referenzen und weiterführende Informationen:

[1–3] Jacob Grimm, Wilhelm Grimm: Deutsches Wörterbuch. 16 Bände in 32 Teilbänden. Leipzig 1854–1961 „ratschen
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „ratschen
[1] canoo.net „ratschen
[3] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonratschen
[3] Wikipedia-Artikel „Ratschen

Verb[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens ich ratsche
du ratschst
er, sie, es ratscht
Präteritum ich ratschte
Konjunktiv II ich ratschte
Imperativ Singular ratsche!{{{Imperativ Singular}}}
Plural ratscht!{{{Imperativ Plural}}}
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geratscht haben
Alle weiteren Formen: Flexion:Balû/ratschen

Worttrennung:

rat·schen, Präteritum: ratsch·te, Partizip II: ge·ratscht

Aussprache:

IPA: [ˈʀaʧn̩], Präteritum: [ˈʀaʧtə], Partizip II: [ɡəˈʀaʧt]
Hörbeispiele:
Reime:-aʧn̩

Bedeutungen:

[1] durch Reißen beschädigen oder verletzen

Oberbegriffe:

[1] beschädigen, verletzen

Beispiele:

[1] Ich habe mich aus Versehen an der Mauer geratscht.

Übersetzungen[Bearbeiten]

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Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Uni Leipzig: Wortschatz-Lexikonratschen

Verb (Bairisch)[Bearbeiten]

Person Wortform
Präsens i ratsch
du ratschst
er, sie, es ratscht
Konjunktiv II i {{{Konjunktiv II_ich}}}
Imperativ Singular ratsch!
Plural ratscht!
Perfekt Partizip II Hilfsverb
geratscht haben

Alternative Schreibweisen:

radschn

Worttrennung:

rat·schen, Partizip II: ge·ratscht

Aussprache:

IPA: westmittelbairisch: [ˈrạːdʃn̩]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Balû/ratschen (Info)

Bedeutungen:

[1] ein Gerät bedienen, das ein schnarrendes, klapperndes Geräusch erzeugt
[2] schwatzen, plaudern

Herkunft:

[1] vom Substantiv Ratsche.

Synonyme:

[2] schmatzen, tratschen

Beispiele:

[1] „Mir ratschn, mir ratschn den englischen Gruaß, den jeder katholische Christ beten muaß“[1]
[2] „Mei, und scho ratschn d’Leit: Schaugts an Pfaffinger o, wia der faulenzn ko,…“[2]
„Ja und schon haben die Leute was zum Reden: Schaut den Pfaffinger an, wie der faulenzen kann…“

Wortbildungen:

[1] zusammenratschen
[2] Ratsch

Übersetzungen[Bearbeiten]

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Referenzen und weiterführende Informationen:

[1] Ludwig Zehetner: Bairisches Deutsch. Lexikon der deutschen Sprache in Altbayern. 2. Auflage. Heinrich Hugendubel Verlag, München 1998, ISBN 3-88034-983-5, Seite 238 „ratschen“
[1,2] Johann Andreas Schmeller: Bayerisches Wörterbuch. Dritter Theil, J.G. Cotta’sche Buchhandlung, Stuttgart/Tübingen 1836 (Google Books), Seite 171 „ratschen“
[1,2] Otto Hietsch: Bavarian into English. A lexical and cultural guide. 2. Auflage. Andreas Dick Verlag, Straubing 1995, ISBN 3-9801769-5-9, Seite 153 „ratschen“

Quellen:

  1. Anton Hofer: Sprüche, Spiele und Lieder der Kinder. In: Volksmusik in Niederösterreich. Böhlau Verlag, Wien/Köln/Weimar 2004, ISBN 3-205-98857-4, Seite 474
  2. Renate Mayer: Gedicht Wer ko, der ko! in Passauer Neue Presse, Ausgabe vom 20. August 1960


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