Bastard

Aus Wiktionary, dem freien Wörterbuch
Wechseln zu: Navigation, Suche

Bastard (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Kasus Singular Plural
Nominativ der Bastard die Bastarde
Genitiv des Bastards der Bastarde
Dativ dem Bastard den Bastarden
Akkusativ den Bastard die Bastarde

Worttrennung:

Bas·tard, Plural: Bas·tar·de

Aussprache:

IPA: [ˈbastaʁt], Plural: [ˈbastaʁdə]
Hörbeispiele: —, Plural:

Bedeutungen:

[1] veraltet für: uneheliches Kind, besonders eines gesellschaftlich hoch gestellten Vaters und einer Mutter aus niedrigerem Stand
[2] Schimpfwort: verabscheuter Mensch
[3] durch Rassen- oder Artenkreuzung entstandenes Tier oder entstandene Pflanze
[4] Schimpfwort: Hund[1] ohne Stammbaum, Promenadenmischung

Herkunft:

von altfranzösisch: bastard auch: fils de bast, fille de bast „rechtmäßig anerkannter außerehelicher Sohn eines Adligen“ über gleichbedeutend mittelhochdeutsch: basthart, bastart; die weitere Etymologie ist umstritten. Das Wort ist seit dem13. Jahrhundert belegt.[1]

Synonyme:

[1] Bankert, von Bank; „der auf der Schlafbank der Magd gezeugte“
[3] Hybride, Mischling, Kreuzung

Sinnverwandte Wörter:

[1] Mamser
[2] Hurensohn, Hurenkind, Wechselbalg

Oberbegriffe:

[1] Kind, Nachkommen

Unterbegriffe:

[3] Artbastard, Gattungsbastard

Beispiele:

[1] „Das Kind, sofern es geboren wurde, war nichts als ein rechtloser Bastard, eine Brandmarkung, die es sein ganzes Leben lang begleitete.“[2]
[2] Du Bastard!
[3] Maultiere nennt man Muli, Maulesel Bastard. Kreuzungen aus Esel und Pferd.

Charakteristische Wortkombinationen:

dreckiger Bastard

Weibliche Wortformen:

[1–3] Bastardin

Wortbildungen:

[*] bastardieren

Herkunft:

     Der Name kommt vom Ägyptischen Bastet-Fest (auch Schönes Fest der Trunkenheit): Jährlich wurde das von Rausch, Musik und Ausschweifungen geprägte Fest der Trunkenheit für Bastet gefeiert („Bubasteia“), das außer für Bubastis auch in anderen Orten des Landes bezeugt ist. Eine kurze Schilderung des orgiastischen Treibens während dieses Festes findet sich bei Herodot (II 60). Seine Charakterisierung des Geschehens wird durch ägyptische Quellen untermauert, wie etwa durch eine fröhlich-derbe demotische Versdichtung des 2. Jh.s n. Chr., deren streckenweise pornographischer Inhalt offenbar im Zusammenhang mit einem Fest zu Ehren der Bastet und der Trunkenheit steht.
9 Monate später kamen nach dem Fest im Rausch gezeugte Kinder zur Welt, an deren Väter sich die Frauen nicht mehr erinnern konnten. Nach diesem Fest nennt man bis heute Kinder mit unbekanntem Vater Bastarde

(Quelle: Buch von Michael Hesemann

     „Jesus in Ägypten“ Seite 80, ISBN 978-3-7766-2697-1).

Übersetzungen[Bearbeiten]

? Referenzen und weiterführende Informationen:

[1, 3] Wikipedia-Artikel „Bastard
[1, 3] Digitales Wörterbuch der deutschen Sprache „Bastard
[3, 4] canoo.net „Bastard
[3, 4] Uni Leipzig: Wortschatz-LexikonBastard
[1–3] The Free Dictionary „Bastard
[1–3] Duden online „Bastard

Quellen:

  1. Friedrich Kluge, bearbeitet von Elmar Seebold: Etymologisches Wörterbuch der deutschen Sprache. 24., durchgesehene und erweiterte Auflage. Walter de Gruyter, Berlin/New York 2001, ISBN 978-3-11-017473-1, DNB 965096742, Stichwort: „Bastard“, Seite 95.
  2. Luigi Brogna: Das Kind unterm Salatblatt. Geschichten von meiner sizilianischen Familie. 7. Auflage. Ullstein, Berlin 2010, ISBN 978-3-548-26348-9, Seite 288 Die Rede ist von einem unehelichen Kind.

Ähnliche Wörter: Bast, hart