Bar-Mizwa

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Bar-Mizwa (Deutsch)[Bearbeiten]

Substantiv, m[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ der Bar-Mizwa die Bar-Mizwas
Genitiv des Bar-Mizwas der Bar-Mizwas
Dativ dem Bar-Mizwa den Bar-Mizwas
Akkusativ den Bar-Mizwa die Bar-Mizwas

Alternative Schreibweisen:

Bar Mitzwa, Bar Mizwa

Worttrennung:

Bar-·Miz·wa, Plural: Bar-·Miz·was

Aussprache:

IPA: [ˌbaːɐ̯ˈmɪt͡sva]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bar-Mizwa (Info)

Bedeutungen:

[1] jüdische Religion: jüdischer Junge, der sich am Sabbat nach dessen 13. Geburtstag auf die religiösen Vorschriften des Judentums verpflichtet

Herkunft:

Entlehnung aus hebräisch בַּר מִצוָה‎ (CHA: bar-miṣṿā) → heSohn des Gebots, Sohn der Verpflichtung[1][2]

Weibliche Wortformen:

[1] Bat-Mizwa

Oberbegriffe:

[1] Junge

Beispiele:

[1] „Drei Monate vorher wird der Bar-Mizwa im Anlegen der Tephelin (s. d. A.) und in den damit in Verbindung stehenden Gesetzen unterrichtet.“[3]
[1] „Mit der Hilfe eines Lehrers und eines Rabbis bereitet sich Albert darauf vor, ein ‚Bar-Mizwa‘, ein vollwertiges Mitglied in der jüdischen Gemeinde zu werden.“[4]
[1] „Im Alter von 13 Jahren wurde ich wie jeder jüdische Junge ein Bar-Mizwa.[5]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 247.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 184.
[1] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Bar-Mizwa«.
[1] Duden online „Bar-Mizwa (Jude älter als 13)
[1] Wahrig Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Bar-Mizwa“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Bar Mizwa
[1] Wikipedia-Artikel „Bar Mizwa
[1] The Free Dictionary „Bar-Mizwa

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 184.
  2. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 247.
  3. Dr. J. Hamburger: Real-Encyclopädie für Bibel und Talmud. Wörterbuch zum Handgebrauch für Bibelfreunde, Theologen, Juristen, Gemeinde- und Schulvorsteher, Lehrer, &c. Im Selbstverlage des Verfassers, Strelitz 1883, Seite 799 (Zitiert nach Google Books).
  4. Zeittafel. www.einstein-website.de, abgerufen am 16. März 2010.
  5. Dock 11 Pressespiegel. www.dock11-berlin.de, Seite 49, abgerufen am 16. März 2010 (PDF).

Substantiv, f[Bearbeiten]

Singular Plural
Nominativ die Bar-Mizwa die Bar-Mizwas
Genitiv der Bar-Mizwa der Bar-Mizwas
Dativ der Bar-Mizwa den Bar-Mizwas
Akkusativ die Bar-Mizwa die Bar-Mizwas

Alternative Schreibweisen:

Bar Mitzwa, Bar Mizwa

Worttrennung:

Bar-·Miz·wa, Plural: Bar-·Miz·wa

Aussprache:

IPA: [ˌbaːɐ̯ˈmɪt͡sva]
Hörbeispiele: Lautsprecherbild Bar-Mizwa (Info)

Bedeutungen:

[1] jüdische Religion: Feier zur Einführung der »Bar-Mizwas« in die jüdische Glaubensgemeinschaft, bei der sie ihre Religionsmündigkeit erwerben

Herkunft:

zu »Bar-Mizwa«[1]

Oberbegriffe:

[1] religiöse Feier

Beispiele:

[1] Die Bar-Mizwa ist entfernt mit der Konfirmation oder Erstkommunion vergleichbar.
[1] „Die Verfolgung ‚zionistischer Verbindungen‘ und ‚Aktivitäten‘ während der frühen Jahre der DDR schüchterte viele jüdische Intellektuelle ein und brachte sie dahin, ihre jüdischen Wurzeln zu verleugnen. Es gab bis 1987 keinen Rabbiner und keinen Mohel, zum Judesein unerlässliche Rituale wie Beschneidung und Bar-Mizwa wurden verhindert.“[2]
[1] „Wie alle Burschen seines Alters, die Bar-Mizwa feiern wollen, hat er ein Jahr lang dafür gelernt.“[3]
[1] „Sehr merkwürdig ist, dass Canetti für die Darstellung seiner Jugend- und Schulzeit später nie auf die Bar-Mizwa zu sprechen kommt, also auf die traditionelle Aufnahme der Jungen in die jüdische Gemeinde mit dreizehn Jahren.“[4]

Übersetzungen[Bearbeiten]

Referenzen und weiterführende Informationen:
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Deutsches Universalwörterbuch. 6. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-05506-7, Seite 247.
[1] Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 184.
[1] Renate Wahrig-Burfeind: Brockhaus Wahrig Deutsches Wörterbuch. Mit einem Lexikon der Sprachlehre. In: Digitale Bibliothek. 9., vollständig neu bearbeitete und aktualisierte Auflage. wissenmedia in der inmedia ONE GmbH, Gütersloh/München 2012, ISBN 978-3-577-07595-4 (CD-ROM-Ausgabe), Stichwort »Bar-Mizwa«.
[1] Duden online „Bar-Mizwa (Feier)
[1] Wahrig Großes Wörterbuch der deutschen Sprache „Bar-Mizwa“ auf wissen.de
[1] wissen.de – Lexikon „Bar Mizwa
[1] Wikipedia-Artikel „Bar Mizwa
[*] Uni Leipzig: Wortschatz-PortalBar-Mizwa

Quellen:

  1. Wissenschaftlicher Rat der Dudenredaktion (Herausgeber): Duden, Das große Fremdwörterbuch. Herkunft und Bedeutung der Fremdwörter. 4. Auflage. Dudenverlag, Mannheim/Leipzig/Wien/Zürich 2007, ISBN 978-3-411-04164-0, Seite 184
  2. U. Gutmair, M. Karasek (Interviewer), Chaim Noll (Interviewter): Schriftsteller Chaim Noll über Juden in der DDR: „Die Dresscodes des Systems“. In: taz.de. 25. August 2009, ISSN 2626-5761 (URL, abgerufen am 17. März 2010)..
  3. Isabella Wallnöfer: „Bar Mitzwa“: Gegen den Wind leben. In: DiePresse.com. 18. Januar 2010, ISSN 1563-5449 (URL, abgerufen am 5. November 2011).
  4. Helmut Göbel: Elias Canetti. Rowohlt, Reinbek 2005, ISBN 3-499-50585-1, Seite 32.

Ähnliche Wörter (Deutsch):

ähnlich geschrieben und/oder ausgesprochen: Mitzwa